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Bücher der Reihe Psychodynamik kompakt

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  • von Anna Buchheim
    13,00 €

    Die nachhaltige Bedeutung früher Beziehungserfahrungen für die spätere sozioemotionale Entwicklung wird durch die Bindungsforschung seit vielen Jahren wissenschaftlich untermauert. Je nachdem, wie konsistent oder widersprüchlich diese frühen Erfahrungen erlebt wurden, gestalten sich sogenannte Arbeitsmodelle von Bindung bei Erwachsenen unterschiedlich und werden durch Merkmale wie zum Beispiel verinnerlichte Sicherheit, mentale Ressourcen, unbewusste Brüche oder Inkonsistenzen geprägt. Die Bindungsdiagnostik zur Erfassung von bindungsrelevanten unbewussten Prozessen erfolgt durch zwei Interviewmethoden, die Anna Buchheim im Detail beschreibt und deren klinische Bedeutung sie anhand von eindrucksvollen Fallbeispielen aus der eigenen Praxis veranschaulicht und mit aktuellen Studien in Zusammenhang bringt. Forschungsergebnisse belegen eine positive Veränderung von Bindungsrepräsentationen durch psychodynamische Therapien: Unsichere und desorganisierte Bindungsmuster können in Richtung von sicheren und organisierten verändert werden.

  • von Gunter Godde
    13,00 €

  • von Stephan Doering
    13,00 €

  • von Udo Rauchfleisch
    13,00 €

    Menschen mit dissozialen Störungen sind bei Psychotherapeuten oft unbeliebte Patienten. Sie gelten als schwer behandelbar und wenig motiviert. Die enge Verquickung von psychischen und sozialen Problemen stelle eine besondere Herausforderung dar. Im Unterschied dazu vertritt Udo Rauchfleisch aufgrund seiner über 50-jährigen Erfahrung mit diesen Patienten die Ansicht, dass diese Personen von einer psychodynamisch orientierten Behandlung sehr wohl profitieren. Psychoanalytische Konzepte bieten die Möglichkeit, die Entwicklung und das Verhalten dieser Patienten zu verstehen und für die Therapie zu nutzen. Es bedarf allerdings einiger Modifikationen der üblichen Vorgehensweisen.

  • von Kai Rugenstein
    13,00 €

    »Weniger hilft mehr« lautet das Prinzip der psychoanalytischen Methode. Es empfiehlt Verzicht: Frei assoziierend verzichtet der Patient auf eine Auswahl des Gesagten im Hinblick auf logische, ästhetische oder moralische Normen. Gleichschwebend aufmerksam verzichtet der Therapeut auf theoriegeleitete Hypothesenprüfung, Helfenwollen und Verstehenmüssen. Dadurch etabliert sich eine Form therapeutischer Kommunikation, deren Ziel das Gewährenlassen des Unbewussten ist. Ausgehend von Freud fragt Kai Rugenstein nach Herkunft und Zukunft dieser Methode. Er untersucht ihre Anwendung in der Praxis, ihr theoretisches Fundament, ihren interdisziplinären Bezug und ihre Lernbarkeit. Dabei wird deutlich, wie die Methode der Psychoanalyse beständig davon bedroht ist, den mit ihr erzielten Resultaten zum Opfer zu fallen.

  • von Wolfgang Milch
    13,00 €

    Heinz Kohut, Begründer der Selbstpsychologie, erkundete die innere Welt von Menschen aus ihrem eigenen Selbsterleben heraus mittels Introspektion und Empathie. Die von den Mitmenschen ausgehenden Selbstobjekterfahrungen sind für das strukturell vollständige, kräftige, ausgewogene und sich ständig verändernde Selbst zeitlebens notwendig. Menschen sind als Teil eines gesellschaftlichen Prozesses weniger von Trieben »getrieben« als geleitet von Idealen, Ambitionen und Talenten. Diese sind Ausdruck der individuellen Struktur eines Selbst mit speziellen Selbstobjektbedürfnissen. Die psychotherapeutische Arbeit mit Deutungen, die sich auf Konflikte beschränkt, ist bei der Behandlung früher Störungen wenig aussichtsreich, wenn nicht gleichermaßen Entwicklungsdefizite mittels neuer Selbstobjekterfahrung behoben werden. Wesentliche Erweiterung erfuhr die Selbstpsychologie durch die intersubjektive Theorie, die die Entfaltung, Erklärung und Entwicklung der subjektiven Welt eines Patienten in einem Wechselspiel mit einem Anderen fokussiert.

  • von Mathias Kohrs
    13,00 €

    Borderline-Störungen stellen seit vielen Jahren eine stetig wachsende Anforderung an ambulante wie stationäre Behandler und Behandlerinnen dar. Sie waren lange im Kontext klassischer psychoanalytischer Theorien in ihrer Entstehung wie ihrer Behandlung nicht gut zu konzeptualisieren. Neuere psychodynamische Entwicklungsmodelle inklusive psychotraumatologischer Erkenntnisse und daraus abgeleitete Therapieansätze ermöglichen jedoch einen Zugang zu der verwirrenden und verstörenden Innenwelt sowie zu der (Selbst-)Destruktivität dieser Patientinnen und Patienten. Die Autoren geben einen Überblick über die Geschichte des Konzepts Borderline und den aktuellen Stand zur Pathogenese, Diagnostik und Therapie dieser vielschichtigen Persönlichkeitsstörung, mit deren Erkenntnissen strukturelle Entwicklungsprozesse eingeleitet werden können. Die Zusammenfassung der Behandlung einer Borderline-Patientin veranschaulicht insbesondere die komplexen Anforderungen der Therapie von Menschen mit dieser Störung.

  • von Gereon Heuft
    13,00 €

    Älteren wird immer noch deutlich seltener eine psychotherapeutische Behandlung angeboten, obwohl sie genauso häufig indiziert ist wie im mittleren Erwachsenenalter. Ursächlich sind fehlende Konzepte für eine psychodynamische Entwicklungspsychologie des Lebenslaufs. Gereon Heuft präsentiert aufgrund seiner langjährigen klinischen und wissenschaftlichen Erfahrungen im Bereich der Alternsforschung ein Modell, in dem der körperliche Alternsprozess eine bedeutsame Rolle spielt. Die daraus abgeleitete Typologie psychischer und psychosomatischer Symptombildungen im Alter kann unmittelbar in der psychotherapeutischen Arbeit genutzt werden. Da alle Älteren auch eine "politische Biografie" haben, ist zudem die Kenntnis von potenziellen Traumareaktivierungen im Alter wesentlich. Abgerundet wird das Buch durch altersspezifische behandlungstechnische Hinweise beispielsweise zur Gegenübertragungs- und Eigenübertragungsdynamik jüngerer Therapeuten und Therapeutinnen gegenüber ihren älteren Patienten und Patientinnen sowie zur generellen Wirksamkeit von Psychotherapie im Alter.

  • von Ulrich Streeck
    13,00 €

    Patientinnen und Patienten mit strukturellen Störungen sind vor allem mit gravierenden Problemen konfrontiert, sich selbst zu regulieren sowie ihre zwischenmenschlichen Beziehungen zu gestalten und aufrechtzuerhalten. Sie sind damit von sozialer Isolation bedroht oder durch massive Beziehungsprobleme belastet. Dies erhöht das Risiko von psychischen und körperlichen Folgeproblemen. In der Regel ist ein therapeutischer Zugang durch die klassische psychoanalytische Technik nicht oder nur sehr begrenzt möglich. Der therapeutische Blick richtet sich in der psychoanalytisch-interaktionellen Therapie über den Tellerrand individueller unbewusster psychischer Dispositionen hinaus vorrangig auf die unbewusste Beziehungs- und Interaktionsdynamik. Ulrich Streeck baut auf einer reichen klinischen Erfahrung auf und hebt die Besonderheiten dieser Behandlungsmethode überzeugend hervor.

  • von Oliver Bilke-Hentsch
    13,00 €

    Genuss und kontrollierter Gebrauch von Suchtmitteln wie beispielsweise Alkohol gehören heute zu den selbstverständlichen Entwicklungsaufgaben von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. In den letzten zwanzig Jahren ist die Kompetenz im Umgang mit modernen Medien hinzugekommen. Auch wenn Suchtentwicklungen eine starke gesellschaftliche, soziale und familiäre Komponente haben, besteht zumeist eine individuell verstehbare und einer Intervention zugängliche Psychodynamik. Neben allen bewährten pädagogischen und verhaltenstherapeutischen Maßnahmen ist daher ein grundsätzlicher psychodynamischer Zugang besonders bei schweren komorbiden Fällen von großer Bedeutung für das Gesamtverständnis und die Therapieplanung.

  • von Kai Rugenstein
    13,00 €

    Humor muss nicht in die psychodynamische Therapie eingeführt werden. Er ist immer schon in ihr enthalten. Von Freud ausgehend arbeitet Kai Rugenstein die theoretischen und behandlungstechnischen Charakteristika des spezifisch psychodynamischen Humors heraus und verdeutlicht diese anhand zahlreicher Beispiele. Dabei kommt Humor nicht nur unter diagnostischer Perspektive in den Blick, sondern erweist sich vor allem als empfehlenswerte therapeutische Haltung und wirksame Methode therapeutischen Handelns. Die vertrauten Grundregeln psychoanalytischer Praxis, freie Assoziation und gleichschwebende Aufmerksamkeit, werden durch den psychodynamischen Gebrauch von Humor um die Prinzipien »freie Bisoziation« und »gleichschwebende Schlagfertigkeit« ergänzt: Der Haha-Effekt lustvollen Lächelns und der Aha-Effekt realitätsorientierter Einsicht gehen miteinander Hand in Hand, wenn Humor als eine Weise ungesättigten Deutens dazu genutzt wird, spielerisch auf den Ernst der übertragung hinzuscherzen.

  • von Jörg Wiltink
    13,00 €

    Anhand der zu den Angststörungen zählenden Krankheitsbilder Phobie und Panikstörung lässt sich die psychodynamische Vorstellung, dass psychische Symptome sich als Lösung für nicht mehr anders zu bewältigende innerpsychische Konflikte verstehen lassen und damit Sinn und Zweck haben, geradezu idealtypisch zeigen. Die Autoren schlagen einen Bogen von ersten, von Freud entwickelten klinischen Theorien zu Angststörungen hin zu neuen psychodynamischen Kurzzeittherapien. Diese sind empirisch auf ihre Wirksamkeit geprüft und tragen so dazu bei, den wegen fehlender Wirksamkeitsnachweise seit längerem gefährdeten Platz der psychodynamischen Psychotherapie in der Krankenversorgung zu sichern. Diese neuen manualisierten Ansätze werden in der psychoanalytischen Szene mitunter recht kritisch aufgenommen, manchmal mit der Frage, ob dies noch aus der Psychoanalyse abgeleitete Psychotherapie sei. Die Leserinnen und Leser können sich durch die Lektüre dieses Bandes selbst ein Bild machen, was sich seit Freuds Zeiten in der Behandlung der Angststörungen geändert hat.

  • von Mathias Hirsch
    13,00 €

    Wie lässt sich das Phänomen erklären, dass Menschen ihren eigenen Körper attackieren und sich selbst verletzen? Störungsbilder wie Selbstbeschädigung, Essstörungen, Hypochondrie oder Dysmorphophobie enthalten Selbstheilungsversuche, indem ein (Körper-)Teil geopfert wird, um das Ganze, das Selbst, zu retten. So wird das fragile Selbst, die Identität gesichert oder soll es wenigstens. In der frühkindlichen Entwicklung folgt eine Integration des Körperselbst in die Repräsentanz des Selbst. Frühe Traumata stören diese Integration; spätere, darauf aufpfropfende Traumata führen häufig zu Dissoziationen des Körperselbst. Der Körper kann wie ein Objekt verwendet werden. Der Zweck der Dissoziation ist die Lokalisierung der traumatischen Gewalt, die in das Selbst eindringt, in den abgespaltenen Körper, so dass das Gesamtselbst überlebt. Beispiele von Patientinnen und Patienten machen die Darstellung lebendig und überzeugend.

  • von Jochen Willerscheidt
    13,00 €

    Die Behandlung in der analytischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie ist von körpernahen Handlungsdialogen geprägt. In vielen Fallbeispielen reflektiert Jochen Willerscheidt das körperliche Geschehen zwischen Psychoanalytiker und Patient. Gelingt es dem Analytiker, der Analytikerin, diese Begegnungsmomente unmittelbar zu verstehen, können korrektive emotionale Erfahrungen das implizite Beziehungswissen der Kinder und der jugendlichen Patienten transformieren. Den praxeologischen Aspekten gehen kurze Einführungen zu relevanten theoretischen Konzepten voraus. Mit diesem Buch wird eine Lücke in der Fachliteratur zur Psychoanalyse mit Kinder- und Jugendlichen geschlossen.

  • von Gitta Binder-Klinsing
    13,00 €

    Supervisionen sind aus der Psychotherapie nicht mehr wegzudenken. Die regelmäßige Fallsupervision stellt einen bedeutsamen Baustein dar, der die Sicht auf die Patienten erweitert und zum wachsenden professionellen Können der Behandler beiträgt. Gitta Binder-Klinsing stellt die wichtigen Konzepte der Supervision, die Aufgaben des Supervisors und das komplexe Zusammenspiel von mindestens drei Personen - Patient, Therapeut und Supervisor - dar. Unterschiedliche Arbeitsstile der Supervisoren und die Entwicklungen neuerer professioneller Modelle werden fassbar und anhand von Fallbeispielen verdeutlicht.

  • von Hans-Peter Hartmann
    13,00 €

    Ist unser Zeitalter durch ein Übermaß an Selbstbezogenheit gekennzeichnet? Leben wir in einer Kultur mit narzisstischer Prägung? Hans-Peter Hartmann beleuchtet das Phänomen des Narzissmus in all seinen Facetten zwischen gesunder Selbstwertregulation über Persönlichkeitsakzentuierungen bis hin zu narzisstischen Persönlichkeitsstörungen. Der gesunde Narzissmus wird im Gegensatz zum pathologischen Narzissmus, der archaische im Kontrast zum reifen Narzissmus dargestellt. Dabei wird insbesondere deutlich, wie das jeweilige Verständnis des Narzissmus den therapeutischen Umgang mit narzisstischen Patienten und Patientinnen bestimmt.

  • von Jurgen Korner
    13,00 €

    Die Geschichte der psychodynamischen Methoden könnte auch als Geschichte ihrer Konzepte von der Übertragung und Gegenübertragung erzählt werden. Was hat sich gewandelt? Die Übertragung ist nicht mehr nur der Irrtum, mit dem der Patient frühe Beziehungserfahrungen wiederholt, sondern auch ein Versuch, den Therapeuten in die Lösung innerer Konflikte einzubeziehen und zu verwenden. Und die Gegenübertragung ist nicht mehr eine unvermeidliche Störung, sondern Ausdruck der Mitwirkung der Therapeutin in der psychotherapeutischen Beziehung. Auch Beziehungen des Alltags sind von Übertragungsphantasien geformt, diese aber halten wir unbewusst, damit wir nicht "aus dem Rahmen fallen". In der psychoanalytischen Situation hingegen können sich die Patienten frei machen von den im Alltag geforderten Einschränkungen des Erlebens und Wünschens. Der Patient kann die Chance ergreifen, seine im therapeutischen Prozess lebendig gewordenen Beziehungsphantasien in ein neues, erweitertes Selbst- und Beziehungskonzept zu integrieren. Das wäre ein Schritt ins Freie, vielleicht nach einer Phase der inneren Abhängigkeit vom psychodynamisch arbeitenden Psychotherapeuten.

  • von Franz Resch
    13,00 €

    Selbstverletzungen als Symptom einer Entwicklungsstörung des Selbst bei Jugendlichen haben in den letzten Jahren zunehmende Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Zweifellos gibt es Unterschiede zwischen den Körperinszenierungen der Jugend von heute zu früheren Jugendkulturen, vor allem was die Dynamik und Radikalität der Verdinglichung des eigenen Körpers angeht. Selbstverletzungen besitzen eine paradoxe Funktion der Selbstfürsorge. Sie reduzieren unerträgliche Spannungszustände, lassen drängende Suizidideen in den Hintergrund treten und unterbrechen die Angst vor Selbstverlust und ein Gefühl, "verrückt zu werden". Biographisch finden sich häufig kindliche Traumatisierungen bis hin zu sexuellen Missbrauchserlebnissen, die zumeist auf der Basis einer tiefgreifenden emotionalen Vernachlässigung in den frühen Beziehungen aufbauen. Die komplexe Psychodynamik des selbstverletzenden Verhaltens bei Jugendlichen wird anschaulich erklärt und mündet in praxisbezogene Therapieempfehlungen. Denn: Selbstverletzende Intentionen und Handlungen können heute erfolgreich behandelt werden.

  • von Helmwart Hierdeis
    13,00 €

    Der Bezug des Traums zum alltäglichen Erleben wurde schon früh erkannt. Dass Träume auf die psychische Verfassung des Träumenden verweisen, war die Entdeckung Sigmund Freuds. Die Psychoanalyse sieht im Traum ein »Fenster zum Unbewussten«, weil er wichtige Informationen über verdrängte Traumata und Konflikte liefern und zugleich mögliche Lösungen anbieten kann. Psychoanalytische Methoden tragen dazu bei, die eigenartige Sprache des Traums zu verstehen und damit Wege zum Selbstverständnis für alle Träumer, insbesondere aber für hilfesuchende zu öffnen. Von großer Bedeutung sind dabei auch die Erkenntnisse der modernen interdisziplinären Traumforschung.

  • von Peter Geißler
    13,00 €

    Nicht alles muss durch das Nadelöhr der Sprache. Nonverbale Ausdrucks- und Kommunikationselemente sind zwar oft von sprachlichen Prozessen begleitet, enthalten aber unabhängig davon Bedeutungen, die in den Affekten, Gesten und Körperbewegungen zum Ausdruck kommen. Die Analyse der körperlichen Interaktion ist ein Mittel, um Ängste, Verletzungen, tabuisierte Bedürfnisse und daraus resultierende Selbsteinschränkungen bewusst zu machen. Peter Geißler verfolgt das Ziel, die körperliche Dimension zwischen Patient und Therapeut psychoanalytisch zu erschließen. Er demonstriert den Einsatz aktiver Techniken auf dem Hintergrund der analytischen Reflexion von Übertragung und Gegenübertragung und unter Bezugnahme auf das implizite Beziehungswissen.

  • von Renate Schepker
    13,00 €

    Lange wurde vor allem von einheimischen Psychotherapeuten die Behandlung von Zuwandererkindern vermieden. Aktuell fällt es angesichts der Therapiebedarfe jugendlicher Flüchtlinge schwerer, sich zu entziehen. Unter Beachten von Kultursensibilität erscheinen viele Vorannahmen anachronistisch. Die diagnostischen Besonderheiten in Zuwandererethnizitäten sind geringer als allgemein angenommen: Somatisierungen sind nicht unbedingt häufiger, aber sie können Äquivalente für psychische Störungen darstellen. Enuresis kann häufiger vorkommen, elektiver Mutismus auf familiäres Leid hinweisen. Deutlich erhöht ist die Rate an Angst, Depression und vor allem posttraumatischen Störungen, unter denen Flüchtlinge leiden. Auch die zentrale Bedeutung von Scham- und Schuldkonflikten darf nicht unterschätzt werden; sie könnte eine erhöhte Suizidalität unter jungen Migrantinnen erklären. Insgesamt kann die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund durch das Betreten des "Dritten Raumes" der Interkulturalität eine bereichernde Erfahrung sein.

  • von Meinolf Peters
    13,00 €

    Im gegenwärtigen Altersdiskurs werden Selbstbestimmung und Freiheit im Alter besonders hervorgehoben. Eine einseitige Betonung der positiven Seiten geht aber mit einer Tabuisierung der belastenden Aspekte einher. Alte Menschen, die diesem neuen Ideal nicht zu entsprechen vermögen, droht Ausgrenzung. Das Alter ist aber nur in seiner dialektischen Doppelnatur zu fassen: Der Zunahme an Wissen und Freiheitsgraden stehen Verluste und Einbußen gegenüber - eine Ambivalenz, mit der jeder Einzelne einen Umgang finden muss.Eine kritisch inspirierte Psychoanalyse braucht deswegen jenseits verkürzter Bilder vom erfolgreichen Alter ein differenzierteres Leitbild, das die Werte dieses Lebensabschnitts zwar hervorhebt, aber auch die Schattenseiten nicht ausspart. Dieses Ziel verfolgt der Autor, in dem er die innere Bühne des Alters psychodynamisch ausleuchtet und beschreibt, wie im therapeutischen Prozess das verborgene Alter hervortreten und sich zu einem bewusst erlebten und reflektierten Alter wandeln kann. Meinolf Peters schöpft dabei aus einer breiten klinischen Erfahrung mit Fachkenntnis und Lebensklugheit.

  • von Ibrahim Özkan
    13,00 €

    Durch die gestiegenen Flüchtlingszahlen ist die Behandlung von Migranten und Geflüchteten in Deutschland zunehmend in das Blickfeld aller Akteure der psychotherapeutischen Versorgung gerückt. Maria Belz und Ibrahim Özkan bieten einen Einstieg in das Feld der transkulturellen Psychotherapie. Neben theoretischen Grundlagen und Hintergrundinformationen beschreiben sie auch Elemente der praktischen Arbeit wie beispielsweise das Einbeziehen von Dolmetschern. Dabei wird der Fokus auf eine Haltung gelegt, die den Umgang mit Fremdem und Fremden allgemein erleichtert und sich nicht Stereotypien bedient.

  • von Stephan Bender
    13,00 €

    Das Buch bietet einen Überblick über die Schematherapie und legt dar, wie sie nicht nur für die Arbeit mit Erwachsenen, sondern auch für Kinder und Jugendliche gewinnbringend eingesetzt werden kann. Schemata repräsentieren stabile Reaktions- und Verhaltensmuster, die im Lebenslauf erworben wurden und aktuell als Störelemente die Gestaltung der therapeutischen Beziehung erschweren können. Die Schematherapie fokussiert deshalb auf die therapeutische Beziehung und ihre Ausgestaltung. Das Buch richtet sich an tiefenpsychologisch fundiert arbeitende Therapeuten, die nach Möglichkeiten suchen, verhaltenstherapeutische Verfahren wissenschaftlich fundiert in ihre Therapien einzubeziehen.

  • von Christiane Ludwig-Körner
    13,00 €

    Ergebnisse der Säuglings- und Bindungsforschung belegen den großen Einfluss der frühen Kindheit auf die Entwicklung. Für Familien sind der Übergang zur Elternschaft und die ersten Lebensjahre des Kindes sehr sensible und krisenanfällige Phasen, so dass unterstützende Angebote hilfreich und oft notwendig sind. Das breite Spektrum im Bereich Früher Hilfen reicht von Prävention über Beratung, Krisenintervention bis zu Eltern-Säuglings-Kleinkind-Psychotherapie. Zahlreiche Beispiele illustrieren die vielfältigen Störungsbilder, die sich in der Beziehung zwischen Säugling/Kleinkind und Eltern entwickeln können, und stellen die verschiedenen psychoanalytischen Behandlungsmethoden vor. Die Beratung und Therapie von Eltern mit ihren Säuglingen und Kleinkindern trägt dazu bei, die vorhandenen kindlichen und elterlichen Kompetenzen zu nutzen und eine tragfähige Eltern-Kind-Beziehung aufzubauen. So kann verhindert werden, dass sich frühe Störungen verfestigen und die weitere Entwicklung beeinträchtigen.

  • von Cord Benecke
    13,00 €

    Nach wie vor existiert eine starke Konkurrenz der "Schulen" im Bereich der Psychotherapie, nicht nur in Bezug auf die Krankenversorgung, sondern auch auf das, was konzeptuell und therapeutisch für angemessen und effizient gehalten wird. In diesem Buch geht es um einen Vergleich zwischen den beiden auch international bedeutsamsten Richtungen, den Kognitiven Verhaltenstherapien und den Psychodynamischen Therapien. Zentrale Konzepte in beiden Therapieverfahren wie Vorstellungen zum Unbewussten, zu Beziehungsmustern, zum therapeutischen Vorgehen, aber auch zum Menschenbild werden historisch hergeleitet und miteinander in Beziehung gesetzt. Auch die Konsequenzen für die therapeutische Praxis werden benannt.

  • von Jurgen Korner
    13,00 €

    Die Verfahren der psychodynamischen Psychotherapie haben seit jeher ihre jeweils eigenen Interventionsmethoden entwickelt und gegeneinander abgegrenzt. Der Psychoanalytiker Jürgen Körner stellt hingegen die Vielfalt der psychodynamischen Interventionsmethoden verfahrensübergreifend dar. Die Entscheidung für eine erfolgversprechenden Methode sollte sich weniger an dem gewählten Setting (Sitzen oder Liegen, hohe oder niedrige Frequenz) orientieren, sondern davon abhängen, inwieweit der Patient von strukturellen Störungen geprägt ist, welche inneren Konflikte er zu bewältigen hat, über welche Mentalisierungskompetenzen er verfügt und welche Bindungsmuster er zu erkennen gibt.Das Buch erläutert anhand zahlreicher Beispiele, dass die Ziele psychodynamischer Psychotherapie, nämlich das Unbewusste bewusst zu machen, die subjektive Welt des Patienten zu erschließen und dabei die therapeutische Beziehung zu nutzen, in allen psychodynamischen Verfahren und Settings angestrebt werden können, allerdings in methodisch breit gefächerten Varianten je nach dem Struktur- und Entwicklungsniveau des Patienten.

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