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  • von Enrico Peroli
    78,00 €

    Dieses preisgekrönte Handbuch bietet eine systematische Gesamtdarstellung von Leben, Denken und Wirkungsgeschichte des Nikolaus von Kues. Die klare Gliederung des Bandes, eine umfangreiche Bibliographie und Register ermöglichen die Nutzung auch als Nachschlagewerk zu einzelnen Werken und Aspekten der cusanischen Philosophie.Nikolaus von Kues (1401-1464) wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts als eine der bedeutendsten intellektuellen Figuren des Übergangs vom Mittelalter zur Moderne wiederentdeckt und war der wichtigste Philosoph des 15. Jahrhunderts. Das Werk des Kardinals und Renaissancedenkers zählt zur Weltliteratur und stellt einen kaum zu überschätzenden Meilenstein in der europäischen Geistesgeschichte dar. Cusanus' neues Menschenbild, seine Kosmologie, die die kopernikanische Revolution vorwegnimmt, der zutiefst ökumenische Geist, der seine philosophischen und theologischen Spekulationen auszeichnet, sowie seine Auffassung von wissenschaftlicher und mathematischer Erkenntnis weisen weit über seine Zeit hinaus in die Moderne.Enrico Peroli rekonstruiert in umfassender Weise den historischen, politischen und kulturellen Kontext, in dem sich Cusanus' Denken entwickelt hat, und stellt seine Schriften sowie die wichtigsten philosophischen Themen übersichtlich dar. Der Autor erhielt für dieses Werk 2021 den »Giuseppe Alberigo Award« der European Academy of Religion.

  • von Yángmíng Wáng
    104,00 €

    Wáng Yángmíng (1472-1529) ist einer der wichtigsten Denker der chinesischen Kaiserzeit. Im Fokus seines Denkens steht das spontane Mitgefühl mit Mitmensch und Umwelt, in dem er den Grund für die Möglichkeit menschlicher Moral erkennt. Während er dieses moralische Gefühl mit einem Ausdruck des klassischen Philosophen Menzius als »echtes Wissen« (liáng zhi) bezeichnet, ist es ein anderer kanonischer Text, dem die Schlüsselrolle bei der Ausformulierung seiner Lehre zukommt: Das »Große Lernen«, eines der »Vier Bücher« des Konfuzianismus, schlägt einen Bogen von der Übung des Geistes zu moralischer Selbstsorge und herrschaftlicher Fürsorge.Dieser kurze Text stand schon im Zentrum des Bildungsprogramms des Zhu Xi, der daraus die Auffassung ableitete, im Studium müsse man sich ausführlich mit den Dingen (und Texten) befassen, um die darin aufscheinende Ordnung der Welt zu erkennen. Es ist gegen diese Auffassung, dass Wáng Yángmíng das »Große Lernen« als eine Anleitung zur Introspektion der eigenen moralischen Intuition deutet und von jedem Bezug auf die äußere Wirklichkeit löst. Der vorliegende Band versammelt späte Texte Wáng Yángmíngs. Im Mittelpunkt stehen seine »Fragen zum >Großen Lernen

  • von Burkhard Liebsch
    68,00 €

    Es steht außer Frage, dass keines der philosophischen Systeme in der Lage gewesen ist, uns »gegen den Schrecken der Geschichte zu verteidigen« (Mircea Eliade). Aber wie sollen wir unser Leben immer noch als geschichtliches begreifen, zumal wenn Geschichte weiterhin exzessiv gewaltförmig vonstattengeht und keinerlei Ausgleich für äußerste Ungerechtigkeit in Aussicht stellt? Bleibt jede(r) sich letztlich selbst überlassen?Dieses Buch unternimmt eine weit ausholende Bestandsaufnahme wichtiger geschichtskritischer Positionen, die seit 1945 vertreten worden sind; sowohl seitens derer, die >geschichts-philosophisches< Denken für weitgehend obsolet gehalten haben, als auch seitens ihrer Kritiker. Im Zentrum des Interesses steht nicht eine umfassende Historiografie geschichtstheoretischer Diskussionen, sondern die Frage, wie uns die nach 1945 vorgebrachte Geschichtskritik noch heute herausfordert. Denn die Diskussion darüber, inwiefern das Jahr 1945 eine tiefe Zäsur in der deutschen, europäischen und globalen Geschichte anzeigt, dauert an. Und angesichts einer Renaissance völkischer, antisemitischer, imperialistischer und rassistischer Ideologeme kann man kaum behaupten, sie sei bloß noch von >historischem< Interesse. Weiterhin bleiben wir Menschen rückhaltlos geschichtlicher Gewalt ausgesetzt. Was schützt uns gegen sie? Mit Beiträgen zu Adorno, Agamben, Alexijewitsch, Améry, Anders, Arendt, Auerbach, Badiou, Benjamin, Blumenberg, Cioran, Fackenheim, Foucault, Habermas, Hamburger, Heidegger, Jaspers, Kesting, Koselleck, Levinas, Löwith, Luhmann, Lyotard, Marcuse, Merleau-Ponty, Nancy, Patocka, Plessner, Popper, Ricoeur, Sartre, Susman, Susan Taubes, Toynbee, Voegelin, Weil und White.

  • von Cusa de Nicolai
    28,90 €

    Das Werk des Cusanus gilt als Synthese mittelalterlicher Weisheit und gedanklicher Grundlegung der großen Systeme der beginnenden Renaissance und der neueren Zeit. Dies zeigt sich insbesondere auch in dieser in drei Bücher gegliederten Abhandlung über die Sichtung des Korans von 1460/1461, die die theologische Auseinandersetzung und zugleich Verständigung mit dem Islam zum Thema hat. Die Ausgabe basiert auf der kritischen Erstedition von 1986.

  • von Aristoteles
    24,90 €

    Der sechste Band der »Philosophischen Schriften« enthält die aristotelische Physik und die Schrift »Über die Seele« (De anima). In der Physik wird die Empirie als Voraussetzung jeder Naturerfahrung sowie die Lehre von Ursache und Zweck als Begründer der Wissenschaft untersucht. Ebenso erläutert er die vier Kategorien Bewegung, Raum, Zeit und Kontinuität als Notwendigkeit menschlicher Erkenntnis des Naturgeschehens. Die Schrift De anima untersucht die Natur der Seele. Unter >Seele< ist dabei jedoch nicht das subjektive Zentrum unseres mentalen Lebens zu verstehen, sondern dasjenige Prinzip, dessen Vorhandensein lebendige von leblosen Körpern unterscheidet. Es umfasst alle Formen des Lebendigen, also pflanzliches, tierisches und menschliches Leben. Ziel der Schrift ist es, die Seele zu definieren, d.h. zu erklären, was es für diese Formen des Lebendigen jeweils heißt, lebendig zu sein. Diskutiert werden: der vegetative Selbsterhalt, Wahrnehmung, menschliches Denken sowie die Ortsbewegung der Lebewesen. De anima gehört zu den faszinierendsten, philosophisch lohnendsten, aber auch schwierigeren Schriften des Aristoteles.

  • von Aristoteles
    22,90 €

    Der vierte Band der Philosophischen Schriften enthält die deutsche Übersetzung der Politik. Die acht Bücher der Politik, in denen Aristoteles nach der bestmöglichen Staatsform sucht, welche die berechtigten Interessen des Einzelnen und der Gemeinschaft vereint, bilden noch heute eines der Fundamente für jede Reflexion auf die richtige Ordnung des Gemeinwesens.Anders als Platon, der in seiner Politeia einen utopischen Entwurf des gerechten Staates propagiert, sucht Aristoteles durch den Vergleich und die Bewertung der zu seiner Zeit bestehenden Staatsformen und anderen etablierten Archetypen des menschlichen Zusammenlebens in organisierten Gemeinschaften nach einer analytisch fundierten Begründung und Auswahl der bestmöglichen Polis. Ausgehend von der Bestimmung der Rechte und begründeten Wünsche des Einzelnen in der Gemeinschaft gelangt Aristoteles zu der These, dass der Mensch von Natur aus ein auf Gemeinschaft angelegtes Wesen ist, dessen Rechte und Pflichten gegenüber der Polis, also der Gemeinschaft aller, umgekehrt von der Polis, also der idealen Staatsform, auch ihm gegenüber zu gewährleisten seien. Die Bestimmung des wünschenswertesten Lebens aller Teilhaber an der Gemeinschaft ist somit für Aristoteles das Kriterium für die Entscheidung über die beste Form des Staates. Die analytische Erfassung der unterschiedlichen Formen staatlicher Organisation und seine Untersuchungen darüber, welche von ihnen die Beste sei, begründeten die Wissenschaft von der Politik.

  • von Aristoteles
    19,90 €

    Der zweite Band der Philosophischen Schriften enthält mit der Topik und den Sophistischen Widerlegungen zwei Texte, die dem sogenannten Organon, also den logischen und methodischen Schriften des Aristoteles, zugerechnet werden. Die Sophistischen Widerlegungen (De sophisticis elenchis) werden meist als neuntes Buch der Topik bezeichnet und sind dieser als Anhang beigegeben. In der Topik begründet Aristoteles einen Argumentationsschlüssel, in dem er Grundlagen und Regeln einer folgerichtigen Argumentation aufstellt. In den Sophistischen Widerlegungen geht es der äußeren Form nach um die Kritik an der Sophistik; die eigentliche Bedeutung der Abhandlung liegt aber in der Beibringung von Kriterien für die genaue Bestimmung und begründete Aussonderung logischer Fehler.

  • von Aristoteles
    24,90 €

    Der erste Band der »Philosophischen Schriften« enthält die Kategorien, die Einführung in die Kategorien (Isagoge) von Porphyrios, die Hermeneutik (De interpretatione), die Erste Analytik und die Zweite Analytik und damit, zusammen mit der Topik und den Sophistischen Widerlegungen (Band 2), die Grundkonzepte der Aristotelischen Logik und Wissenschaftstheorie. Kategorien, Hermeneutik und Isagoge bildeten bis ins 12. Jahrhundert den kanonischen Bestand der später so genannten Logica vetus. In diesem begründet Aristoteles eine neue Logik und Metaphysik, die auf seiner Kategorienlehre basieren, und bricht dadurch mit der vorherrschenden Ideenlehre seines Lehrers Platon. Für Aristoteles wird die Frage nach dem Sein der Dinge durch die Reflexion auf die Sprache und nicht unter dem Platonischen Aspekt der Teilhabe an den objektiven Ideen gestellt. Dieses Konzept erweitert Aristoteles in der Hermeneutik, wo er die Systematik der Sätze erläutert. Die Erste Analytik gilt als Gründungstext der Logik als Wissenschaft, da in ihr deren Grundbausteine sowie die Struktur des analytischen Denkens konzipiert werden. Die Zweite Analytik legt eine Theorie des Wissens dar, in der Aristoteles argumentiert, dass die Sinneswahrnehmung dem Entstehen von Wissen vorausgeht.

  • von Jörg Peters
    59,90 €

    Dieses Set bündelt die erste vier Titel der Reihe »Methoden im Philosophie- und Ethikunterricht« und ihre ganze Vielfalt an präsentativen und diskursiven Methoden für die Praxis des modernen Philosophie- und Ethikunterrichts. Jeder Band widmet sich einem spezifischen Themenschwerpunkt und bereitet diesen kompendial auf. So erhalten Lehrer:innen einen Überblick über die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten von Filmen, die Vielfältigkeit von Gedankenexperimenten und Dilemmata sowie über die Themenkreise von Comics zu relevanten Fragestellungen im Philosophie- und Ethikunterricht. Band 1: Philosophieren mit Filmen im UnterrichtBand 2: Philosophieren mit GedankenexperimentenBand 3: Philosophieren mit DilemmataBand 4: Philosophieren mit Comics und Graphic Novels.

  • von Alois Riehl
    89,00 €

    Mit der Neuedition von Alois Riehls dreibändigem Werk »Der Philosophische Kritizismus und seine Bedeutung für die positive Wissenschaft« wird ein seit fast 100 Jahren vergriffener, philosophiegeschichtlich bedeutender Text wieder zugänglich gemacht. Im ersten Band (1876) rekonstruiert Riehl die Geschichte des Kritizismus und stellt seinen eigenen kritischen Realismus in die Reihe von Denkern wie Locke, Hume und Kant, aber auch Wolff, Lambert und Tetens.Um die Jahrhundertwende gehörte Riehl zu den bestvernetzten deutschsprachigen Forscherinnen und Forschern - sein Einfluss reichte aber auch darüber hinaus, u. a. bis nach England, den USA, Russland und Japan. Er war Herausgeber der einflussreichen »Vierteljahresschrift für wissenschaftliche Philosophie«, richtete mit Hilfe Wilhelm Wundts in Halle eines der ersten psychologischen Laboratorien Deutschlands ein und hat maßgeblich dazu beigetragen, den Begriff »Wissenschaftsphilosophie« in seiner bis heute gebräuchlichen Verwendung zu etablieren.In Band 1 entwirft Riehl eine Geschichte des Kritizismus und positioniert seinen eigenen philosophischen Ansatz darin. Wichtigster Bezugspunkt ist Kants »Kritik der reinen Vernunft«, deren empiristische Quellen und systematische Lehrstücke er rekonstruiert. Der erste Band ist also als ein Buch über Kant und seine Vorgeschichte zu lesen und gleichzeitig als systematische Auseinandersetzung mit kritischer Philosophie. Dadurch nimmt das Buch in der Geschichte der Philosophie und Wissenschaften eine einzigartige Stellung ein und stellt immer noch einen höchst aktuellen Versuch einer »Integrated History and Philosophy of Science« dar.

  • von Andreas Arndt
    26,90 €

    Der junge Karl Marx hatte 1843 kritisiert, Hegel interessiere sich nur für die Sache der Logik, jedoch nicht für die Logik der Sache. Was aber ist eigentlich die Sache der »Wissenschaft der Logik«? Und wie verhält sie sich zur Logik der Sache in der Realität der Natur und des Geistes? Die in dem Band versammelten Beiträge machen deutlich, dass Hegel die Logik der Sache keineswegs, wie Marx meinte, der Sache der Logik aufgeopfert hat. Vielmehr hat er in der »Wissenschaft der Logik« selbst begründet, weshalb die logischen Bestimmungen in der Realität nur gebrochen erscheinen und diese Realität daher auch nicht aus der Logik ableitbar ist. Das Verhältnis von Logik einerseits und Realphilosophie andererseits, von Begriff und Realität ist daher durch eine konstitutive Differenz geprägt. Die Beiträge beleuchten diese Differenz sowohl aus der Perspektive der Logik als auch aus der der Realphilosophie. Sie zeigen, wie diese Differenz in die Logik eingeschrieben ist und welche spezifischen Vermittlungsformen sich daraus im Blick auf die Naturphilosophie, die Theorien des subjektiven und objektiven Geistes und das Verhältnis des objektiven Geistes zum absoluten Geist ergeben.

  • von Rudolf Eucken
    78,00 €

    Die »Philosophische Terminologie« (1876) des späteren Nobelpreisträgers Rudolf Eucken gilt bis heute zu Recht als Gründungsdokument der Begriffsgeschichte, insbesondere der philosophischen. Und doch wurde der Text seit seinem ersten Erscheinen nie neu aufgelegt, sondern erschien nur als Reprint. Die Gründe dafür sind vielfältig und, was die Genese der Begriffsgeschichte als Forschungsprogramm und Methode betrifft, höchst aufschlussreich.Eucken unternimmt hier als Erster eine Gesamtdarstellung der Entwicklung der philosophischen Fachterminologie von der Antike bis in seine Zeit. Ein besonderes Kapitel ist der deutschen Terminologie gewidmet.Für die vorliegende Ausgabe wurden sämtliche terminologischen Herleitungen von auf die jeweilige Epoche bzw. Sprache spezialisierten Fachgelehrten kritisch durchgesehen und kommentiert. Die Ausgabe ist mit einer Einleitung und Begriffs- und Personenregistern versehen. Zusätzlich wird die Transkription eines in Jena archivierten Korrekturexemplars von Euckens Hand mit zahlreichen Ergänzungen zur Erstausgabe präsentiert. Mit der Neuausgabe wird Euckens für die philosophische Theorie wie philologisch-historiographische Praxis der Begriffsgeschichte bahnbrechendes, in Anspruch und Duktus weit ausgreifendes Werk für die heutige begriffsgeschichtliche Arbeit neu erschlossen.

  • von Stefanie Buchenau
    58,00 €

    Stefanie Buchenau befasst sich in diesem Buch mit den historischen Wurzeln des Begriffs Menschenwürde. Indem sie diesen erstmals als einen Leitbegriff Kants und der Aufklärung deutet, werden die Voraussetzungen geschaffen, um die Sprache der Aufklärung überhaupt wieder zu verstehen und zu diskutieren. In diesem Sinne trägt ihre Untersuchung auch zur Klärung aktueller gesellschaftlicher Fragen und Debatten bei.Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass Kant unser heutiges Verständnis von Menschenwürde nachhaltig geprägt hat. Nur ist dieser Begriff bisher ausschließlich in seiner praktischen Dimension erfasst worden, und man hat vor allem Kants Widerstand gegen die Anthropologie der Aufklärung hervorgehoben. In diesem Buch werden die gängigen Perspektiven nun umgekehrt. Der leitende Gedanke ist, dass Kants Begriff von Menschenwürde durchaus eine anthropologische Dimension im weiteren Sinne besitzt, insofern er sich auf eine Bestimmung, eine Perfektibilität und einen Titel aller Menschen und vernünftigen Weltbürger bezieht. Seinen anthropologischen Begriff von Würde entwickelt Kant in einer intensiven Debatte mit seinen aufklärerischen Zeitgenossen Mendelssohn, Herder, Garve, Schiller, Blumenbach und Forster. Er liegt sowohl seiner praktischen als auch seiner kritischen Philosophie allgemein zugrunde, die Kant in einer berühmten Reflexion als eine »transzendentale Anthropologie« bezeichnet. Der hier versuchte anthropologische Zugriff auf Kant erfordert zwar eine radikale Umdeutung, eröffnet aber auch ganz neue Einsichten. Er erlaubt es, Kants Thesen in ihrer Genese und in ihrem Kontext zu lesen und sie philosophiehistorisch einzuordnen.

  • von Gregory Fuller
    29,90 €

    Mit »Ästhetik in Krisenzeiten« legt Gregory Fuller eine der im deutschen Sprachraum grundlegendsten Bestandsaufnahmen der Gegenwartsästhetik vor. Die beiden Leitfragen lauten: Was kann die Ästhetik heute, in Zeiten der umfassenden ökologischen Krise, leisten? Welchen zukünftigen Weg könnte eine zeitgemäße Ästhetik beschreiten? Der Autor nimmt Abschied von veralteten ästhetischen Begriffen wie Schein, Mimesis, dem Werkbegriff und von Wahrheitstheorien aller Art sowie von der durch Hume und Kant begründeten Urteilsästhetik. In gut kantischer Manier unterzieht Fuller alles einer Prüfung, auch etwa die empirische Ästhetik und den Schönheitsbegriff. Ins Zentrum seiner Theorie rückt er stattdessen die subjektive ästhetische Erfahrung, d.h. die Rezeptionsästhetik. In drei materialreichen Kapiteln fragt er anschließend nach den heutigen Bedingungen von ästhetischer Alltags-, Natur- und Kunsterfahrung.Um zu einer Neuausrichtung der gegenwärtigen und zukünftigen Ästhetik zu gelangen, bezieht Fuller auch außerästhetische Theorien wie etwa die Choice Theory, die Material Culture Studies und Emotionstheorien in seine Überlegungen mit ein. Es gilt, der Subjektivität ästhetischer Erfahrungen jeden Freiraum zuzugestehen und den Blick zu schärfen für das heute drängendste ästhetische Problem: die Gewinnung eines neuen Naturverhältnisses im Angesicht der ökologischen Weltvernichtung. Darüber hinaus ist es Fuller ein Anliegen, das ästhetische Spektrum geografisch-kulturell für die im Entstehen begriffene, in seinem Buch mehrfach diskutierte und angewandte Globalästhetik zu öffnen.

  • von Thomas Hobbes
    68,00 €

    Während des englischen Bürgerkrieges fand 1645 im Pariser Exil eine zunächst höflich, dann gereizt und zuletzt erbittert geführte Kontroverse zwischen Thomas Hobbes und dem anglikanischen Bischof John Bramhall über Willensfreiheit statt. Dahinter standen zwei völlig unterschiedliche Weltmodelle und konträre Auffassungen über Materialismus, Ursache und Wirkung, Freiheit sowie das, was man eigentlich unter einem »Willen« zu verstehen habe.Hobbes' fundamentale Attacken auf den »liberum arbitrium«, der seit Augustinus als undiskutierbare Voraussetzung für persönliche Verantwortung und moralische Zurechnung gesehen wurde, trafen bei seinen Gegnern auf nachdrücklichen Widerspruch. Sein neuartiges Freiheitsverständnis, wonach Freiheit darin bestehe, ungehindert handeln zu können, reichte über die jahrhundertelang geführte theologische Willensfreiheitsdebatte weit hinaus und beantwortete die Frage nach dem freien Willen schlicht negativ. Der Vorwurf, er würde damit nicht nur die Religion zerstören, sondern auch das Fundament jeder Gesellschaft untergraben, traf in ähnlicher Form später auch Spinoza.Die Diskussion zwischen Hobbes und Bramhall dokumentiert nicht nur beispielhaft die philosophischen Umbrüche, die der Aufstieg der Naturwissenschaften in der Frühen Neuzeit mit sich brachte, sondern bildet auch den Anfang der modernen Debatte über Willensfreiheit. Viele heute noch diskutierte Aspekte der komplizierten Problematik finden sich bereits hier.Die Ausgabe enthält Hobbes' Werke »On Liberty and Necessity« sowie (auszugsweise) »The Questions Concerning Liberty, Necessity, and Chance« mit den Kommentaren von John Bramhall. Mit einer Einleitung und Anmerkungen des Herausgebers, einem Register und einem Verzeichnis der angeführten Bibelstellen.

  • von Emil Angehrn
    19,90 €

    Die Zeit gehört einem nicht nur selbst, sondern ihre Qualität und Gestalt hängen auch von der Umgebung und vom Handeln anderer ab. »Ihr habt uns unsere Zukunft gestohlen« lautet etwa der Protest der Klimajugend. Inwiefern die Zeit nur unzulänglich begriffen wird, wenn nicht auch die Zeit des Anderen miteinbezogen wird, untersucht Emil Angehrn in seinem luziden Essay.Angehrn geht es in seinem Buch darum, das Rätsel und den Sinn der eigentümlichen, nicht selbstverständlichen Figur der Zeit des Anderen aufzuhellen. Dafür sucht er drei unterschiedliche Verhältnisbestimmungen sowohl für sich wie in ihrer wechselseitigen Verflechtung aufzuklären: zum einen das Verhältnis zwischen der Zeit des Selbst und der Zeit des Anderen, zum anderen die Polarität zwischen positiven und negativen Formen und Wertungen des Zeiterlebens und schließlich die interne Differenzierung der Zeit nach den Dimensionen des Vergangenen, des Gegenwärtigen und des Zukünftigen. Die Überlagerung dieser drei Raster resultiert in einem komplexen Geflecht, in dem die Zeitlichkeit der Existenz unter vielfältigen Aspekten hervortritt. Absicht und Herausforderung seiner Untersuchung ist eine Verständigung über das Wesen und die existentielle Bedeutung der Zeit im menschlichen Leben.Wenn von »gestohlener Zukunft«, »geschenkter Zeit« oder »Verstrickung in eine Familienvergangenheit« die Rede ist, wird deutlich, dass sich die Polarität zwischen der eigenen Zeit und der Zeit des Anderen und die affektive Ambivalenz im Erleben der - aufbauenden und zerstörenden, rettenden und bedrohenden - Zeit in vielfältiger Weise überlagern.

  • von Ulrich Steinvorth
    29,90 €

    Was ist eine Demokratie, und wann ist sie liberal? Ist Politik legitim, wenn sie der Volkssouveränität oder wenn sie den Menschenrechten entspricht? Was kann und was sollte man von der Politik erwarten, was ist überhaupt Politik? Ulrich Steinvorth sucht in diesem Buch neue Antworten auf diese in der gegenwärtigen politischen Lage brandaktuellen Fragen. Ausgehend von Aldous Huxleys Fabel »Brave New World«, die eine Gesellschaft beschreibt, in der eine Minderheit mit technischen Mitteln die Mehrheit so manipuliert, dass sie ihre Unterdrückung als Beglückung empfindet und selbst Menschenrechtsverletzungen hinnimmt, wirft Steinvorth die oft gestellte Grundsatzfrage auf, was überhaupt Politik oder das Politische ist. Er unterscheidet das (am Gesellschaftsvertrag und an Nutzenmaximierung orientierte) ökonomische vom (nicht an Nutzenmaximierung orientierten) politischen Modell als den beiden wichtigsten Theorieansätzen in der politischen Theorie und kritisiert das ökonomische Modell in seiner vermutlich stärksten Form, nämlich in der, die John Rawls ihm gegeben hat. Rawls verlangt von der Politik den Schutz der Selbstachtung aller, den nur eigengesetzliche Subgesellschaften geben können, wie Locke den Schutz der eigengesetzlichen Familie und Wirtschaft. Den Schutz eigengesetzlicher Gesellschaftssphären finden wir als Ziel der Politik auch bei Hegel und, in ausbaufähiger und auf gegebene politische Aufgaben anwendbarer Form, bei Max Weber. Dessen Wertsphären macht Steinvorths Buch, mit Anleihen bei so verschiedenen Autoren wie Aristoteles und Csikszentmihalyi, zur Grundlage seiner politischen Theorie.

  • von Pirmin Stekeler-Weithofer
    42,00 €

    Das geistige Leben des Menschen erschöpft sich nicht in der Vielzahl seiner besonderen Erscheinungen. Vielmehr sind diese von philosophischer Reflexion als Variationen einer einzigen Humanität explizit zu machen. Philosophisches Denken ist daher das Projekt, die allgemeinen Formen des Geistes und damit besonders unseres Wissens und Könnens zu artikulieren, um selbstbewusste Orientierung in der Wirklichkeit zu ermöglichen.Anliegen dieses Bandes ist es, Pirmin Stekeler-Weithofers Beitrag zu diesem Projekt in seiner ganzen Breite sichtbar werden zu lassen. Dazu werden seine wichtigsten Aufsätze erstmals in ihrem systematischen Zusammenhang präsentiert. Die Aufsätze des ersten Kapitels (»Wissen und Wirklichkeit«) zeigen, wie der Zugang zur Wirklichkeit, in der wir Menschen handeln, grundlegend durch gemeinsames Wissen geformt ist. Das zweite Kapitel (»Sprache und Sprechhandlung«) befasst sich mit der sprachlichen Verfasstheit dieses Wissens und seiner Einbindung in eine kommunikative, institutionell organisierte Praxis. In ihrer gemeinsamen Tätigkeit begegnen sich die Menschen immer schon als Personen (Drittes Kapitel: »Psychologie der Person«), denen nicht nur eine näher zu bestimmende Würde zukommt, sondern von denen auch die verantwortliche Übernahme sozialer Rollen erwartet wird. Im vierten Kapitel (»Recht als Lebensform«) geht es um den institutionellen Rahmen für Würde, Recht und Pflicht voller Personen, während das fünfte (»Kunst und Religion«) den kulturellen Praktiken gewidmet ist, in denen die Menschen frei auf ihre gemeinsame Lebensform reflektieren.

  • von Murat Ates
    29,90 €

    Um der philosophisch schwierig zu erfassenden Traumerfahrung gerecht zu werden, wählt der Autor eine phänomenologische Herangehensweise. Zunächst beschäftigt er sich mit der Verdammung des Traums in der Philosophiegeschichte, nämlich mit jener bereits im Mythos vollzogenen, in der Antike dann verfestigten und mit der Neuzeit endgültig sich durchsetzenden Trennung zwischen Traum und Realität. Der Traum wurde zum Dubiosen und Irrationalen par excellence, das die Grenzen der vernünftigen Wirklichkeit zu demarkieren hatte. Die daran anschließende Würdigung, aber auch Kritik an psychoanalytischen Versuchen einer Rehabilitation des Traums führt schließlich zu der Frage, wie demgegenüber eine phänomengerechte Annäherung verfahren könnte. Ates untersucht in seiner "Phänomenologie des Traums", wie die oneirische Erfahrung überhaupt möglich sein kann, welche Vermögen gegeben sein müssen, damit die Träume sich ungeachtet der Diskontinuitäten in der (Selbst-)Wahrnehmung, ungeachtet der teils bizarren und radikalen Metamorphosen dennoch in einer Art naivem Realismus ereignen können.

  • von Martin Beck
    78,00 €

    Der iconic turn verstand sich weitgehend als Antithese zu einer bildervergessenen philosophischen Tradition. Diese Studie widerspricht einer solchen Sicht, indem sie Epistemologien des Bildlichen bei Kant und Hegel rekonstruiert: Kants Theorie der geometrischen Konstruktion verknüpft - im Sinne einer operativen Bildepisteme - das Operieren mit flächigen Diagrammen und die leibliche Orientierung im Raum. Hegels Theorie der Malerei denkt - im Sinne einer performativen Bildepisteme - das expressive Potenzial des menschlichen Körpers mit der Lebendigkeit bildlicher Darstellungen zusammen. Die Studie verbindet die Frage nach systematischen Grundlagen der Bildepistemologie in Ästhetik, Relationenlogik und Leiblichkeitsdenken mit jüngeren Debatten zu Kant und Hegel, die einer strikt logozentrischen Lesart dieser Denker widersprechen.

  • von Karl Christian Friedrich Krause
    78,00 €

    »Das Urbild der Menschheit« (1811, 1819, 1851) ist der Schlüssel zur Philosophie K. Chr. Fr. Krauses. Im »Urbild« entwickelt Krause die Grundlagen seiner kosmopolitisch und ökologisch verantworteten Sozial-, Gesellschafts- und Geschichtsphilosophie, welche die Menschheit panentheistisch im Zentrum des Absoluten als Synthese von Geist und Natur verortet und die Verwirklichung eines globalen »Menschheitbundes« als ihre historische Aufgabe versteht.Der von der Menschheit zu verwirklichende »Menschheitbund« ist als das auf Freiheit basierende organische und harmonische Ganze aller gesellschaftlichen Institutionen aller Gesellschaftsebenen zu verstehen, deren jeweiliger Bündnischarakter nicht nur in der gesellschaftlichen Verwirklichung von Tugend, Recht, Schönheit und Gottinnigkeit besteht, sondern auch in der gesellschaftlichen Förderung von Wissenschaft, Kunst sowie der Erziehung der Menschheit zum Guten hin. Da Krause einer der Vorreiter der Gleichberechtigung aller Menschen unabhängig von Geschlecht, Stand oder Herkunft gewesen ist, u. a. explizit für Natur- und Tierrechte eintrat und die Idee des »Menschheitbundes« im spanischen Krausismo epochemachend gewesen ist, kann das »Urbild der Menschheit« als ein weithin unbekannter Klassiker der Philosophiegeschichte verstanden werden, der auch heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat.

  • von Matthias Perkams
    128,00 €

    Mit diesem Werk liegt eine neuartige umfassende Gesamtdarstellung zur antiken Philosophie vor. Ausgehend von der Frage »Was ist Philosophie in der Antike?« werden die Definitionen und Einteilungen der Philosophie aus dieser Epoche sowohl in ihren theoretischen Hintergrund als auch in die historische Entwicklung des antiken Philosophierens eingebettet. Erstmals wird neben den bekannten antiken Philosophen auch die Fortführung der Diskussion in Judentum, Christentum, den verschiedenen Fachwissenschaften und den orientalischen Sprachen als Teil der antiken Philosophiegeschichte dargestellt. So entfaltet sich ein breites Panorama des antiken Philosophierens in seiner theoretischen wie seiner sozialen Dimension, in dem die Rolle der Philosophie im Bildungssystem ebenso berücksichtigt ist wie ihr Verhältnis zu Politik, Religion, Rhetorik und den verschiedenen Wissenschaften.Die Darstellung gliedert sich nach sechs Hauptepochen antiken Philosophierens: 1) Vorsokratische Philosophie, 2) Klassische Epoche: u.a. Sokrates und Platon, Isokrates, Aristoteles, 3) Hellenismus, 4) Kaiserzeit, 5) Spätantike, 6) Schwelle zum Mittelalter, wobei erstmals ausführlich herausgearbeitet wird, dass die ausgehende Antike im 6. Jhdt. als eigene Epoche der Philosophie zu sehen ist. Historisch-systematische Kurzdarstellungen behandeln die einzelnen Philosophen, philosophischen Richtungen und Schulen sowie weitere Autoren, welche sich zur Philosophie äußern oder für sich beanspruchen, ein(e) philosophos zu sein oder philosophia zu praktizieren. Diese Einträge berichten über Biographie und Werk im Kontext der Epoche und fassen die jeweiligen philosophischen Theorien der Autoren oder Gruppen zusammen. Ihre gleichmäßige Gliederung erleichtert die Nutzung als Nachschlagewerk.

  • von Oliver Hallich
    22,90 €

    Anders-handeln-Können ist eine zentrale Kategorie in der Willensfreiheitsdebatte. Im Allgemeinen gehen wir davon aus, dass Freiheit ein Anders-handeln-Können und Verantwortlichkeit Freiheit, also ebenfalls die Möglichkeit, anders handeln zu können, voraussetzt. In diesem Buch wird gezeigt, dass und wie eine genaue Untersuchung der Verwendungsweisen von Ausdrücken wie »Sie hätte anders handeln können« zur Lösung der unter der Rubrik »Willensfreiheitsproblematik« diskutierten Probleme beitragen kann. Aus einer Analyse der in der Literatur meist übersehenen Differenz zwischen indikativischen (»Sie konnte anders handeln«) und konjunktivischen (»Sie hätte anders handeln können«) Redeweisen über das Anders-handeln-Können werden verschiedene Weisen des Anders-handeln-Könnens abgeleitet und es wird gezeigt, wie sich Fragen wie »Konnte sie anders handeln?« beantworten lassen. Es zeigt sich, dass wir bei der Diskussion des Problems von Willensfreiheit und Verantwortlichkeit besser damit beraten sind, statt über Freiheit über Anders-handeln-Können, Fähigkeiten und die Zumutbarkeit von Willensbildungen zu sprechen.Der Text richtet sich an alle an der Willensfreiheitsdebatte interessierten ExpertInnen und Laien, insbesondere an die an einer sprachanalytischen Diskussion dieses Problems Interessierten.

  • von Christian Wohlers & Rene Descartes
    148,00 €

  • von Johann Gottfried Herder
    68,00 €

    Johann Gottfried Herder hat 1799, achtzehn Jahre nach dem Erscheinen der »Kritik der reinen Vernunft«, eine umfangreiche und scharfe Kritik von Kants theoretischem Hauptwerk verfasst. Sie stellt zugleich eine reiche Stellungnahme zu seinem eigenen Denken dar und weist ihn als eigenständigen Metaphysiker und Erkenntnistheoretiker aus. Herder, der zeit seines Lebens Kant als Lehrer rühmte, stand dessen »kopernikanischer Wende« mit tiefer Skepsis gegenüber. Er sah im vorkritischen Kant den besseren Philosophen und lehnte Kants kritische Transzendentalphilosophie mit ihrer geltungstheoretischen Bevorzugung des Subjekts ab. In vielem geht Herder aber über Kant hinaus und erscheint heute überraschend modern, so in der Verknüpfung von Erkenntnis- und Sprachtheorie, des geschichtlichen und interkulturellen Denkens mit metaphysischem, wertuniversalistischem Denken und in der Kritik der mechanistischen Naturwissenschaft und subjektzentrischen Philosophie der Neuzeit. Wenige haben eine so entschlossene und scharfe Analyse von Kants Theoremen durchgeführt wie er.Herders »Metakritik« erntete in ihrer Zeit nur wenig Aufmerksamkeit und eher verständnislose Kritik, für die Ausgestaltung der Systeme des deutschen Idealismus und die Philosophiegeschichte des 19. wie 20. Jahrhunderts blieb sie weitgehend folgenlos. Mehr als andere bedeutende Denker der Geistesgeschichte leidet das Bild Herders bis heute unter zahlreichen Stereotypen. Sein Werk erfreut sich inzwischen aber einer zunehmenden Aufmerksamkeit. Er wird nicht mehr »nur« als Geschichts-, Sprach- oder Kulturphilosoph wahrgenommen, sondern auch als bedeutender Erkenntnistheoretiker und Metaphysiker.

  • von Arthur Schopenhauer
    128,00 €

    Vollständig neu erarbeitete Studienausgabe von Schopenhauers Berliner Vorlesungen über »Die gesamte Philosophie«. Die Vorlesungsmanuskripte bieten eine vielfach erweiterte Variante seines Hauptwerks »Die Welt als Wille und Vorstellung« und gestatten durch ihre didaktisch verbesserte Darstellung einen erleichterten Einstieg in sein Werk.Schopenhauers Philosophie lässt sich als eine Morphologie von Erkenntnisformen lesen: In jedem der vier Teile der »Vorlesung über Die gesamte Philosophie« bzw. der vier Bücher der »Welt als Wille und Vorstellung« nimmt eine spezifische Erkenntnisform eine zentrale Funktion zur Charakterisierung der jeweils präsentierten Perspektive ein. Diese Erkenntnisformen sind dabei mit unterschiedlichen Bereichen wie der (Natur-)Wissenschaft (Bd. 1: korrelative Form der Erkenntnis), der Metaphysik (Bd. 2: analogische Form), der Kunst (Bd. 3: kontemplative Form) und der Moral (Bd. 4: Mitleid als Erkenntnisform) verknüpft.Für das Verständnis der Philosophie Schopenhauers - auch ihrer Genese - sind die Manuskripte zu den Vorlesungen vom Sommer 1820 nicht zu unterschätzen. Sie lehnen sich zwar inhaltlich und strukturell eng an »Die Welt als Wille und Vorstellung« an, aber Schopenhauer formuliert zahlreiche Zusätze und Appendices, die das Vorlesungsmanuskript gegenüber der »Welt als Wille und Vorstellung« entscheidend erweitern.Für die Neuausgabe seiner Vorlesungen wurden die Manuskripte ganz neu transkribiert. Bezogen auf den letzten Überarbeitungsstand Schopenhauers liegt damit erstmals ein vollständiger Text vor, der hier lesefreundlich präsentiert wird.

  • von Luigi Pareyson
    74,00 €

    Luigi Pareyson gehört zu den Begründern der modernen philosophischen Hermeneutik. Diese Ausgabe eröffnet erstmals in deutscher Übersetzung den Zugang zu seinem 1971 erschienenen Hauptwerk zur Philosophie der Interpretation, an dem er seit den 1940er Jahren intensiv arbeitete. Seine Kritik an allen wichtigen Strömungen des 20. Jahrhunderts (Existenzialismus, Marxismus, Psychoanalyse, Neopositivismus, Pragmatismus, Ideologie- wie Entmythologisierung, Traditionalismus) erweist sich immer noch als höchst aktuell. Alternativ zum heute dominierenden historistischen, pragmatistischen oder technikfixierten Denken besteht für ihn die Aufgabe der Philosophie darin, das Denken in seiner ursprünglich ontologischen Dimension zu fundieren und somit den Wahrheitsbegriff wieder ins Zentrum zu stellen. Dabei geht es nicht primär um ein analytisches Verständnis der Wahrheit, das diese lediglich auf der Ebene des Propositionalen gelten lässt, sondern um die Wahrheit als unerschöpfliche Offenbarkeit des Seins, die die Freiheit des Interpreten fördert und einfordert. Diese Spannung zwischen Wahrheit und Interpretation motiviert Pareysons Plädoyer für eine pluralistische, aber nicht relativistische Konzeption der Wahrheit, die im geschichtlichen Ereignischarakter des Seins begründet ist und aufgrund seiner Einzigartigkeit und unendlichen Fruchtbarkeit sich nur in einer Vielzahl von Zugängen und Perspektiven erschließt.

  • von Marco Tamborini
    24,90 €

    Dieser Band beschäftigt sich mit der Biologisierung der Technik und der Technisierung der Biologie, wie sie heute in Robotik, Architektur und Materialdesign zum Tragen kommt, aber auch in der Weise, wie technisches Wissen über Natur produziert und zur Geltung gebracht wird. Ob Flugzeugdesign, klimaangepasste Architektur oder der Einsatz von Robotern im Körperinneren: Die Grenzen zwischen Biologie und Technik verschwimmen zusehends. Wissensproduktion, Produktdesign und Produktherstellung haben dabei ihren Ausgangspunkt in morphologischen Konzepten und Praktiken, die auf eine sehr lange Geschichte der Formerforschung zurückblicken. Marco Tamborini erzählt von der Zirkulation morphologischen Wissens zwischen Biologie, Ingenieurwissenschaft und Architektur seit dem frühen 20. Jahrhundert, untersucht aber auch die damit verbundenen philosophischen Fragen: Was ist Natur, was ist Technik? Worin besteht der Unterschied zwischen Lebendigem und Maschinen? Wie wird technisches Wissen über Natur erzeugt und welchen Einfluss haben dabei soziale und ökonomische Faktoren? Anhand einiger Fallstudien dieser Entgrenzung von Technik und Biologie wird gezeigt, wie die Zirkulation von Wissen mit seiner Produktion verknüpft ist und welche Ursachen und Folgen die Überschreitung der disziplinären und methodischen Grenzen zwischen Biologie und Technik hatte und hat. Der Zugang über das »Rätsel der Form« erweist sich dabei als sinnvoller methodischer Ansatz, mit dessen Hilfe die klassische Wissenschaftsgeschichte um die Untersuchung der Zirkulationsdynamik von Wissen erweitert werden kann.

  • von Pirmin Stekeler
    98,00 €

    Die Darstellung von Hegels Philosophie kann man nicht ohne die Realphilosophie der Natur und des Geistes in seiner »Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften« sinnvoll abschließen. Hier werden die allgemeinen Formen skizziert, die für die Entwicklung eines geistigen Lebens auf der Grundlage der Gegebenheiten der natürlichen Welt notwendig sind.Das geschieht, wie Stekelers Kommentar zu Hegels angeblichem >System der Philosophie< zeigt, in einer begrifflichen Differenzierung grundsätzlicher Themen, Gegenstandsbereiche und Darstellungsformen der theoretischen Wissenschaften der Natur und des Geistes. Dennoch gelten Hegels Natur- und Geistesphilosophie samt seiner Kritik an einer bloß >wissenschaftlichen< Aufklärung und seiner Verteidigung der kulturellen Leistungen des Christentums für überholt. Man hält es sogar für eine Schande, wenn Hegel scheinbar vernünftige Erklärungen als formellen Unfug ablehnt.Stekelers Buch räumt daher mit einer ganzen Reihe an Vorurteilen auf. Besonders unbekannt sind die zukunftsweisenden Beiträge zu den Themen Evolution und Geschichte, zum Fortschritt des Wissens und unserer Kriterien vernünftigen Urteilens, zur Kritik an einer bloß erst selbstgerechten Moralität und schließlich zur Reform gymnasialer und universitärer Bildung, nicht zuletzt durch eine verbesserte Ausbildung in Mathematik und Naturwissenschaften.Wie die bisherigen Kommentare enthält auch dieses Buch den vollständigen Hegel'schen Text, hier der Paragraphen §§ 245-577 der »Enzyklopädie«.

  • von Giambattista Vico
    64,00 €

    Die erste Ausgabe von Vicos »Scienza nuova« von 1725 wird hier zum ersten Mal in deutscher Übersetzung vorgelegt. Sie ist ein Hauptwerk des emblematischen Philosophen Italiens, das in den Schatten des berühmteren späteren Werks von 1744 mit dem (fast) gleichen Titel geraten ist. Es wäre verkürzt, die »Neue Wissenschaft« von 1725 nur als eine erste Auflage zu betrachten, denn sie ist ein Werk eigenen Rechts. Vico entwirft hier zum ersten Mal seine »neue Wissenschaft«, die zum Ziel hat, die von den Menschen gemachte politische Welt philosophisch zu verstehen. Anders als Descartes, der Gewissheit allein aus dem reinen Denken gewinnt, findet Vico sicheres Wissen in einer umfassenden Betrachtung menschlicher Schöpfungen. Die Vielfalt der kulturellen Zeichen, die Entwicklung der Sprache und die Geschichte politischer Institutionen werden damit wissenschaftsfähig, was sie vor Vico nicht waren. Seine Philosophie ist Geschichts-, Sprach- und Wissenschaftsphilosophie in einem. Vicos radikale Wende der Meta-Physik in eine Meta-Politik legt die Grundlagen der modernen Kulturwissenschaft.Aus dem großen Korpus der griechischen Mythologie und des römischen Rechts entfaltet die neue Wissenschaft von 1725 in zwei Kapiteln die politisch-juristische und die sprachlich-semiotische Entwicklung der frühen Völker. Die Prinzipien und Transformationen der gesellschaftlichen Strukturen und des poetischen Denkens von der mythischen und heroischen Zeit bis zum menschlichen Zeitalter betrachtet Vico als universalhistorische Bewegung aller Völker und als Philosophie der Menschheit.

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