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  • von Volkmar Mühleis
    12,00 €

    Vom islamistischen Terror bis zur Pandemie: fünf Jahre lang hat Volkmar Mühleis die europäische Hauptstadt erkundet, mit Beobachtungen im Straßenleben, Beschreibungen wie Wahrnehmungsskizzen, spontan, genau, frei assoziierend. Der deutsch-belgische Autor zeigt Brüssel abseits der Schlagzeilen und Nachrichten, er berichtet nicht, öffnet vielmehr den Blick, auf intime, vertraute Weise, um die Stadt immer wieder neu und anders zu entdecken. Nachdem sein Tagebuch eines Windreisenden eine Reise um die Welt unter modernsten Vorzeichen schilderte, taucht er mit dem Brüsseler Tagebuch in das Herz Europas ein, mit seiner Vielsprachigkeit und kulturellen Vielfalt, der kolonialen Vergangenheit und der surrealistischen Tradition, die bis heute nachwirkt. Was den einen ein Inbegriff übertriebener Bürokratie und den anderen ein chaotisches Abbild der belgischen Gemengelage sein mag, entpuppt sich in den literarisch gezeichneten Bildern als ein schillerndes Vexierspiel des Fremden im Eigenen, Eigenen im Fremden.

  • von Ganna Gnedkova
    23,00 €

    Nach Jahrhunderten des Kampfes um ihre Unabhängigkeit und Souveränität wurde die Ukraine 1991 endlich wieder ein freies Land. Doch seit ihrer Unabhängigkeit versucht das imperialistische Russland die Ukraine wieder zu kolonialisieren. Ukraine mon amour ist eine essayistische Chronik des russischen-ukrainischen Krieges, der in Wahrheit bereits acht Jahre andauert. Die Essays dieses Bandes, die von Ende 2013 bis Anfang 2022 verfasst wurden, sind ein Spiegel des Kampfes der Ukraine gegen Fremdherrschaft und Okkupation. Es sind die Stimmen der Ukraine, keine Stimmen über die Ukraine. Das Buch präsentiert Texte aus der Zeit nach dem russischen Überfall auf die Krym und spiegelt die Auseinandersetzung prominenter ukrainischer Schriftsteller und Intellektueller mit der daraus entstandenen Situation sowie mit grundsätzlichen Fragen unserer gesellschaftlichen Orientierung.

  • von Paul Reinbacher
    17,00 €

    Als genuin gesellschaftliche Phänomene sind Bildungsinstitutionen wie die Schule und die Hochschule nur unter Rückgriff auf sozialwissenschaftliche Perspektiven angemessen zu beschreiben. Durch ihre Einbettung in soziale Wechselwirkungsgefüge entziehen sie sich nämlich über weite Strecken der gezielten Steuerung. Die österreichische Pädagogische Hochschule mit ihrer engen Koppelung an das öffentliche Schulsystem ist demgegenüber ein Beispiel für Versuche der Politik, gesellschaftliche Herausforderungen auf dem Umweg über die Pädagogik zu bewältigen. Sie lässt sich daher nicht als Kopie der traditionellen Universität oder der jungen Fachhochschule verstehen, sondern ist als eigenständiger "Komplex" der Gesellschaft zu begreifen.

  • von Eva Barlösius
    27,00 €

    Keine andere Institution steht für die Wissensgesellschaft so wie die Universität: Sie ist ihr gesellschaftsprägender Dreh- und Angelpunkt, stellt doch Hochschulbildung mittlerweile in vielen Ländern den Normalbildungsstandard dar. Die Universität erbringt für Politik, Wirtschaft, Recht und alle anderen Felder Leistungen, ohne die diese nicht mehr auskommen: wissenschaftliche Expertise, Innovationen, gerichtsfestes Wissen und vieles mehr. Auf diese Weise wirkt sie in diesen Feldern mit und wird von ihnen sozialisiert. Damit geht einher, dass sie in wachsendem Maße kritisiert und zunehmend grundsätzlich angegriffen wird: Die Geltung und Nützlichkeit wissenschaftlichen Wissens wird bestritten und Hochschulbildung als "Elitenprojekt" skandalisiert. Dies mag verstörend sein, aber auch darin beweist sich die immens gestiegene gesellschaftliche Bedeutsamkeit der Universität.

  • von Geoffroy de Lagasnerie
    12,00 €

    Was Geoffroy de Lagasnerie bereits in Das politische Bewusstsein begann, setzt er in Die unmögliche Kunst fort - nämlich die Entwicklung einer umfassenden oppositionellen Praxis. Nach der politischen Theorie nimmt der Autor nun die Kunst ins Visier: ein sakrosanktes Gut, dem unsere Gesellschaft nahezu einstimmig einen bedingungslosen Wert beimisst - doch zurecht? Lagasnerie prangert die Selbstgefälligkeit der zeitgenössischen Kulturszene an und zeigt, dass selbst jene Kunst, die sich als apolitisch oder gar als subversiv versteht, zur Perpetuierung von Herrschaftssystemen und Ausgrenzungsmechanismen beiträgt. Was also macht eine wahrhaft oppositionelle Kunst aus? Wie können Kunstschaffende mit ihren Werken destabilisierende Effekte erzielen? In Antwort auf diese Fragen entwirft Lagasnerie die Leitlinien einer Ethik des künstlerischen Schaffens und plädiert dabei leidenschaftlich für eine politisch wie sozial engagierte Kunst.

  • von Marko Pajevic
    17,00 €

    Dieses Buch entwickelt eine poetologische Anthropologie und beantwortet damit die Frage nach dem Menschen neu. Die westliche Rationalität hat einen enorm erfolgreichen Zugang zur Welt entwickelt, dem das Zeichendenken sowie das Subjekt-Objekt-Denken zugrunde liegen. Beides führt jedoch mittlerweile zu gesellschaftlichen Problemen, die dem Überleben des Menschen gefährlich werden. Das poetische Denken plädiert für eine größere Vernunft. Um diese einzuüben, müssen die Wirklichkeit (einschließlich der Naturwissenschaften), der Leib, die Stimmungen und der ganze Mensch neu gedacht werden. Dazu bedarf es eines Denkens der Sprache als Kognition und Kontinuum, um die Sinnentstehungsprozesse zu verstehen. Weiterhin müssen das Ich und der Andere im Ich und Du zu einer Subjekt-Subjekt-Beziehung gelangen. Sprachbewusstsein und Dialogik können so Präsenz neu begründen.

  • von Jean-Luc Nancy
    12,00 €

    Die Wahrheit der Lüge beruht auf einem Vortrag für Kinder und geht von einer grundlegenden Differenz aus: nämlich dass die Lüge für Kinder etwas ganz anderes ist als für Erwachsene, weil sie in verschiedenen Welten leben. In keiner der beiden indes ist die Lüge einfach zu denken. Nancy wandert in seiner Rede für Kinder zwischen den Welten hin und her und entfaltet in klarer Sprache die komplexe Frage der Lüge. Warum soll man nicht lügen? Darf man keine Geheimnisse haben? Ist es immer gut, die Wahrheit zu sagen? Gibt es überhaupt eine einzige Wahrheit? Ist es richtig, für einen guten Zweck zu lügen? Was ist, wenn man sich selbst belügt? Und worin unterscheidet sich die Wahrheit der Dichtung von der Lüge der Ideologie? Es ist nicht einfach, die Wahrheit über die Lüge zu sagen. Die Lüge zu denken, heißt auch, nach dem Vertrauen zu fragen. Denn sie ist wesentlich an den Bezug zwischen Menschen gebunden.

  • von Jacques Ranciere
    22,00 €

  • von Souleymane Bachir Diagne
    17,00 €

  • von Lothar Zechlin
    19,00 €

    Führung und Management stehen als zentrale Bestandteile der Selbststeuerung von Universitäten vor vielfältigen Herausforderungen, zu deren Bewältigung Leitungskräfte wie auch Universitäten Orte der Selbstreflexion benötigen. Denn gelebte Autonomie entsteht nicht von selbst - die Entwicklung von Fähigkeiten und Formaten für das eigenverantwortliche Handeln der Universität muss planvoll und systematisch angelegt sein, um positive Wirkungen zu entfalten. Wie das geht, ist eine Frage der Theorie ebenso wie der Praxis, die einander inspirieren sollten. Anhand von Beispielen diskutiert das Buch Ansätze aus der Systemtheorie und Handlungstheorie, die anregende Beiträge zur Reflexion der Praxis im Spannungsverhältnis von Organisation und Institution liefern.

  • von Helene Cixous
    12,00 €

  • von Fotini Ladaki
    13,20 €

    Geht Gott zum Frisör? Können wir ihm Dinge erzählen, die er noch nicht weiß? Tragen Engel Pantoffeln? Ist Gott genau so einsam wie wir? Ladakis Figuren machen Hoffnung, dass wir aus unserer Stummheit ausbrechen können - ungebremst und doch am Straucheln auf der selbstgebauten Treppe in den Himmel. Ladaki zeichnet fantasievoll ein aktuelles Plädoyer, dass diese Treppe - vielleicht auch über Umwege - unbedingt zurück in die Wirklichkeit führen muss: Denn selbst wenn Gott tot ist, lebt der Mensch weiter in einer Zeit der Unterdrückung. Surreal, witzig und bildgewaltig erzählt die Autorin vom schwierigen Weg, aus Autoritäten auszubrechen, sie umzustürzen, über sie zu stolpern. Ihre Erzählungen beleuchten, wie es sich anfühlen kann, wenn wir uns alleine wieder aufraffen und einen Blick hinter den Vorhang der Projektion in unser Selbst wagen.

  • von Alain Badiou
    12,20 €

  • von Jacques Derrida
    51,40 €

  • von Slavoj Zizek
    42,00 €

  • von Emmanuel Levinas
    15,30 €

  • von Jacques Derrida
    12,00 €

  • von Geoffroy de Lagasnerie
    25,60 €

    Wenn wir über Politik nachdenken, verwenden wir meist totalisierende Kategorien (Volk, Gemeinwille, Volkssouveränität), mystifizierende Narrative (Gesellschaftsvertrag,deliberative Demokratie) oder abstrakte Begriffe (der Gesetzgeber, der politische Körper, der Bürger). Obwohl wir ihre fiktive Natur erkennen, halten wir sie für notwendig. Aber warum sollte politisches Denken auf Fiktionen beruhen? Und was passiert, sobald wir mit diesen Denkweisen brechen und die Realität so betrachten, wie sie ist? Lagasnerie plädiert dafür, eine realistische Konzeption des Staates, des Rechts und unserer Erfahrung als Subjekte zu entwickeln. Dabei skizziert er eine "reduktionistische" Theorie, die zur Aufhebung der Gegensätze führt, die die ganze Geschichte der politischen Philosophie strukturieren: zwischen Demokratie und Kolonie, legitimer und illegitimer Gewalt, Rechtsstaatlichkeit und Willkür oder politischem Verbrechen und gewöhnlicher Kriminalität. Ein Werk, das den Rahmen der politischen Theorie tiefgreifend erneuert.

  • von Emina Saric
    17,40 €

    Anhand von Begriffen wie Scham, Schande und Ehre beleuchtet Emina Saric, wie geschlechtsspezifische Rollenzuschreibungen durch Erziehung und Tradition aus der Vergangenheit in die Gegenwart übertragen werden. Gewaltformen wie Zwangsheirat, Verhaltens- und Kleidervorschriften, Einschüchterungen, Drohungen und Ehrenmorde, die unter dem Deckmantel von Traditionen, Religionen und Kulturen stattfinden, sind längst ein Teil unseres Alltags geworden. Die Träger und Trägerinnen solcher nicht auf Anhieb erkennbaren Gewaltstrukturen und Traditionsformen können alle Geschlechter und Geschlechtsidentitäten sein. Dabei sind sich die Betroffenen der Dimension des traditionsbedingten Denkens und Verhaltens oft nicht bewusst. Um die Gewaltspirale zu unterbrechen, bedarf es sowohl der theoretischen Analyse als auch der praktischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

  • von Judith Butler
    15,00 €

    In ihrer Lektüre der Manuskripte von 1844 präsentiert Judith Butler einen Marx, der das Verhältnis von Mensch und Natur bereits jenseits von instrumenteller Vernunft und Naturbeherrschung zu denken vermochte. Dabei entwirft sie eine Ethik, die soziale und ökologische Anliegen verknüpft und unser Denken und Handeln für eine gerechtere Gegenwart öffnet. Die frühen Texte von Karl Marx werden oft als anthropozentrisch bezeichnet. Judith Butler legt in ihrem neuen Buch eine konträre Lesart des Marx'schen Frühwerks vor und mobilisiert dabei die Einsichten des Philosophen für ihre eigene ökologische Ontologie der Interdependenz aller lebendigen Wesen. Vor dem Hintergrund der sich immer weiter verschärfenden Klimakrise und der damit einhergehenden Herausforderungen für das globale Zusammenleben gewinnt Butlers Marxlektüre eine besondere Aktualität. Gemeinsam mit Marx fragt sie nach der Möglichkeit gerechter und nachhaltiger Produktionsverhältnisse, die in der Lage sind, das Überleben von Mensch und Natur langfristig zu gewährleisten.Dieser Band basiert auf einem Vortrag, den die Autorin im Rahmen der Seminarreihe "Lectures de Marx" vor Studierenden der ENS Rue d'Ulm in Paris gehalten hat.

  • von Roberto Simanowski
    17,40 €

    Das Virus und das Digitale ist die Tiefenanalyse einer Pandemie: von der Corona-App und der Maskenpflicht am Bildschirm bis zur Frage, ob die Corona-Krise die lang ersehnte Chance eines gesellschaftlichen Neuanfangs sein könnte.Covid-19 ist die Hefe der Digitalisierung: Home-Office, Fernunterricht, Online-Shopping, Video-Streaming, Corona-App - wir erleben einen Sprung in die Zukunft, den es in Echtzeit zu begreifen gilt. Roberto Simanowski unternimmt diesen Versuch und entziffert verschiedene Phänomene des Corona-Alltags aus einer kultur- und medienwissenschaftlichen Perspektive: das Zoom-Meeting als Enthüllung des optisch Unbewussten, die Corona-App als Machtkampf zwischen Technologie und Gesellschaft, die Anti-Corona-Proteste und Verschwörungstheorien als Kollateralschäden des Internet. Das Fazit ist überraschend und bestürzend: So wie die Corona-Krise die Digitalisierung beschleunigt, so beschleunigt diese den Ausbruch der Infodemie, die auf eine viel bedrohlichere Krankheit verweist: Die Krise der Demokratie.

  • von Roberto Simanowski
    20,50 €

    Ausgezeichnet mit dem tractatus Essaypreis 2020.Das dystopische Versprechen der künstlichen Intelligenz ist die Heimkehr in ein Paradies, in dem unsere eigene Schöpfung unser Gott ist und uns das Erkennen und Entscheiden abnimmt.Algorithmen beherrschen die Welt, so hört man, heute schon und morgen noch viel mehr. Sie sitzen am Steuer selbstfahrender Autos und lenken mehr und mehr gesellschaftliche Prozesse. Wie programmieren wir sie und was passiert, wenn sie sich schließlich selbst programmieren? Die Angst ist so groß wie die Hoffnung und das moralische Dilemma. Dürfen Algorithmen im Ernstfall entscheiden, wer sterben muss? Wird die künstliche Intelligenz dem Menschen den freien Willen nehmen, ihn vor sich selbst schützen und zurück ins Paradies der Entscheidungslosigkeit befördern? Dieses Buch lädt ein zu einer philosophischen Spekulation über unsere Zukunft. Es handelt von den Aporien und Paradoxien der künstlichen Intelligenz. Es vagabundiert im Denken, verbindet das scheinbar Unverbundene und sieht am Ende in den Erfindern des Silicon Valleys nicht mehr und nicht weniger als die Geschäftsführer von Hegels Weltgeist.

  • von Jacques Derrida
    17,50 €

    Der Tod der Philosophie, das Ende der Geschichte, das Ende des Menschen, des Subjektes, des Abendlandes, des Fortschritts, der Menschheit - Diskurse über das Ende durchziehen das abendländische Denken.In seiner kleinen Schrift "Von einem neuerdings erhobenen vornehmen Ton in der Philosophie" greift Kant diejenigen an, "die verkünden, dass es seit zweitausend Jahren mit der Philosophie ein Ende habe", und unternimmt es, den vornehmen Ton zu entmystifizieren. Aber die aufklärerische Grenzziehung gegenüber einem apokalyptischen Diskurs, so zeigt Derrida, entfesselt ihrerseits bloß wieder "eine andere Welle eschatologischer Diskurse in der Philosophie". Jacques Derrida nimmt Kants Text zum Anlass seiner Reflexionen über den apokalyptischen Diskurs, über einen apokalyptischen Ton in der Philosophie: Gibt es ein Paradigma, eine fundamentale Szene der eschatologischen Strategien? Lässt sich der apokalyptische Ton auf Einstimmigkeit reduzieren? Ist das Apokalyptische vielleicht die transzendentale Bedingung jedes Diskurses? Für diese deutsche Ausgabe stellte Derrida einen zweiten Text zur Verfügung: "No Apocalypse, not now". Ein Text, direkt, wie sonst bei Derrida nicht üblich, ein philosophischer Text über atomare Endzeitvisionen und die Politik der Abschreckung.

  • von Francoise Verges
    20,50 €

    "Dekolonial heißt, sich anzuschauen, inwieweit die Gesellschaft strukturell rassistisch und sexistisch bleibt, was sehr oft zusammengeht."Das dekoloniale Denken von Françoise Vergès ist intersektional. Vor dem Hintergrund des Weiterlebens der kolonialen Ideologie in den westlichen Gesellschaften kämpft es gegen Sexismus, Rassismus, Kapitalismus und Imperialismus. Es greift zurück auf die Bewegungen und Kämpfe der 1960er- und 1970er-Jahre, insbesondere auf den Black feminism, um an die utopische Kraft des Feminismus anzuknüpfen und an eine Einbildungskraft, die eine grundlegende Veränderung der Gesellschaft zu tragen vermag. Weil der weiße bürgerliche Feminismus sich dem Kapitalismus andient, ruft die Autorin eindringlich dazu auf, dem Feminismus aufs Neue den Atem einer Bewegung einzuflößen, die soziale Gerechtigkeit, Würde und Achtung zum Ziel hat und einer Politik des Todes eine Politik des Lebens entgegensetzt.

  • von Günther R. Burkert
    16,30 €

    Die gesellschaftliche Relevanz der Universitäten wird wieder steigen, wenn sie ihr (vergessenes) "Menschenbild der Selbstständigkeit" in den Wettbewerb gegen die Idee des Silicon Valley von der "Gestaltung von Menschen" einbringen.Ausgehend von der These, dass die gesellschaftliche Relevanz der Universitäten abhängt von ihrem Bekenntnis zu einem "Menschenbild der Selbstständigkeit", geht es in dem Band um die Entwick-lungsmöglichkeiten der Universitäten und deren Hindernisse im "neuen" (Lehr- und Lern-)Raum vor dem Hintergrund der Möglichkeiten, die das Internet bietet. Welche neuartigen Rezeptions-, Bewertungs- und Produktionspraktiken entstehen durch die digitale Transformation der Wissenschaft? Gefährdet die digitale Transformation die Autonomie von Universitäten? Welche Art Hochschulmanagement ist für die Autonomie in der digitalen Transformation erforderlich? Oder liegt die Zukunft der Universitäten eher im Festhalten an "geistigen Entschleunigungsoasen" als kreativen Orten jenseits aller Digitalisierung?

  • von Jean-François Lyotard
    28,80 €

    Lyotard fragt in diesem Buch, wie die Künste des Sehens, der Schrift und des Tones in der eigentümlichen Entwicklung, der die Menschen unterliegen, ihre paradoxale Wahrheit auch in unserer Gegenwart bewahren können.Die Menschen werden heute durch das "verwaltete Leben" (Adorno) in eine unmenschliche Entwicklung hineingerissen, die man längst nicht mehr Fortschritt nennen kann. Denn das "verwaltete Leben" vernichtet die entscheidenden menschlichen Fragen nach der Zeit, dem Gedächtnis und der Materie, indem es diese programmiert. Politische und philosophische Alternativen zu diesem Prozess sind heute verschwunden. Die einzige Möglichkeit, sich dagegen zu wehren, scheint eine andere menschliche Haltung zu sein: die Selbst-Enteignung, die in jedem schlummert, die Rückkehr in seine unbezähmbare Kindheit. Diese Strategie, welche uns die zahlreichen Neo-Humanismen vermitteln, ist jedoch banal und führt nicht zu den entscheidenden Fragen zurück. Lyotard geht auf diese ein, indem er zeigt, wie die Künste des Sehens, der Schrift und des Tones ihre paradoxale Wahrheit in unserer Gegenwart bewahren.

  • von Ernesto Laclau
    30,70 €

    Spätestens seit dem Zusammenbruch des ,realen Sozialismus' sind demokratietheoretische Fragestellungen zu einem zentralen Feld der politischen Philosophie geworden. Ernesto Laclau und Chantal Mouffe spüren hier einer - wenn nicht der - entscheidenden Leerstelle linker, marxistischer Theoriebildung nach.Über eine Dekonstruktion des Marxismus, vornehmlich der II. und III. Internationalen, öffnen die Autoren den Blick für eine anti-essentialistische Konzeption des Sozialen. Dabei führen ihre Radikalisierung von Gramscis Überlegungen zur Hegemonie und deren Verknüpfung mit Foucaults Diskursanalytik und Leforts libertärer Politikkonzeption zu einer neuen Artikulation eines postindividualistischen Liberalismus, einer radikalen und pluralen Demokratie und eines nicht-totalitären Sozialismus. Dieses Buch stellt - mittlerweile in der sechsten Auflage - einen unverzichtbaren Beitrag zur Herausbildung einer neuen Politik der Linken dar.

  • von Ludger Hagedorn
    24,70 €

    Demokratie ist die Regierungsform unserer Zeit. Dennoch erodiert ihre Legitimität gleichsam von innen heraus. Wie vollzieht sich dieser Prozess und welche Handlungsmöglichkeiten gibt es, dem demokratischen Untergang der Demokratie entgegenzuwirken?Die weltweite Verbreitung und Beliebtheit der Demokratie gehen mit ihrer Krise einher. Im historischen Moment ihrer größten Ausdehnung scheint - aus dem Innern der Demokratie selbst heraus - eine demonstrative Missachtung ihrer grundlegenden Prinzipien und Institutionen um sich zu greifen. Demokratisch legitimierte Instanzen stellen die Legitimität demokratischer Institutionen und Prozeduren in Frage. Wie lässt sich diese Entwicklung verstehen? Und was lässt sich tun, um einer zunehmenden Erosion demokratischer Grundsätze entgegenzuwirken? Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler analysieren die Symptome einer Herrschaftsform im Wandel und skizzieren Ansätze, wie eine erhöhte Widerstandsfähigkeit und Attraktivität der Demokratie zu gewinnen wäre.

  • von Jean-Luc Nancy
    21,60 €

    Jean-Luc Nancy betrachtet den Körper aus unterschiedlichen Perspektiven, ohne ihn begrifflich vollkommen zu fixieren: Der Körper wird nicht als lebloses Studienobjekt behandelt, sondern bildet den Ausgangspunkt für vielfältige philosophische Reflexionen, die von der existenziellen Erfahrung der Körperlichkeit inspiriert sind.Das Buch beginnt mit einer Betrachtung aus der Distanz, mit der Frage der Darstellung des Köpers in der Kunst und mit dem Körper als Objekt. Der zweite Teil widmet sich der Haut, die als verbindendes und zugleich trennendes Organ eine ganz besondere Funktion hat: Sie schirmt die inneren Organe gegen die Außenwelt ab und bildet dennoch die Schwelle zum Außen und zum Anderen. Schließlich rückt das Körperinnere in den Fokus: sowohl die Organe, als Zusammenspiel heterogener Teile eines vermeintlich Eigenen, als auch der Fremdkörper, der von außen in diesen abgeschlossenen Bereich einzudringen droht. Dabei wird die Frage des Eigenen und des Fremden auch in ihrer politischen Dimension thematisiert. Diese buchstäbliche Durchdringung des Körpers führt den Leser schrittweise durch die verschiedenen Phasen von Nancys Arbeit und durchmisst dabei die ganze Weite seines Denkens.

  • von Ludwig Salvator
    17,40 €

    Die mallorqiner "Sommerträumereien" von Erzherzog Ludwig Salvator und Ginka Steinwachs gehören in jede Reisetasche. Sie werden im Flieger gelesen, im Hotel, am Strand und auf der eigenen Finca. Zusammen ergeben sie ein leichtes Buch - ein Buch, das beim Lesen ein Gefühl von Leichtigkeit des Seins vermittelt. wir schreiben das jahr 1912. bei heinrich mercy &sohn in prag, dem verlag von franz kafka, erblickt ein konvolut das licht der welt, welches von geburt an klassiker ist. es handelt vom meer. jede zeile ruft: mehr meer her! und lädt den leser ein, zu baden. der leser folgt dem aufruf. er gibt sich dem spiel von himmel nur und welle hin. sein schwimmen, sein mit dem text schwimmen, ist ein gespräch. zwar antwortet das meer nie direkt auf fragen, aber es lässt mit sich reden. ein mann, der alte mann und das meer, hat einmal, es war einmal und es war einmal wahr, vierzig jahre lang daran gesessen. der mann, eine k. & k.-hoheit, erkennt im meer den wiener hof. und wir erkennen darin das fruchtwasser der schöpfung. es verjüngt und hält ewig jung. beweis: wer seinen augen traut, der buchstabiert wind und welle und sieht ihn hier im jetzt noch immer an der foradada sitzen, dem felsen mit dem nadelöhr ins himmelreich.deià, mallorca, 2003.

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