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    von Katarzyna Badowska
    86,00 €

    City of Modernity consists of 33 essays about Lódz, a city that started out as an agricultural settlement and became a metropolis within a single generation, all thanks to technological progress. Its population of 767 in 1820, it had grown to 767,000 by 1939. At the turn of the century, it emblematized modernization and industrialization, and was a symbol of industrial-era modernity. It was often compared to Manchester and its truly American pace of development was admired. The city's rapid economic career was impressive, but it also exacted a high social cost.The authors, representing a variety of fields (history, sociology, literary, theatre and film studies, cultural anthropology) analyze many aspects of Lódz's economic, social and cultural life before the outbreak of World War II. In reference to Lódz modernism, they explore notions like modernity, metropolitanism and peripherality, multi-culturalism and multi-ethnicity (Lódz was a labor destination for German settlers, Polish peasants, Jews, as well as newcomers from the Russian interior), the phenomenon of workers' movements which peaked during the revolution of 1905, and the expansion of mass entertainment. The publication also looks at issues linked to urban infrastructure, animators of cultural life, and the emergence of new religious, political, and emancipation movements.

  • von Sylwia Dec-Pustelnik
    68,00 €

  • von Christina Schaefer
    89,00 €

    Vormoderne Schriften zur Haus- und Familienführung, sogenannte Ökonomiken, gelten traditionell als bewahrendes Schrifttum, das sich von der Antike bis in die Frühe Neuzeit kaum verändert hat. Ausgehend von der Untersuchung italienischer Dialoge des 15. und 16. Jahrhunderts setzt sich Christina Schaefer kritisch mit dieser Auffassung auseinander. Schenkt man nämlich der komplexen rhetorischen Faktur der Texte stärkere Beachtung, zeigen sich auch in oberflächlich stabil erscheinenden ökonomischen Wissensbeständen bemerkenswerte Veränderungen und Verschiebungen. Besonderes Augenmerk verdienen dabei jene Dynamiken des ökonomischen Diskurses, die durch die Integration von konventionell als distinkt wahrgenommenen oder sich zeitgenössisch erst ausprägenden Diskursen und Wissensbereichen entstehen: etwa durch die des gelehrten, poetologischen, religiösen oder höfischen Diskurses oder auch die eines praktischen Handlungs- und Erfahrungswissens. Zugleich eröffnet die an der Schnittstelle von Literaturwissenschaft und Wissensgeschichte angesiedelte Studie neue Perspektiven auf bekannte (und weniger bekannte) Texte der italienischen Renaissance: darunter Leon Battista Albertis Libri della famiglia (1433-41), Sperone Speronis Dialogi (1542), Stefano Guazzos Civil conversazione (1574/79) und Torquato Tassos Padre di famiglia (1580).

  • von Norbert Nebes
    58,00 €

    Der von Norbert Nebes und Iris Gerlach herausgegebene Band versammelt hauptsächlich die überarbeiteten Vorträge des im September 2019 an der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena gehaltenen Symposions "Migration und Kulturtransfer in den Kulturen des Vorderen Orients in der Antike". Hintergrund der Veranstaltung bildete das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Forschungsprojekt "Kulturelle Kontakte zwischen Südarabien und Äthiopien: Rekonstruktion des antiken Kulturraums von Yeha/Tigray (Äthiopien)", welches gemeinsam von der Außenstelle Sanaa der Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts und der Forschungsstelle Antikes Südarabien und Nordostafrika der FSU durchgeführt wird. Es geht dabei um die vielfältigen Interaktionsprozesse, die sich zwischen den im frühen 1. Jahrtausend v. Chr. aus dem sabäischen Kernland in das äthiopische Hochland eingewanderten Sabäern und der ansässigen Bevölkerung nachweisen lassen. Anhand von Fallbeispielen aus Regionen des Vorderen Orients und seinem weiteren Umkreis werden verschiedene Migrationsmodelle und der damit verbundene Kulturtransfer im 2. und 1. Jahrtausend v. Chr. vorgestellt.

  • von Felix Bohlen
    68,00 €

    Im chinesischen Altertum (ca. 1200-221 v. Chr.) gab es eine ausgeprägte Kultur der politischen Kritik. Insbesondere die Remonstration (chin. jian ¿) war bereits damals eine etablierte Praxis, mithilfe derer Minister Einspruch gegen die Regierungsführung ihrer Fürsten erhoben. Antikchinesische Anekdotensammlungen wie das Guoyu ¿¿ (Gespräche aus den Ländern) versprechen dem Anschein nach einen authentischen Einblick in diese Praxis der Herrscherkritik. Doch inwiefern handelt es sich bei den überlieferten Erzählungen um historisch glaubwürdige, faktengetreue Darstellungen der Vergangenheit? Kann den im Guoyu überlieferten Erzählungen über Remonstrationen uneingeschränkt Glauben geschenkt werden? Dieser Frage geht Felix Bohlen in seiner Studie nach. Dazu greift er auf die moderne Erzähltheorie zurück, um die literarische Darstellung der Remonstration im Guoyu zu untersuchen und ihre Konstruiertheit herauszustellen. Seine Studie leistet damit nicht nur einen Beitrag zum Verständnis von Herrscherkritik im frühen China, sondern führt zu einer Neubestimmung des Quellenwertes antikchinesischer Erzählungen.

  • von Michael Hofmann
    39,00 €

    Unbestritten ist Peter Weiss einer der wichtigsten Autoren und Dramatiker der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts. Der von Michael Hofmann und Agata Mirecka herausgegebene Band Störfall Peter Weiss ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Tagung, die 2022 in Potsdam stattfand. Die Beiträge von Literaturwissenschaftler*innen aus Deutschland, Polen, der Schweiz und Italien bieten eine facettenreiche Palette von Aspekten, die das Leben und Werk von Peter Weiss bestimmten.Paul Celan, Walter Benjamin und Konrad Swinarski sind nur einige der Namen, die hier mit Weiss in Verbindung gebracht werden. Deutsche und polnische Autor*innen (Michael Hofmann, Monika Tokarzewska, Artur Pelka und Zbigniew Feliszewski) widmen sich unterschiedlichen Themenkomplexen und Fragestellungen, die sich aus Weiss' Auseinandersetzung mit den genannten Persönlichkeiten ergeben. Berücksichtigt wird auch der italienische Kontext von Peter Weiss (Gerhard Friedrich) sowie die Bezüge Weiss' zum Werk Franz Kafkas (Agata Mirecka). Der autobiografische Kontext (Karol Sauerland) sowie die für Weiss ausschlaggebende Kulturpolitik der DDR (Arnd Beise) werdem ebenfalls ausführlich dargelegt. Julia Lind schließlich überträgt Peter Weiss' dramaturgische Tradition am Beispiel des She She Pop in eine zeitgemäße Form des Dokumentartheaters.

  • von Dominika Herbst
    58,00 €

    Die sozialen literarischen Reportagen (Konrad Wrzos, Wanda Melcer u.a.) und Bilderzyklen (Bronislaw W. Linke) der 1930er Jahre in Polen entstanden aus einem ethischen Impuls der Autor*innen und Künstler*innen heraus, die Folgen des sozial-politischen Wandels aufzuzeigen. Diese Arbeiten bezeugen die Arbeits- und Lebensumstände der Arbeiter*innen, Unterprivilegierten und der einfachen Bevölkerung und dokumentieren sie in einer Form, die sich durch Aktualität, inhaltliche Relevanz und die Beschäftigung mit neuen sozialen Milieus in Literatur und Kunst auszeichnet. Die Reporter*innen und Künstler*innen begaben sich persönlich an die Orte des Geschehens - in die Vororte, sozialen Einrichtungen, Fabriken oder Arbeitersiedlungen -, führten Gespräche mit ihren Protagonist*innen und hielten ihre unmittelbaren Eindrücke in Skizzen, kleinen Notizen und Texten fest.Im Fokus des Untersuchung stehen das Selbstverständnis der Autor*innen und Künstler*innen als Zeug*innen, ihr Engagement in Wort und Bild, die Dokumentation der sozialen Missstände sowie der Dialog mit den Leser*innen bzw. den Betrachter*innen. In Zusammenhang mit einer ethisch motivierten und zugleich künstlerischen Zeugenschaft werden in diesem Buch Autorschaftskonzepte, künstlerisch-ästhetische Praktiken und Schreibtechniken sowie der testimoniale Pakt diskutiert und weiterentwickelt.

  • von Franz Sz. Horváth
    58,00 €

    Das Leben des ungarisch-jüdischen Philosophen Erno Gáll (1917-2000) steht für das (jüdische) Leid, die politischen Hoffnungen und Enttäuschungen einer ganzen ostmitteleuropäischen Generation.Franz Sz. Horváth stellt Gáll als Jungkommunisten in Rumänien, als verfolgten Juden in Ungarn (1940-1945) und im KZ Buchenwald vor. Er schildert Gáll als stalinistischen Dogmatiker in Rumänien (1945-1956), als Reformmarxisten und Minderheitenintellektuellen (nach 1968). Gálls hybride (jüdisch-kommunistisch-ungarische) Identitäten, seine kommunitaristische Ethik der Würde und Verantwortung werden analysiert. Doch arbeitet der Verfasser auch Gálls Bemühungen, den Holocaust philosophisch zu deuten (Ettersberger Grübeleien), und seine vorsichtige Wiederannäherung an das Judentum im Alter heraus. Hierzu wertete er u.a. Gálls umfangreichen Briefwechsel, seine Tagebücher, Publikationen und Securitate-Akten aus. So gelingt es Horváth, die widersprüchliche Wahrnehmung Gálls als ungarischer Nationalist (durch die Securitate), als Jude im Dienst der rumänischen Partei (so die Ungarn) und als "dem Judentum entfremdeter Jude" (so seine jüdischen Freunde) aufzuzeigen.Diese erste Biographie des heimatlosen Philosophen Erno Gáll weist zuletzt nach, dass man mit Gálls Begriffsschöpfung der "Würde der Eigenart" an heutige Identitätsdiskurse anknüpfen kann. Schließlich gewährt die Einbettung des Gállschen Lebenswegs in die Erfahrungswelt seiner Generation auch einen Einblick in die rumänienungarische Minderheitengeschichte im 20. Jahrhundert.

  • von Yvonne Bindrim
    78,00 €

    Das Verhältnis zwischen der finnisch- und der schwedischsprachigen Bevölkerung Finnlands war nie ganz frei von Spannungen. Diese sind mit der Zunahme des Populismus wieder prominenter geworden, vor allem in Bereichen wie dem Gesundheits- und Schulwesen. Frühere Untersuchungen dokumentierten diesen Prozess nur fragmentarisch. Mit ihrer Untersuchung legt nun Yvonne Bindrim eine thematisch umfangreiche empirische und zudem methodenpluralistische Erhebung zu den Haltungen gegenüber den beiden Nationalsprachen Finnlands und ihren Sprecher*innen vor. Die Haltungen werden in die mit dem Maskentest (Matched Guise) indirekt erhobenen Spracheinstellungen und in die mittels Fragebogen direkt erhobenen sprachen- und sprecherbezogenen Meinungen unterschieden. Der pluralistische Ansatz erlaubt methodenkritische Rückschlüsse und hilft, die Diskrepanz zwischen Befunden früherer Untersuchungen und der sprachenklimatischen Realität zu erklären. Der Fragebogen schließt zielgruppenspezifische Thematiken ein und berücksichtigt die sprachliche Sozialisierungserfahrung der Teilnehmenden. Zur Erklärung der Haltungen werden u. a. sozialpsychologische Erkenntnisse zur Meinungsbildung herangezogen. Weiterhin bietet die Arbeit einen Überblick über die Sprachenpolitik Finnlands, die frühere Forschung zu Spracheinstellungen und sprachen- und sprecherbezogenen Meinungen in Finnland und die jeweils verwendeten Methoden.

  • von Theodor Mommsen
    125,00 €

  • von Sigrid Kramer & Paul Oskar Kristeller
    135,00 €

  • von Irene Schneider
    29,00 €

    Dieser Sammelband, hervorgegangen aus der Jahrestagung der Gesellschaft für Arabisches und Islamisches Recht 2019 an der Georg-August-Universität Göttingen, befasst sich mit Migration und Heimatrecht. Die Relevanz der Thematik ergibt sich aus der zahlenmäßig großen Zuwanderung Flüchtender aus den Kriegs- und Bürgerkriegsgebieten des Nahen Ostens, vor allem Iraks und Syriens, die vorwiegend in den Jahren 2014 und 2015 nach Deutschland kamen. Thematisiert werden zum einen der Umgang des deutschen Rechtssystems mit konkreten Rechtsfragen und typischen Problemstellungen, die sich aus der Situation der Migration ergeben. Aber auch die Heimat- bzw. Ausgangsrechte sowie die gesellschaftliche Situation der Migrant*innen in ihren Heimatländern, die für diese Menschen bis zum unfreiwilligen Verlassen ihrer Länder ihre selbstverständliche rechtliche Lebensgrundlage bildeten, werden angesprochen. Die Autor*innen dieser Beiträge sind Jurist*innen und Islamwissenschaftler*innen, aber auch Praktiker*innen, die Einblicke in praktische Aspekte des Familienrechts und hier vor allem des Kindeswohls in Deutschland geben. Der Band lotet aus, wie und in welchen Formen gesellschaftliche und familiäre Einbettungen von Migrant*innen im Rahmen der bundesdeutschen Ordnung funktionieren.

  • von Heinz A. Richter
    20,00 €

    In diesem Band wird die Katastrophe von Smyrna (heute Izmir) aus erster Hand geschildert. Heinz A. Richter zitiert und verarbeitet den Augenzeugenbericht der englischen Bildhauerin und Journalistin Clare Sheridan, die im September 1922 nach Smyrna gekommen war, um den Sieger im Griechisch-Türkischen Krieg Mustafa Kemal, Atatürk, zu interviewen. Sie erlebte dabei den verheerenden Brand hautnah mit, bei dem die griechischen und armenischen Viertel der jahrtausende alten kosmopolitisch geprägten Hafenstadt völlig zerstört wurden und Tausende von Einwohnern und Geflüchteten, die sich zu Kriegsende in der Stadt aufhielten, grausam zu Tode kamen oder von den Türken vertrieben wurden.

  • von Katharina Bobzin
    39,00 €

    "Arabisch - Schritt für Schritt" von Katharina Bobzin ist ein Lehrwerk für Anfänger und gut in einem Kurs einzusetzen, aber ebenso geeignet für selbständiges Lernen. Sämtliche Texte, Grammatikbeispiele, Verbtafeln und Übungen sind ins Deutsche übersetzt und über die Seite https://www.harrassowitz-verlag.de/DEU/isbn_9783447119191.ahtml auch als Audio-Dateien verfügbar (Dauer: ca. 8 Stunden, ca. 600 MB), abzuhören auf Smart-/iPhone, Tablet, PC.In der vierteiligen Einleitung "Schrift und Aussprache" werden zunächst die Laute der arabischen Standardsprache und deren Umschrift vorgestellt, dann folgen alle arabischen Schriftzeichen - mit jeweils genauer Schreibanleitung. Anhand einfacher Beispielwörter und -sätze wird vor allem die Aussprache schwieriger Laute geübt, sorgfältig abgestuft nach ihrem Schwierigkeitsgrad.Die zwölf Lektionen enthalten Dialoge, beschreibende Texte und kleine Anekdoten mit überwiegend landeskundlicher Thematik, veranschaulicht durch Bildmaterial und kleine Karten. Jede Lektion enthält außerdem drei Wortlisten, einen Grammatikteil, ausführliche Übungen und abschließend jeweils ein Sprichwort oder eine Redewendung mit Erklärung.Ein Anhang mit Lösungsschlüssel, ergänzenden Verb­tafeln, zahlreichen Registern sowie einem arabisch-deutschen Wörterverzeichnis mit Stellenangaben rundet das Werk ab.Die farbige Karte auf den Innenseiten des Umschlags - vorne in Umschrift, hinten arabisch bedruckt - zeigt die arabischen Länder. Hilfreich ist auch das beigegebene Lesezeichen, auf dem alle arabischen Schriftzeichen abgebildet sind.Das Niveau des Sprachkurses entspricht weitgehend A1-A2 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen.

  • von Danuta Gwizdalanka
    19,80 €

    Maria Szymanowska (1789-1831) war eine außergewöhnliche Musikerin. Aus jüdisch-frankistischer Familie stammend heiratete sie zunächst einen Gutsbesitzer, doch als sie mit etwa dreißig Jahren erste Erfolge als Komponistin und Pianistin feierte, erfand sie sich neu: Nach der Trennung von ihrem Mann wurde sie zu einer der ersten reisenden Pianistinnen Europas und zog viele Jahre durch den gesamten Kontinent, ehe sie sich in St. Petersburg niederließ.Danuta Gwizdalanka zeichnet das Leben dieser besonderen Frau, die durch ihre Bekanntschaft mit Adam Mickiewicz und Johann Wolfgang von Goethe auch Eingang in die Literaturgeschichte gefunden hat, in schillernden Farben nach. Dabei deckt die Autorin auch einige Mythen auf, die sich im Laufe der Zeit um die Musikerin gerankt haben.Die Musikwissenschaftlerin Danuta Gwizdalanka hat zahlreiche Musikerbiografien verfasst. In der Reihe "Polnische Profile" sind bereits Bücher über Karol Szymanowski (kein Verwandter von Maria!) und Mieczyslaw Weinberg erschienen.

  • von Julia Röttjer
    32,00 €

    Das Thema der auswärtigen Kulturpolitik führt innerhalb der historischen Forschung ein Nischendasein. Zugespitzt formuliert interessiert sich die Politikgeschichte zu wenig für Kultur, die Kunst- und Kulturgeschichte zu wenig für Politik. Das gilt auch für die deutsch-polnische Beziehungsgeschichte nach 1945. Dadurch entsteht eine eklatante Forschungslücke, denn über deutsch-polnische Kulturbeziehungen im 20. Jahrhundert lässt sich kaum sprechen, ohne auch die auswärtige Kulturpolitik auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs in den Blick zu nehmen.Die Beiträger:innen zu diesem interdisziplinären Band fragen daher gezielt nach dem Verhältnis von Kultur und Politik. Wie instrumentalisiert die Politik die Kultur, wie macht sich die Kultur die Politik zunutze? Welche Diskrepanzen zwischen politischen Steuerungsversuchen einerseits und Eigendynamik kultureller Kontakte andererseits gibt es, und wie lässt sich dieses dialektische Verhältnis konzeptuell fassen? Gerade die politisch-moralisch so komplizierte und kulturell so fruchtbare deutsch-polnische Beziehungsgeschichte nach 1945 bietet für solche Fragen ein besonders ergiebiges Feld. Die Beiträge u. a. aus Literatur-, Kunst-, Musik- und Filmgeschichte beleuchten die vielfältigen Verflechtungen zwischen kultureller und politischer Sphäre, offizieller und inoffizieller Ebene, privatem und öffentlichem Engagement. Dabei zeigt sich, dass die häufig gezogene strikte Trennung zwischen einem bürgerschaftlichen Engagement "von unten" und einer Kulturpolitik "von oben" in vielen Fällen nicht haltbar ist und das spannungsreiche Verhältnis von Kultur und Politik zu immer wieder neuen und differenzierten Analysen herausfordert.

  • von Johanna Weirich
    25,00 €

    Johanna Weirichs Studie bietet neue Perspektiven auf die Forschung zur Dalit-Bewegung, wobei erstmals eine Untersuchung zur Dalit-Identität in der Heilsarmee vorliegt. Auf Grundlage von ethnografischen Daten, die im südindischen Kanyakumari-Distrikt gesammelt wurden, setzt die Autorin beim Selbstverständnis der erforschten Gruppe an und problematisiert essentialistische Bestimmungen von "Dalit". Untersucht wird die Positionierung einer Reformbewegung aus der Heilsarmee-Laienschaft als Dalit-Bewegung, darüber hinaus wird diese Bewegung in Debatten um globale Heilsarmee-Identität und um christliches Selbstverständnis in Indien kontextualisiert.Leitendes Interesse dabei war es, herauszufinden, aus welchen Gründen und mit welcher Motivation sich eine Gruppe, die sich als innerkirchliche Reformbewegung versteht, der Öffentlichkeit als Dalit-Bewegung präsentiert und von ihr auch als solche wahrgenommen wird. Es wird nach Schnittstellen zwischen religiösen und politischen Debatten gefragt. Die Studie richtet sich an Interessierte aus der Religionswissenschaft, der Theologie und den Südasienstudien. Sie ist relevant für Forschungen zur Dalit-Bewegung, zur Heilsarmee sowie zum indischen und weltweiten Christentum.

  • von Piotr Szlanta
    22,00 €

    Zu Beginn seiner Amtszeit schien sich Kaiser Wilhelm II. zunächst seinen polnischen Untertanen gegenüber wohlwollend zu verhalten. Doch ab 1894 wurde er zu einem erklärten Feind aller politischen Bestrebungen Polens. Er kehrte zum Germanisierungskurs zurück, der unter Reichskanzler Otto von Bismarck begonnen hatte. Polinnen und Polen machten zwar rund zehn Prozent der preußischen Bevölkerung aus, doch ihre Rechte auf eine eigene nationale Identität, auf Tradition und Pflege der Sprache wurden vom Staat nicht geachtet. Der deutsch-polnische Konflikt wurde auch vom Kaiser selbst geschürt. Seine provokativen Reden riefen bei Polinnen und Polen immer wieder Empörung hervor, sowohl im Reich als auch in den übrigen Teilungsgebieten Polens.In seinem Buch schreibt Piotr Szlanta ein bislang wenig bekanntes Kapitel der deutsch-polnischen Beziehungsgeschichte und schildert aufgrund umfangreicher Quellenstudien zahlreiche Episoden aus dem politischen und gesellschaftlichen Leben unter Kaiser Wilhelm II.

  • von Robert Rollinger
    97,00 €

    This volume is a collection of papers that have been given at an international conference in December 2019 in Bregenz, Austria. They focus on Arrian of Nicomedia's Anabasis Alexandrou which is our main source for the life and reign of Alexander the Great. So far, scholarship has paid only little attention to the Anabasis as literary cosmos of its own right. The various contributions critically evaluate the still extant general opinion, that Arrian deserves a distinguished status as the main source on the Macedonian conqueror since he allegedly closely followed his sources. But the first accounts of the participants in Alexander's famous expedition have only survived as fragments and thus their literary production is more or less shrouded in mystery. Hence, the tension between Arrian's literary creativity, propinquity to his sources, his relationship to his role-model Xenophon merits serious examination when assessing the value of his work as a historical source.The volume is the first attempt to contextualize the work of Arrian against various backdrops. This includes the reign of Alexander, the Classical and contemporary literary trends, the Second Sophistic as intellectual framework, the until yet neglected idea of "empire" as well as echoes and stimuli from the Achaemenid and Hellenistic period. The various contributions create a more complex image of Arrian as an author, his literary production and his idea of the Macedonian conqueror that helps us to gain a better understanding of this complex text and Alexander the Great as its protagonist.

  • von Kerstin Droß-Krüpe
    148,00 €

  • von Martin Dahl
    38,00 €

    Vor drei Jahrzehnten schlossen die Republik Polen und die Bundesrepublik Deutschland den Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit. Wie steht es heute um die Beziehungen der beiden Länder zueinander? Der Sammelband Von der Versöhnung zur Alltäglichkeit? widmet sich dieser Frage in mehreren Kapiteln: Es geht um Wirtschaft, grenznahe Zusammenarbeit, Zivilgesellschaft, Geschichtspolitik und Erinnerungskultur, Minderheitenpolitik und Sicherheitspolitik. In ihrem Schlusswort fordern die Herausgeberinnen und Herausgeber: "Die gegenseitigen guten Beziehungen müssen ununterbrochen gepflegt, ausgebaut und vertieft werden, auch und gerade weil dies im Interesse beider Länder liegt."

  • von Veronika Egetenmeyr
    98,00 €

    Sidonius Apollinaris war Politiker, Bischof, Dichter und Mitglied einer selbstbewussten gallo-römischen Aristokratie. Er gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des 5. Jahrhunderts in Gallien. Sein Leben - geprägt von der zunehmenden Desintegration des Römischen Reiches - spiegelt sich in seinen Briefen. In diesen berichtet er von politischen Verträgen, Intrigen, Freundschaftskonventionen und verarbeitet die Veränderungen seiner patria symbolisiert durch die reale und literarische Präsenz von ,Barbaren'.Mithilfe eines theoretischen Rahmengerüstes, das Konzepte von Alteritäten, Identitäten und Tradition miteinander verbindet, analysiert Veronika Egetenmeyr in ihrer Studie die von Sidonius stammenden und selbst zur öffentlichen Zirkulation vorgesehenen Briefe systematisch. Der ,Barbar' erscheint so als ein literarisches Konstrukt, das einer Reihe von Bedingungen unterworfen ist und das keineswegs dichotomisch aufgelöst werden kann. Der ebenso strikte wie paradigmatische Gegensatz zwischen ,römisch' und ,barbarisch' lässt sich in den Briefen des Sidonius Apollinaris nicht aufrechterhalten. Je nach Briefkontext und Leserschaft verändert sich nicht nur das Bild des ,Barbaren', sondern auch die literarische Identität des Autors. Am Ende erscheint der Briefautor Sidonius als eine multiple Persönlichkeit. Der wahre Sidonius hingegen verbleibt in selbst gewählter obscuritas.

  • von Lena Sophie Dorn
    58,00 €

    Das Übersetzen von Literatur ist ein zentraler und zu wenig beachteter Teil der europäischen Kulturgeschichte. In dieser Arbeit wird die Kommunikation über die Bedeutung und Art von Übersetzungen als gesellschaftliche und ästhetische Aushandlung der Nation diskutiert. Anhand von reflexiven und kommentierenden tschechischsprachigen Texten des 19. Jahrhunderts wird gezeigt: Literarische Übersetzungen waren in der Zeit entstehender europäischer Nationalliteraturen so selbstverständlich wie umstritten, waren zugleich potentiell bedrohlich und unabdingbar. Unter anderen Josef Jungmann, Jakub Malý oder H. G. Schauer trugen hier zur Übersetzungsdebatte bei. In den zunehmenden Verflechtungen und Kontakten wurde das Übersetzen ein Bestandteil der Konstruktion des Nationalen. Auf der theoretischen Ebene geht es nicht um eine Übersetzung, durch die (kulturelle) Bedeutung objektiv fixiert werden könnte. Vielmehr entwickelt die Autorin den Begriff der "Übersetzungsbewegungen", die mit den ästhetischen, gesellschaftlichen und epistemischen Haltungen verzahnt und veränderlich sind und nicht nur in eine Richtung weisen, sondern mitunter paradox funktionieren.Das Verhältnis von Übersetzung und Nation, das unsere literarische Kultur bis heute prägt, rückt damit ins Rampenlicht. Nationen entstanden nicht vor dem Übersetzen, sondern in ihm.

  • von Susanne Rutishauser, Mirko Novak & Christoph Baumer
    138,00 €

    Central Asia is a vast region separating and at the same time connecting the civilizations of the Near East, East Asia and the Indian subcontinent with each other and with the neighboring nomadic cultures.This richly illustrated book reflects the contributions of a conference that took place in Bern in 2020 and includes 32 contributions from 56 authors from 18 countries. The conference evaluated the supra-, inter-, and intraregional modes of cultural exchange and knowledge transfer like trade, migration, missionary activities or military encounters. This exchange occurred within Central Asia, from the outside into Central Asia or conversely out of Central Asia to neighboring cultures. The timeframe considered was from the Early Bronze Age to the period of Amir Timur (end of the 14th century CE) and the geographic scope stretched from the eastern Caucasus in the west till Xinjiang in the east and from southern Siberia in the north till Baluchistan in the south. All papers presented were based upon new archaeological investigations, surveys and discoveries. Most of the contributions suggest that in Central Asia, based on its specific geopolitical location, typical "contact cultures" blossomed which were influenced to varying degrees by the neighboring cultures and thus produced many facets of cultural hybridisation.The conclusions of many of the excavations presented here will be published in English for the first time. Each article is accompanied by an extensive bibliography and a Russian abstract.

  • von Enrique Jiménez
    110,00 €

    The book contains first editions of thirty-three cuneiform tablets from the Frau Professor Hilprecht Collection, dating to the second half of the second millennium and the first millennium BCE, as well as duplicates and parallels from other museums. The majority of the edited tablets stem from the city of Nippur, but the book also includes manuscripts from Assur and Babylon. The tablets comprise literary, magic, and divinatory texts, as well as fifteen Middle and Neo-Babylonian school manuscripts with excerpts from various compositions.The literary texts include a large prayer invoking blessings of Nippur gods upon the king, known in other cities as well; a wisdom monologue, and a manuscript of The Exaltation of IStar. The magic section includes Middle Babylonian versions of anti-witchcraft incantations previously known in the first millennium, as well as exorcistic spells, and formulas to be recited upon the consecration of Nippur priests. Extispicy, hemerologies, and physiognomy are among the divinatory texts edited. The school tablets contain excerpts from several texts previously unknown to have survived into the respective periods, such as a Middle Babylonian version of Tamarisk and Palm and a first-millennium version of the wisdom text Hearken to the Advice.The introduction of the book contains an overview of Nippur history, as well as a discussion of the provenance of the tablets and their social and school contexts. The city of Nippur, whose scholarly production circulated widely in Antiquity, is strangely bereft of scholarly manuscripts, a fact that the book seeks to explain.

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