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Bücher von Doris Bühler-Niederberger

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  • von Doris Bühler-Niederberger
    106,00 €

    Revising established research, this handbook equips readers with an understanding of the complex interplay between local and global and public and private contexts in the development of young people in Asian countries.

  • - Geschichte und Folgen einer Pathologisierung
    von Doris Bühler-Niederberger
    59,99 €

    1 Einleitung: Professionelle Anspruche an die Kindheit Das Aufkommen der Legasthenie als diagnostische Kategorie hatte weit- reichende Konsequenzen fur den Umgang mit kindlichem Verhalten. Das ist jedenfalls die Behauptung, die ich hier vertreten werde. Neuen Be- rufsgruppen wurde der Zugang zu einem immensen Reservoir von Fallen geoffnet: dem Reservoir der Schule. Diese Berufsgruppen hielten dann weitere Kategorien bereit, zum Beispiel die Dyskalkulie, die psychomo- torischen Storungen und verschiedene Kategorien, die unter dem Begriff Teilleistungsschwachen oder Wahrnehmungsstorungen bekannt gewor- den sind. All diese Kategorien wurden stark neuropsychologisch gefasst und verwiesen so wiederum auf weitere: auf die Hyperkinese und auf die Minimale Cerebrale Dysfunktion (respektive auf deren schweizerisches Aquivalent, das Psychoorganische Syndrom). Die Zahl psychologisch begutachteter und therapeutisch behandelter Kinder stieg entsprechend an. In dieser Untersuchung waren es an verschiedenen Stichtagen mehr als zehn Prozent der Kinder, die in therapeutischer Behandlung standen. Dabei wurden lediglich die Therapien berucksichtigt, wie sie im Rahmen der Schule angeordnet und durchgefuhrt wurden. Man kann auf dieser Basis die Zahl von Kinder schatzen, die irgendwann im Laufe ihrer ge- samten Primarschulzeit eine Therapie erhalten: Zwanzig bis dreissig Pro- zent der Kinder durften es sein - das ist vorsichtig geschatzt. Auf der Suche nach einem Begriff, mit dem man das ganze Geschehen belegen konnte, kann man von einer Pathologisierung respektive einer Klientifi- zierung im Umgang mit kindlichen Problemen sprechen, ja sogar von ei- ner Pathologisierung der Kindheit uberhaupt. Letzteres rechtfertigt sich, wenn man das Ausmass, das diese Entwicklung angenommen hat, die Anzahl erfasster Falle, in Rechnung stellt.

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