Große Auswahl an günstigen Büchern
Schnelle Lieferung per Post und DHL

Bücher veröffentlicht von Aschendorff Verlag

Filter
Filter
Ordnen nachSortieren Beliebt
  • von Beat Föllmi
    36,00 €

    Wie wird in der heutigen Gesellschaft Religion wahrgenommen? Welches Bild haben Religionsvertreter und praktizierende Glaubende?Der Autor hat dazu fast 900 Serienfolgen von beliebten Vorabendkrimis untersucht, die in den letzten Jahren im deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen gesendet wurden, darunter Alles Klara, Mord mit Aussicht, Hubert und/ohne Staller, Morden im Norden. Untersucht wurde die Darstellung von Praktizierenden und institutionellen Vertretern, von christlichen Kirchen und anderen Religionen (Judentum, Islam, Buddhismus), von Freikirchen und Sekten sowie von Neuen Religiösen Bewegungen. Dabei ergibt sich, dass religiöse Menschen fast ausnahmslos als abartig, weltfremd, freudlos, ja sogar psychisch krank oder gefährlich dargestellt werden. Nicht selten sind sie sogar kriminell: Sie verschicken Drohbriefe, erpressen Ehebrecher, fälschen Dokumente für materielle Vorteile. und sie töten. Im Gegensatz zu anderen Tätern tun sie dies zumeist, weil sie religiös sind.Spirituelle Praxis wird nur selten gezeigt: allenfalls in institutionalisierter Form (Hochzeiten, Begräbnisse) oder als abnorme Praxis von "Sekten". Transzendenz wird stets ausgeschlossen. Alles lässt sich innerweltlich, innerhalb der verstandesmäßigen Erfahrung erklären. Vermeintlich Transzendentes wird entweder lächerlich gemacht oder es entlarvt sich am Ende als betrügerische Inszenierung.

  • von Angela Borgstedt
    29,80 €

    Speyer war keine NS-Hochburg. Noch im März 1933 fuhr hier die NSDAP bei der Reichstagswahl ihr schlechtestes Ergebnis in einer pfälzischen Stadt ein. Die Domstadt war für die Braunhemden ein schwieriges Pflaster und dennoch gelang den neuen Machthabern eine weitgehend geräuschlose Gleichschaltung von Stadtrat und Verwaltung und eine rasche Ausschaltung der Opposition. Der zunächst noch parteilose Oberbürgermeister Karl Leiling, der bis 1943 im Amt blieb, begrüßte die sogenannte "Machtergreifung" als "Zeitenwende". War Speyer am Ende doch nur ein typischer Fall von Anpassung an die veränderten politischen Verhältnisse? Was brachte die Menschen, die zuletzt noch mehrheitlich andere Parteien gewählt hatten dazu, mitzutun? Inwiefern verstanden sie die Veränderungen auf einer ganz alltäglichen Ebene tatsächlich als "Zeitenwende"? Wie erlebten sie das, was sich vor Ort vor aller Augen vollzog: Die Inszenierung von Führung, Gefolgschaft und Gemeinschaft, aber auch die Entrechtung derer, die zu Außenseitern deklariert wurden. Das Buch geht in vielen Facetten der Alltagsgeschichte Speyers im Nationalsozialismus nach und stellt dabei besonders den Ort des Geschehens in den Mittelpunkt.

  • von Barbara Hallensleben
    72,00 €

    Sergii Bulgakov (1871-1944) is one of the preeminent theologians of the 20th century whose work is still being discovered and explored in and for the 21st. A famous rival of Lenin in the field of economics, and, according to Wassily Kandinsky, "one of the deepest experts on religious life" in early twentieth-century Russian art and culture, Bulgakov, economist, publicist, politician, and later Orthodox theologian and priest, became a significant "global player" in both the Orthodox diaspora and the Ecumenical movement in the interwar period.This anthology gathers a collection of papers given at the international conference on the occasion of Bulgakov's 150th birthday at the University of Fribourg in September 2021. The chapters, written by established Bulgakov specialists, not least the keynote speaker Rowan Williams, former Archbishop of Canterbury (2002-2012), as well as young researchers from different theological disciplines and ecclesiastical traditions, explore Bulgakov's contribution to meeting the challenges of the modern world and to building bridges between East and West. The authors bring forth a wide range of new creative ways to critically engage with Bulgakov's theological worldview and cover topics such as personhood, ecology, political theology and trinitarian ontology.

  • von Ernesto J. A. Maeder
    36,00 €

    Der führende argentinische Historiker Ernesto Maeder hat unzählige Publikationen zu den berühmten, von den Jesuiten gegründeten Guaraní-Missionen in Paraguay verfasst. Die üblichen apologetischen Darstellungen mit irreführende Titeln wie "Jesuitenstaat", "heiliges Experiment" oder "verlorenes Paradies" waren ihm fremd. Er widmete sich vielmehr einer vertieften, interdisziplinären Erforschung des politischen Umfelds und der geographischen und historischen Voraussetzungen der Missionen. Die "Einführung in die Geschichte der Guarani-Missionen" ist eine konzentrierte Zusammenfassung seiner Schriften. Schwerpunkte des Buches sind die geographische und demographische Entwicklung des Missionsgebiets (mit zahlreichen Landkarten); die politische Organisation der Missionen als Teil des Kolonialstaats; die Konflikte, die 1767 zur Ausweisung der Jesuiten führten und der nachfolgende zähe, doch unaufhaltsame Niedergang.Die Einleitung des Herausgebers verortet Maeders Buch innerhalb der Forschungs- und Rezeptionsgeschichte. Der Text wird durch erläuternde Fußnoten, ein Glossar und eine aktualisierte Bibliographie ergänzt. Ein kurzer Lebenslauf und ein Verzeichnis seiner Schriften würdigen den bisher außerhalb von Südamerika viel zu wenig beachteten Autor.

  • von Frederik Simon
    92,00 €

    Nachdem der "tanzende Kongress" in Wien 1814/15 die territorialen Grenzen des ehemaligen Deutschen Reiches neugeordnet hatte, erfolgte eine Neuumschreibung der Bistumsgrenzen in Preußen 1821. Den Neustart der Pastoral und Seelsorge, die durch die Wirren der Napoleonischen Kriege, den Reichsdeputationshauptschluss und die französischen Besatzungszeiten notwendig geworden waren, leitete im Trierischen der erste "preußische" Bischof Josef von Hommer (1824-1836) ein. Der vorliegende Band bietet hierzu neue Quellen, die aus der Perspektive des spätaufklärerischen Oberhirten verfasst wurden. Die sog. "Visitationsordinata", Antwortschreiben auf die vorausgegangenen bischöflichen Visitationen zwischen 1827 und 1833, geben bislang unbekannte Einblicke in die neue Phase nach der Bistumsgründung, das Pfarrleben und die (gelebte) Frömmigkeit nach der französischen Revolution. Hierbei bleiben die einmaligen Quellen nahe an der Lebensrealität der "einfachen" Laien und Kleriker. Zugleich versucht der einleitende Teil, das Frömmigkeits- und Theologieverständnis der katholischen Aufklärungstheologen in Bezug zu setzen mit dem bischöflichen Seelsorgeverständnis von Hommers.

  • von Maximilian Lanzinner
    69,00 €

    Der Sammelband vereint sechzehn Aufsätze des Historikers Maximilian Lanzinner aus dem Bereich der frühneuzeitlichen Geschichte. Die Studien repräsentieren zentrale inhaltliche Schwerpunkte seines vielfältigen, durch große Quellennähe und wichtige editorische Vorhaben geprägten OEuvres: die Geschichte Bayerns, des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation und der frühneuzeitlichen Friedensstiftung. Sie zeichnen gleichermaßen seine wissenschaftlich-institutionelle Vita mit den Standorten Regensburg, München, Passau und Bonn nach. Abgerundet wird der Band durch ein Verzeichnis der Publikationen Maximilian Lanzinners sowie eine kontextualisierende Einleitung der Herausgeber und ehemaligen Mitarbeiter Michael Rohrschneider und Arno Strohmeyer.

  • von Rainer Henke
    59,00 €

    In Fortsetzung des ersten Bandes "Der Vogel Phönix im Altertum. Mythos und Symbolik" (Aschendorff 2020 = "PhönI") erscheint nunmehr der Folgeband: "Der Vogel Phönix in Mittelalter, Neuzeit und Moderne: Rezeption und Wandlung" (Aschendorff = "PhönII).Das Buch beginnt mit dem Versuch einer Periodisierung des geschichtlichen Rahmens sowie einer Forschungshistorie (A) und bietet sodann in 8 Kapiteln (B-I) einen Überblick über die wesentlichen Belege zur Phönixrezeption in Mittelalter, Spätmittelalter/Frührenaissance, in der Kunst der Renaissance und des Barocks, bei den Neulateinern und Humanisten, in der Neuen Philosophie, in der Frühen Neuzeit, in Neuerer Zeit, in Literatur, Kunst sowie Musik der Moderne und Gegenwart, eingeschlossen die Nutzung der einschlägigen Symbolik auf dem Feld von Public Relations. Eine Übersicht über die Forschungsliteratur (J), ein Register der AutorInnen und KünstlerInnen (K) sowie Korrekturen des vorausgehenden Bandes "PhönI" (L) runden das vorliegende Werk ab.

  • von Lea Lerch
    88,00 €

    Bei der Bewältigung von Pandemien und Epidemien besitzen religiöse Rituale und Liturgie besonderes Gewicht, wie zuletzt die Corona-Pandemie gezeigt hat. Solche Praktiken deuten das Geschehen, helfen, mit dem Widerfahrenen umzugehen - mit Blick auf Leib und Seele. Sie dienen dabei der Versöhnung zwischen Gott und Mensch, sollen Perspektiven der Hoffnung eröffnen, Orientierung für Leben und Glauben geben, können darin aber auch scheitern. Aufsätze aus Theologie und Kulturwissenschaften gehen diesen Zusammenhängen für die Liturgie und Pastoral verschiedener Jahrhunderte nach. Sie thematisieren u. a. kirchenoffizielle Vorgaben sowie Andachts- und Gesangbücher, Passionsspiele, Wallfahrtspraktiken und Raumbildungsprozesse. Unterschiedliche Medien liturgischer Praxis und Beispiele theologischer Reflexion aus Judentum und Christentum werden untersucht. Liturgie wird dabei als integraler Bestandteil eines religiös geprägten Daseins begriffen. Die Studien zeigen, dass gottesdienstliches und pastorales Handeln nur innerhalb des soziokulturellen bzw. lebensweltlichen Umfelds verstanden und gewichtet werden kann.

  • von Arnd Uhle
    32,90 €

    Die staatliche Religionspolitik gewinnt in der Bundesrepublik Deutschland seit rund zwei Jahrzehnten an Bedeutung. Heute wird sie von Wissenschaft und Politik als eigenständiges Politikfeld begriffen. Definieren lässt sie sich als Summe aller politischen Entscheidungen, die innerhalb der Grenzen des verfassungsrechtlich Statthaften Einfluss auf die Ausgestaltung jener rechtlichen, politischen, finanziellen und sonstigen Rahmenbedingungen nehmen, die für die Entfaltung des religiösen Lebens der Bürger wie für das Wirken der Religionsgemeinschaften und für deren Verhältnis zum freiheitlichen, neutralen und kooperationsoffenen Verfassungsstaat maßgeblich sind.Auch wenn die Religionspolitik des Staates der Sache nach kein neues Phänomen darstellt, hat insbesondere die in den vergangenen Jahrzehnten angewachsene Präsenz muslimischer und anderer religiöser Minderheiten in der Bundesrepublik Deutschland doch zu einer veränderten Sicht auf religionspolitische Sachverhalte geführt, die Fragen nach Notwendigkeit und Grenzen staatlicher Religionspolitik neu aktualisiert und das Spektrum religionspolitischer Entscheidungsoptionen neu in den Blick gerückt.Diese Entwicklungen waren Anlass, im Rahmen der 58. Essener Gespräche zum Thema Staat und Kirche den "Möglichkeiten und Grenzen staatlicher Religionspolitik" nachzuspüren und damit erstmals in der nahezu sechzigjährigen Geschichte dieser Reihe der staatlichen Religionspolitik - ihren Erscheinungsweisen und ihrem rechtlichen Rahmen, ihren Chancen und Risiken, ihren Herausforderungen und Akteuren - eine eigene Tagung zu widmen. Zu diesem Zweck behandelte die Veranstaltung in ihrem ersten Teil Grundsatzfragen, in deren Zentrum eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Handlungsfelder und eine Vermessung des rechtlichen Rahmens staatlicher Religionspolitik sowie die Erörterung hieraus resultierender politischer Gestaltungsoptionen standen. Der zweite Teil der Tagung widmete sich konkreten Herausforderungen der Religionspolitik, namentlich der Frage, ob und inwiefern die Religionsförderung von Minderheiten und die Gleichstellung von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften zu den Aufgaben staatlicher Religionspolitik zählen. Abgerundet wurden die diesbezüglichen Erörterungen durch einen Vortrag des Chefs der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen über Grundsätze und Herausforderungen der Religionspolitik aus Sicht der staatlichen Praxis. Der dritte Teil der Tagung richtete den Blick schließlich auf die föderale Dimension und die institutionalisierten Akteure staatlicher Religionspolitik.

  • von Dietz Sebastian
    19,90 €

    Fragen der Macht sind omnipräsent. Wann immer und wo immer Menschen handeln und zusammenkommen, spielt Macht eine Rolle. Entsprechend vielschichtig gestalten sich die damit verbundenen Phänomene und Diskurse: Sie beinhalten die positiv verstandene Handlungs- und Gestaltungsmacht ebenso wie die Aspekte von Übergriffigkeit, Einschränkung von Freiheit oder Machtmissbrauch. Es geht einerseits um Macht, die implizit, auf subtile Weise wirksam wird, und andererseits um Macht, die sich explizit, offen wahrnehmbar äußert.Die faktischen Wirkungen von Macht in unserem Zusammenleben bedürfen einer ethischen Reflexion, die die gesamte Breite und Komplexität des Begriffs in den Blick nimmt.Welche unterschiedlichen Theorien der Macht gibt es und wie werden diese in sozialethischen Arbeiten rezipiert? Wie ist Macht ethisch zu bewerten? In welchem Verhältnis stehen Macht und Vulnerabilität?Wie und wodurch konkretisiert sich Macht in gesellschaftlichen Strukturen, im politischen Raum, in Institutionen und Organisationen, aber auch in privaten Kontexten? Wo sind Machtverhältnisse sichtbar, wo sind sie unsichtbar? Inwiefern werden gewisse Diskurse selbst machtvoll geführt?Wo liegen die Grenzen der Ausübung von Macht und wie lassen sich diese bestimmen? Was hilft dabei, Machtmissbrauch zu verhindern? Wie sehen wirksame Schutzmechanismen aus? Wie gelingt die Einbeziehung der Unsichtbaren und Nicht-Gehörten in Machtdiskurse?Die angemessene ethische Reflexion der Macht bedarf der Auseinandersetzung mit der Machttheorien ebenso wie der Analyse konkreter (Macht-)Praktiken. Dabei finden klassische Theorien ebenso Berücksichtigung wie aktuelle Entwicklungen und Ansätze. Die diskutierten Praktiken aus dem wissenschaftlichen, politischen und kirchlichen Bereich werden in analytischer Schärfe sichtbar gemacht und mit normativer Klarheit kritisiert.

  • von Friederike Werner
    9,95 €

    Die Beziehungen zwischen Krupp und Ägypten waren ausgesprochen vielschichtig. Besuche ägyptischer Staatsmänner in der Villa Hügel gehörten dazu, von König Fuad bis zu Anwar el-Sadat, natürlich die Lieferung von Produkten in das Land am Nil, so die Universitätsbrücke in Kairo, aber auch die Umsetzung altägyptischer Statuen durch Krupp - und nicht zuletzt die großen internationalen Ausstellungen in der Villa Hügel. "Götter, Pharaonen" zog im Jahr 1978 fast 500.000 Besucher an. Ausgehend von ägyptisierenden Bauelementen der Villa Hügel, zeichnet die Kunsthistorikerin Friederike Werner diese Wechselbeziehungen eindrucksvoll nach.

  • von Martin Renghart
    69,00 €

    Fast ein halbes Jahrhundert lang, von 1895 bis 1941, erschien das "Katholische Sonntagsblatt" bzw. (seit 1938) das "Bistumsblatt" der Diözese (seit 1930 Erzdiözese) Breslau und erfüllte seinen Auftrag der Seelsorge und religiösen Volksbildung im damals noch deutschen katholischen Schlesien. Dass gerade die Jahre von 1933 bis zur erzwungenen Einstellung 1941 eine Belastungsprobe für diese Diözese und ihr Diözesanblatt werden sollten, davon handelt dieses Buch. Die Zeit des Dritten Reiches wurde für die Schriftleiter zu einer Gratwanderung zwischen Anpassung und religiös motiviertem Widerspruch zum Nationalsozialismus sowie zwischen dem von Diözesanbischof Adolf Bertram vorgegebenen Anspruch und den vom NS-Staat diktierten Bedingungen. Bis zuletzt versuchte das Diözesanblatt, seinem Auftrag gerecht zu werden - und doch wandelten sich Struktur und Inhalte des konservativen Blattes grundlegend.Diesem Wandel geht diese Arbeit bis ins Detail nach - und liefert gleichzeitig auch einen wichtigen Beitrag zur Breslauer Diözesangeschichte wie auch zur kirchlichen Zeitgeschichte Deutschlands während ihrer dunkelsten Zeit.

  • von Florian Bock
    64,00 €

    Die Forschung zur katholischen Predigtkultur zwischen Westfälischem Frieden und Aufklärungsepoche kennzeichnet eine große Leerstelle. Die vorliegende Studie erhellt anhand des geschlossenen Quellenbestandes der Bayerischen Kapuzinerprovinz, was und wie im 17. und 18. Jahrhundert gepredigt wurde. Das Buch begreift Predigten dabei als pastorale Strategien, die sich an eine implizite Hörer- und Leserschaft wenden. Denn auf ihre imaginierten Adressaten hin ist diese genuin mündliche Textsorte konzipiert. Predigten sind somit Praxeologien religiösen Wissens, die zu einem bestimmten Handeln in einer konkreten, zumeist ländlichen Lebenswelt anleiten möchten. Aufgrund der eher unscharfen kirchlichen Vorgaben nach dem Konzil von Trient, wie eine erfolgreiche Kanzelrede auszusehen hat, kreuzen sich dabei verschiedene Frömmigkeitsformen. Wie z.B. Jesus Christus verehrt oder liturgische Feste begangen werden sollen, was den idealen Ehepartner oder einen ,guten' Tod ausmacht oder wie die Gemeinde mit Armen umzugehen hat, beantworteten die Predigtautoren zwischen 1670 und 1800 recht unterschiedlich. Dieser differenzierte Quellenbefund liegt nahe, nicht von einem allzu starken Bruch zwischen den Epochen der Konfessionalisierung und dem aufgeklärten Zeitalter auszugehen. Vielmehr plädiert die Studie für eine schrittweise Transformation von Frömmigkeitsensemblen im Übergang zur Moderne.

  • von Jürgen Bärsch
    49,00 €

    Die historisch arbeitenden Kulturwissenschaften befassen sich seit Längerem mit der Dimension des Raumes als Medium symbolischer Kommunikation. Sie haben soziale, rituelle und materielle Strukturen ausgemacht, die einem Raum Bedeutung und Funktion verleihen. Das gilt in besonderer Weise für sakrale Räume. In ihnen gehen Architektur und Ausstattung, liturgischer Vollzug und personales Handeln eine komplexe Interaktion ein, die unter dem Begriff der "Sakraltopographie" analysiert wird. Dabei gründet das Modell der Stationsliturgie auf einer raumorientierten Inszenierung, die am Vorbild der "heiligen (Himmels-)Stadt" Maß nimmt. Diese kann sich auf die Makroebene einer Stadttopographie mit systematisch angelegten Kirchenbauten wie auf die Mikroebene eines einzelnen Kirchenraumes mit seinen verschiedenen Altarstellen beziehen. Beide Ebenen werden durch den Gottesdienst raumumgreifend auf vielschichtige Weise miteinander verbunden.Die dahinterliegenden Strukturen und Symbolwelten zu erschließen und sakraltopographische Bezüge zu identifizieren, ist nur interdisziplinär zu leisten. Deshalb stellen sich im vorliegenden Sammelband Architektur- und Kunstgeschichte, Geschichts- und Liturgiewissenschaft die Frage, wie einzelne Kirchenräume und ihre Einbindung in die "geistliche" Prägung einer Stadt eine Sakraltopographie entwickeln, die das Leben und den Glauben der Menschen in der Vormoderne eminent mitbestimmt hat.

  • von Thomas Kempf
    9,95 €

    Seit den Zeiten von Alfred Krupp (1812-1887) gab es in der Villa Hügel ein äußerst spannungsreiches Verhältnis zu Büchern. Mal verbannte der Hausherr sie aus Furcht vor Feuer in ein Nebengebäude, mal stellte die Familie sie in imposante Vitrinenschränke und schmückte sich mit ihnen, mal schaffte man Bücher aus ganz persönlichen Neigungen oder aus beruflichen Interessen an. Am Ende kamen mehr als 24.000 Titel zusammen, von denen die meisten im Jahr 1966 der Bibliothek der neu gegründeten Ruhr-Universität in Bochum geschenkt wurden. Kenntnisreich gelingt es dem Autor Thomas Kempf, diese spezielle Schicksalsgeschichte mit einer allgemeinen Geschichte der Privatbibliothek zu verbinden.

  • von Rebekka Burke
    60,00 €

    Institutionelle Schutzkonzepte sind in katholischen Gemeinden und Pfarreien mittlerweile ein wichtiger Teil der Arbeit zur Prävention sexualisierter Gewalt. Die mit der Erstellung von Schutzkonzepten einhergehenden Veränderungen sind überaus bedeutsam für die religionspädagogischen Reflexionen dieser Orte. Die vorliegende Arbeit exploriert daher Schutzkonzepte sowie deren Erstellung und geht der Frage nach, welche Rolle Kinderpartizipation im Rahmen der Entwicklung dieser Maßnahmen spielt. Die Arbeit kombiniert dazu Literaturstudien und empirische Analysen. Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass es darauf ankommt, die Tiefenstrukturen pastoraler Handlungsmuster zu analysieren und konzeptionell zu bearbeiten. Es kann ein Spannungsfeld zwischen Partizipationserwartungen und der Nicht-Einhaltung dieser Erwartungen ausgemacht werden. Der Blick auf Kinderpartizipation ermöglich es, den Mehrwehrt der unvertretbaren Akteursperspektiven herauszustellen sowie für die kirchliche Arbeit mit Schutzkonzepten anzuregen, nicht den Konzepttext selbst zum Ziel werden zu lassen, sondern vielmehr von einem fortwährenden Organisationsentwicklungsprozess her zu denken.

  • von Knut Bergmann
    9,95 €

    Die Villa Hügel, das Wohnhaus der Familie Krupp in Essen, war immer ein Ort für Gäste, Empfänge und Kommunikation. Menükarten gehörten zum Ablauf zahlreicher Besuche. Schätzungsweise 2.500 Exemplare sind im Krupp-Archiv überliefert, das älteste aus dem Jahr 1877. Im vorliegenden Band erzählt der Politikwissenschaftler und Kommunikationsexperte Knut Bergmann anschaulich die Geschichte dieser Menükarten über fast 150 Jahre hinweg - zugleich eine faszinierende Kulturgeschichte des Speisens und der gesellschaftlichen Begegnungen.

  • von Thomas Großbölting
    29,00 €

    Alfred Müller-Armack in Ludwig-Erhard Pose inklusive der ikonischen Zigarre - der in Münster und Köln aktiv gewesene Ökonom war eine schillernde Person. Aktuell wird er vor allem als "Erfinder" der "sozialen Marktwirtschaft" erinnert. Diesen Begriff hat Müller-Armack 1946 aufgebracht und ihn populär gemacht, als Wissenschaftler, als Politikberater und als hochrangiger Beamter. Hinter diesem gängigen Bild steht aber auch ein Wissenschaftler, der sich 1933 tief auf die Denkwelt des Nationalsozialismus eingelassen hat. Dieser Umstand verschwand hinter dem populären Bild ebenso wie die letztlich vordemokratische Grundausrichtung der Überlegungen: ein starker Staat lenkt die Wirtschaft aus übergeordneten, der politischen Meinungsbildung entzogenen Prinzipien - so das Idealbild Müller-Armacks, welches auch in seinen Nachkriegsschriften durchschlug. Das vorliegende Buch zeichnet die intellektuelle und politische Entwicklung Müller-Armacks nach und eröffnet damit neue Perspektiven sowohl auf das Schaffen des Ökonomen als auch auf den öffentlichen Umgang damit.

  • von Susanne Traulsen
    14,80 €

    Mit dem Kirchenasyl knüpfen Kirchengemeinden und Ordensgemeinschaften an eine alt-ehrwürdige Schutztradition an, bei der es darum ging, Menschen in kirchlichen Räumen Hilfe in existentiellen Notlagen zu geben. Notwendig war dies besonders, wenn Verfolgten kein Rechtsschutz gewährt wurde oder ein solcher nicht existierte. In demokratischen Rechtsstaaten ist die Schutzgewähr Sache des Staates, und es existieren keine rechtsfreien Räume mehr. Mit dem modernen Kirchenasyl wenden sich aber auch heute noch Menschen gegen staatliche Entscheidungen im Asylrecht, und zwar gegen die Abschiebung eines Flüchtlings, wenn sie in einem konkreten Fall davon überzeugt sind, dass diese zu einer Gefahr für Leib oder Leben führen würde.Die Autorin untersucht, ob auch im demokratischen Rechtsstaat noch Gerechtigkeitsverletzungen vorkommen, die mit bestehenden rechtlichen Instrumentarien nicht entdeckt oder nicht adäquat gelöst werden können, und erklärt am Beispiel des Kirchenasyls, unter welchen Voraussetzungen die Bürgergesellschaft auch in der modernen Gesellschaft ethisch legitimiert sein kann, sich gegen bestimmte Gerechtigkeitsverletzungen zu wenden.

  • von Tobias Johann Franz Völkl
    76,00 €

    Peter Lombard's Sentences reveal, in the context of the theological discussions of the first half of the twelfth century, the original contribution of their author, developed in the path of his life and education from Novara to Paris. The present volume examines this work with regard to the doctrine of the Eucharist. Its theological presentation is carried out against the background of Peter Lombard's whole project in comparison with contemporary authors. The philosophical foundations of his thought are also considered. This opens up new approaches to the entire Sentences. Specifically, it is shown that Peter Lombard does not frame the Eucharist in an abstract doctrine of transubstantiation, but rather connects questions of the Eucharistic presence and the conversion of the gifts in an original way with the dynamic of salvation history. In all that, the Master of the Sentences preserves the meaning of theology as an existential search for the final goal of human existence. This also echoes the practice of scholarship in the abbey school of Saint Victor, and thus the first steps of Peter Lombard in Paris.

  • von Josef Wermert
    39,00 €

    Die Landesburg Nienborg wurde um 1198 durch Fürstbischof Hermann II. von Münster im Rahmen seiner Territorialpolitik im Nordwesten des Oberstifts errichtet. Mit zahlreichen Privilegien und Burglehen ausgestattet, entwickelte sie sich zu einer der bedeutendsten und mächtigsten in Westfalen. Die Burgmannen bildeten eine durch Eid und Satzungen verbundene Korporation mit einem gemeinsamen Siegel und gewählten Vertretern, den Drosten bzw. Direktoren. Das zunächst aus den Inhabern von 40, um 1600 noch von 27 Burglehen bestehende "corpus borchmannorum" bestand bis zu seiner Selbstauflösung im Jahr 1811. Für den vorliegenden Band wurden die erhaltenen Rechnungen der Burgmannschaft von 1613/14 bis 1624/25 sowie weitere zeitgenössische Archivalien ausgewertet. Diese Quellen gewähren Einblicke in die Verfassung, Struktur und Verwaltung der Korporation, zeigen aber auch deren Sorge um den Erhalt der Burgprivilegien, der damals noch wichtigen Befestigunganlagen sowie der Infrastruktur von Burg und Freiheit Nienborg. Sie dokumentieren auch die Stellung der Burgmannschaft als Stadt- und Gerichtsherr über die im 14. Jahrhundert entstandene städtische Siedlung. Darüber hinaus enthalten sie wichtige Informationen zur Wirtschafts-, Sozial- und Rechtsgeschichte sowie detailliertes genealogisches Material über die Bewohner von Burg und Stadt Nienborg kurz vor und am Beginn des Dreißigjährigen Krieges. Die Edition ausgewählter Quellen zur Geschichte Nienborgs beschließt den mit zahlreichen Abbildungen versehenen Band.

  •  
    19,80 €

    Die Ökumene scheint ins Stocken geraten zu sein. Einsichten über Gemeinsamkeiten zwischen den Kirchen, ökumenische Dialoge und Annäherungen bleiben praktisch folgenlos. Innovative Durchbrüche fehlen. In dieser blockierten Situation ist es dringend geboten, die ökumenische Vorgehensweise zu überdenken. Appelle an die geistliche Ökumene bedürfen einer Konkretisierung, um nicht in fragwürdiger Weise vertröstend zu wirken. Vielmehr gilt es, die Bereitschaft zur Verantwortlichkeit zu stärken.Darum ist es lohnend, das Potenzial der ignatianischen Spiritualität für das ökumenische Engagement zu erschließen. Ihre zielorientierte Entschlossenheit, die nach innovativen Mitteln Ausschau hält, fordert zur Verbindlichkeit in den Annäherungen und Beziehungen zwischen den Kirchen. Die in den Geistlichen Übungen aufgespürten Handlungsprinzipien wie die Unterscheidung von Ziel und Mitteln, die Übungen für die Neuordnung des Lebens und andere Elemente der ignatianischen Spiritualität werden zu Inspirationen für das ökumenische Handeln.

  • von Wilfried Reininghaus
    49,00 €

    Die 1723 gegründete Kriegs- und Domänenkammer Minden sammelte im Auftrag der Berliner Zentralbehörden regelmäßig Informationen zur preußischen Provinz Minden-Ravensberg. Daten zur Bevölkerung und ihrer sozialen Zusammensetzung, zu den Berufen und zur gewerblichen Produktion, aber auch zu den landwirtschaftlichen Erträgen, wurden in sogenannten "Historischen Tabellen" zusammengestellt. Bis 1804 wurde die Menge der von Berlin angeforderten Daten immer größer und war von den lokalen Beamten - darunter der spätere Oberpräsident Ludwig Freiherr Vincke - kaum noch zu bewältigen. 1777 kam noch die Erstellung von "Fabrikentabellen" hinzu, die das exportorientierte Gewerbe erfassen sollte. Das Buch beschreibt eingehend die damalige Erhebung der Daten und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Geschichte der Statistik. Auch den Widerständen und Protesten gegen die Erhebung der Daten wird dabei nachgegangen. Neben der Rekonstruktion der Entstehung der Zahlen werden im Band 65 historische Statistiken veröffentlicht. Sie sind geordnet nach Städten und ländlichen Siedlungen. Den Erhebungen zu Bielefeld, Herford und Minden sowie zu den kleineren Städten stehen 266 ländliche Orte, gegliedert in Ämter und Vogteien, gegenüber - von Ahlsen-Reineberg (heute Hüllhorst) bis Wülpke (heute Porta Westfalica). Zahlreiche Abbildungen dokumentieren die Verwaltungspraxis des 18. Jahrhunderts. Trotz aller Probleme, die bei der Erhebung der Daten entstanden, kann die vorliegende Auswertung dennoch als Datenhandbuch genutzt werden, das den Übergang Minden-Ravensbergs in die Moderne erschließt.

  • von Oliver Wiertz
    59,00 €

    Gesellschaftliche Entwicklungen sorgen dafür, dass die Idee und das Ideal der Wahrheit unter Druck geraten und neu durchdacht werden müssen. Besonders prekär wird die Frage nach der Wahrheit vor dem Hintergrund unserer globalisierten Welt im Kontext religiöser Wahrheitsansprüche, die für religiös motivierte Gewalt verantwortlich gemacht werden. Im vorliegenden Band widmen sich Autorinnen und Autoren aus Philosophie und Theologie den vielfältigen Fragen, die sich im Zusammenhang mit dem Begriff der Wahrheit stellen und geben einen Überblick über die vielfältigen Rollen, die Wahrheit in der Philosophie, den Wissenschaften und den abrahamitischen Religionen spielt.

  • von Norbert Robers
    19,90 €

    Anna Verhaak verfügt über eine große Gabe: Sie weiß aufmerksam zuzuhören, Stimmungen aufzufangen, Gesten zu "lesen" und Trost zu spenden - die Literatur-Liebhaberin ist eine außergewöhnlich gute Trauerrednerin, die den Angehörigen gerade während der Corona-Pandemie mit viel Empathie zur Seite steht. "Zwei Mal lachen, ein Mal weinen", lautet ihr Motto für ihre berührenden Reden. Ein Brief voller Vorwürfe verändert alles. Anna stürzt in eine existenzielle Krise. Sie spürt, dass ihr Leben ein einziges Schauspiel ist, dass sie ein Theaterstück in eigener Sache aufführt, dass sie ihr Leben radikal verändern muss. Das Trauerspiel nimmt seinen Lauf.

  • von Matthias Pulte
    50,00 €

    Mit der Apostolischen Konstitution Pascite Gregem Dei, die am 23. Mai 2021 promulgiert wurde, hat Papst Franziskus ein lang erwartetes und viel diskutiertes Reformprojekt des kodikarischen Rechts umgesetzt. Seit dem 8. Dezember 2021 steht das neu geordnete kanonische Strafrecht des CIC/1983 in Kraft. Die seitdem diskutierten Neuerungen innerhalb der 89 überarbeiteten Canones liegen unter anderem im Bereich der kirchlichen Delikte, wobei insbesondere Straftaten sexuellen Missbrauchs und Vergehen im Bereich der Vermögensverwaltung reformiert wurden. Darüber hinaus hat der kirchliche Gesetzgeber die Liste der kirchlichen Strafmittel erweitert und in verschiedener Weise die Anwendung und Durchsetzung strafrechtlicher Gesetze eingeschärft. In mancherlei Hinsicht bringt das neue Strafrecht Klarheit und Verbesserungen. In anderen Bereichen bleibt es doch bei interpretationsbedürftigen Rechtsbegriffen und konzeptionellen Anfragen. Die Hirschbergtagung 2022 hat diese Kontinuitäten und Diskontinuitäten im neuen Strafrecht der Kirche einer vertieften Betrachtung und Diskussion unterzogen. Die Vorträge der Tagung, die in diesem Band zusammengestellt sind, sowie weitere Untersuchungen zu strafrechtlichen Aspekten wollen erste Interpretationsansätze zur Debatte stellen und damit einen Beitrag zu einer vertieften Theorie des kirchlichen Strafrechts und seiner praktischen Anwendung in der Rechtsprechung leisten.

  • von Leo Maier
    54,00 €

    Die Lehre von der Verlängerung des Lebens (prolongatio vitae) gehört zu den charakteristischen Themen des Franziskaners Roger Bacon (gest. um 1292). Ihr zufolge könne die Lebenszeit wieder auf biblische tausend Jahre ausgedehnt werden. Ursprünglich entwickelt Bacon diese Vorstellung im Kontext des an Papst Clemens IV. gerichteten Opus maius. In der vorliegenden Studie wird das Versprechen der prolongatio vitae erstmals mit der darin angelegten Forderung nach einer Wissenschaftsreform zusammengeführt. Seine Vision ist die Erneuerung des Menschen durch die Rückbesinnung auf die verlorengegangene, am praktischen Nutzen ausgerichtete Wissenschaftlichkeit. Sie verdichtet sich schließlich in der Wiederentdeckung lebensverlängernder Mittel wie dem Drachenfleisch.

  • von Anja Middelbeck-Varwick
    38,00 €

    Die Machtfrage in den Kirchen erhält durch den Blick auf die verheerenden Folgen von Missbrauch eine neue Dimension und Dringlichkeit. Der Fachbereich katholische Theologie der Goethe-Universität hat sich der Thematik in zwei Tagungen gewidmet und dabei Fragen nach religiös konstituierter Macht und Ohnmacht gestellt. Dabei wurden insbesondere die (mangelnden) Macht- und Verantwortungskultur der Gesamtorganisation "katholische Kirche" in den Blick genommen. Und zwar sowohl aus sozialwissenschaftlicher wie aus rechtswissenschaftlicher, theologisch-systematischer und theologisch-ethischer Perspektive. Die Beiträge setzen an Schnittstellen theologischer und sozialwissenschaftlicher Macht- und Gewaltforschung an und beleuchten Vulnerabilität, Gender-Aspekte, Intersektionalität und organisationsstrukturelle Dynamiken: Was sind Spezifika katholischer Konstitution von Macht und Ohnmacht? Wie schlagen diese sich in kirchlichem Selbstverständnis, Lehre, Organisation und Binnenkultur sowie in der verfassungsrechtlichen Haltung gegenüber den Kirchen in Deutschland nieder? Und nicht zuletzt: Wie wirken sie sich auf die Dokumentation von Missbrauchsfällen und die Missbrauchsforschung selbst aus?

  • von Michael Hirschfeld
    14,80 €

    In 32 pointiert formulierten Beiträgen stellen Autorinnen und Autoren, die mit Land und Leuten eng verbunden sind, ihren historischen Lieblingsplatz im Oldenburger Münsterland vor. Dabei eröffnen sie Zugänge sowohl zu bekannten Kulturdenkmälern in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta, als auch zu "lost places", die nicht oder nicht mehr im Gedächtnis der breiten Öffentlichkeit präsent sind. Vielfach legen sie dabei den Akzent auf kaum beachtete Details an historischen Bauten und anderen Kultur- und Naturdenkmälern. Gleichzeitig verbinden sie ganz individuelle Erinnerungen an ihre Lieblingsplätze mit Erläuterungen zu deren Geschichte. Die historischen Lieblingsplätze geben exemplarisch Auskunft darüber, wo sich Menschen in der Region heimisch fühlen und wie sie die Vergangenheit aus dem Blickwinkel der Gegenwart wahrnehmen.

  • von Kerstin Menzel
    44,00 €

    Diakonische und gemeinwesenorientierte Transformationen spielen in der Forschung zu Kirchen(um)nutzung gegenüber kommerziellen und kulturellen Nutzungen bisher eine untergeordnete Rolle. Dabei bieten diese Nutzungsstrategien große Potentiale für Kirche, Diakonie und die jeweiligen Sozialräume. Eine soziale Neunutzung findet gesellschaftlich und kirchlich oft breiten Rückhalt - durch die unterschiedlichen Logiken von Diakonie und Kirche sind diese Transformationen jedoch spezifischen Herausforderungen ausgesetzt. Die Beiträge in diesem Buch nehmen zum einen Beispiele expliziter diakonischer Kirchen(um)nutzung in den Blick: die Mit- und Umnutzung von Kirchen durch diakonische Institutionen oder in dezidierter Beteiligung an Stadt- und Regionalentwicklung, aber auch Kirchenräume in diakonischen Einrichtungen in Geschichte und Gegenwart. Zum anderen reflektieren sie die implizite Diakonizität von Kirchenräumen als offene Räume der Gastlichkeit, als Schutzräume, als Orte grenzüberschreitender Gemeinschaft. Das Themenfeld wird mit Beiträgen aus der Evangelischen und Katholischen Theologie, der Geschichte und Kunstgeschichte, der Architektur, der Diakoniewissenschaft, der Stadt- und Regionalplanung, der Immobilienwirtschaft, der Soziologie und Kulturwissenschaft sowie der Religionswissenschaft interdisziplinär erschlossen. Die Herausgeber:Dr. Kerstin Menzel studierte Evangelische Theologie in Marburg, New York, Leipzig und Berlin und wurde 2017 mit einer Arbeit zum Pfarrberuf in ausgedehnten Verantwortungsbereichen in ostdeutschen ländlichen Räumen in Marburg promoviert. Nach Vikariat und einer Zeit als landeskirchliche wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt Universität zu Berlin ist sie seit 2020 wissenschaftliche Assistentin am Institut für Praktische Theologie der Universität Leipzig. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Kirchentheorie, Pastoraltheologie sowie der Liturgiewissenschaft, wobei Räume dabei jeweils eine wichtige Fokussierung bilden.Prof. Dr. Alexander Deeg lehrt seit 2011 Praktische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig mit den Schwerpunkten Liturgik und Homiletik. Nach Studien der Evangelischen Theologie und Judaistik in Erlangen und Jerusalem und einem Vikariat in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, war er Assistent für Praktische Theologie in Erlangen und Leiter des neu gegründeten "Zentrums für Evangelische Predigtkultur" in Wittenberg. Er wurde mit einer Arbeit zur Predigt im jüdisch-christlichen Dialog promoviert und habilitierte sich mit einem Beitrag zur evangelischen Fundamentalliturgik. Gemeinsam mit Dr. Kerstin Menzel arbeitet er seit 2020 im Teilprojekt 2 der DFG-Forschungsgruppe "Sakralraumtransformation" (www.transara.de) und untersucht schwerpunktmäßige hybride Raumlösungen in Leipzig und Umgebung.

Willkommen bei den Tales Buchfreunden und -freundinnen

Jetzt zum Newsletter anmelden und tolle Angebote und Anregungen für Ihre nächste Lektüre erhalten.