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Bücher veröffentlicht von Königshausen & Neumann

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  • von Liz Bahs
    35,00 €

    Multi-narratives are artifacts that juxtapose single narratives. This arrangement creates a productive tension within the artifact that is larger than the sum of its parts. Reading multi-narratives is a twofold process: first, distinct local narratives within a work often create disruption and incongruity. Second and at the same time, this heterogeneity invites a 'bringing together' or 'making sense of' the relationship among the constituent narratives. In several close-readings, this volume explores key aspects of such multi-narrative interplay in works by Kate Atkinson, Julian Barnes, Louise Erdrich, Jackie Kay, Richard McGuire, Cynthia Ozick and Lionel Shriver.

  • von Andreas Frewer
    24,00 €

    Beiträge von Immanuel Adam, Ruth Busl, Andreas Frewer, Sabine Klotz,Stephanie Müller, Magdalena Resa, Antonia Sahm und Franziska Wagensonnersowie eine Übersicht der in der Fachbuchreihe "Menschenrechteund Ethik in der Medizin für Ältere" bisher erschienenen Bände.

  • von Paul Sailer-Wlasits
    16,00 €

    Minimale Moral ist eine Streitschrift über sieben politisch-geistige Todsünden, deren Konsequenzen jeweils realpolitische Missstände sind. In sieben Kapiteln wird der gegenwärtige Zustand unserer >politischen Kaste< beschrieben, deren Defizite und Versäumnisse. Minimale Moral schildert demnach jenen Zustand politischer Entropie, an dem sich gerade noch ein paar Moleküle bewegen, knapp vor dem absoluten Nullpunkt, dem politischen Stillstand. Ein Zustand kleinstmöglichen energetischen Aufwands, nicht um visionär zu gestalten, sondern um die Macht gerade noch zu erhalten. In der zweiten, erweiterten Auflage verdeutlicht Paul Sailer-Wlasits die gravierenden Mängel und Deformationen politischer Planung und Ausführung. Das rigorose Hereinbrechen Künstlicher Intelligenz wirft neue, bis dato ungehörte Fragen zu fatalen Wechselwirkungen und gesellschaftlichen Konfliktlinien auf:I. Über Wahrheit und Lüge in der Politik: Ent-TäuschungenII. Multiple Krisen und Metaphern: Politische Sprache als RhetorikIII. Populismus: Zwischen Sprachmissbrauch, Hybridität und DemagogieIV. Verbalradikalismus und Hasssprache: Eine Abgrenzung in Zeiten digitaler AnpassungsleistungV. Die Welt des Anderen: Philosophie der Anerkennung, Grenzen und DemarkationslinienVI. Die globale Idee auf dem Prüfstand: Ethik und Moral in Zeiten künstlicher IntelligenzVII. Epilog: Gefährliche Spracharmut und beredtes Schweigen in der Gesellschaft

  • von Viktoria Sophie Lühr
    80,00 €

    Der Zeitraum zwischen 2015 und 2019 markiert eine politische und gesellschaftliche Umbruchsphase. Im Kontrast der zunehmenden diverskulturellen Öffnung und Gegenbewegungen, die ihrerseits den Wert auf den Schutz und die (R)Einheit des Eigenen legten, veränderte sich der Diskurs um kulturelle Vielfalt, der am Beispiel von Frankreich, Deutschland und Québec untersucht wird, deutlich. Im Mittelpunkt parlamentarischer Debatten stand die Frage, ob sich kulturelle Diversität und nationale Identität in einem Gesellschaftsmodell ergänzen können, das gleichzeitig kulturelle Vielfalt fördert und den Erhalt der Mehrheitskultur sicherstellt.

  • von Sigrid Thielking
    48,00 €

    Die Beiträge dieses Bandes stellen die Frage, wie aktuelle Entwicklungen der Literaturwissenschaft als Kulturwissenschaft in didaktischer Perspektive fruchtbar gemacht werden können. Dabei geht es einerseits darum, traditionelle Konzepte und Fragestellungen neu zu modellieren, und andererseits darum, neuere kulturwissenschaftliche Konzepte in die literaturdidaktische Diskussion einzuführen. So werden Perspektiven des kulturellen Gedächtnisses, der Genderforschung und der inter- und transkulturellen sowie postkolonialen Literaturwissenschaft in didaktischer Perspektive reflektiert, um aktuelle Facetten des Literarischen zu überdenken und auf diese Weise das Gespräch zwischen Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik neu zu beleben.Die einzelnen Fallstudien stellen dabei unter Beweis, dass die kulturwissenschaftliche Profilierung der Literaturdidaktik im Ganzen wie im Detail wichtige Perspektiven auf das genuine Potential der Literatur für die schulische Bildung, die Persönlichkeitsentwicklung und die Sozialisation und Enkulturation junger Menschen eröffnet und erkennen lässt. Es zeigt sich, dass die schulische Beschäftigung mit literarischen Texten von den Impulsen und Konzepten einer kulturwissenschaftlich orientierten Didaktik sehr profitieren kann und dass diese Beschäftigung in einer in der Fachdiskussion nicht immer genug gewürdigten Weise die Bildung eines kritischen Bewusstseins und eine Teilhabe an wichtigen gesellschaftlichen Prozessen und Diskussionen fördern kann.

  • von Rudiger Gorner
    9,80 €

    Als Kulturphänomen sind Verluste ein zentrales literarisches Motiv, das in der Moderne einen erheblichen ästhetischen Mehrwert erbringt.

  • von Melanie Strasser
    44,80 €

    Kultureller Kannibalismus - als Metapher für die Einverleibung undTransformation des Anderen - gilt insbesondere im Brasilien des 20.Jahrhunderts als poetologisches und kulturtheoretisches Paradigma.Die im Modernismus der 1920er Jahre proklamierte Bewegung derAnthropophagie zelebriert das Verschlingen europäischer Kulturformenals Medium des Widerstands sowie einer eigenen Identität.Der >böse WildekannibalischenÜbersetzens< Einzug in den translationswissenschaftlichen Diskurs.Die Fragen, denen die vorliegende Studie nachgeht, sind folgende: Inwiefernlässt sich das Lesen und Übersetzen des Anderen als Akt desVerschlingens denken? Steht die kannibalische Metaphorik aufgrundder ihr inhärenten Gewalt nicht stets im Zeichen des Verlusts - desEigenen wie des Fremden? Welche Möglichkeiten, aber auch welcheProbleme birgt der Begriff eines kannibalischen Übersetzens? Undlässt sich die Aporie, in die Kannibalismus letzten Endes mündet, mithilfeder Dimension des indigenen Denkens auflösen?

  • von Thomas Synofzik
    58,00 €

    Annekatrin Babbe: »She had tradition at her fingers' ends« - Traditionsbildung um Clara Schumann - Beatrix Borchard: »Mein ganzes Empfinden war M i ß f a l l e n«.  Ästhetische Diskussionen in Briefen? - Gunther Braam: Eine wiederaufgefundene Fotografie von Clara und Robert Schumann - Anselm Eber: Bilder aus Wien. Clara Schumann und die Familie Fellinger - Timo Evers: Aspekte der gemeinsamen Kontrapunktstudien Clara und Robert Schumanns - Valerie Goertzen: Clara Schumann als Bach-Bearbeiterin und -Interpretin - Michael Heinemann: Zitternde Blätter aus dem Buch der Liebe. Zu Clara Schumanns Jucunde-Vertonungen op. 23 - Jelena Josic: Clara Schumann und Julius Stockhausen - Klaus Martin Kopitz: Plädoyer für eine Clara-Schumann-Gesamtausgabe - Jonathan Kregor: Clara Schumann in der amerikanischen Presse - Julia Lajta-Novak: Clara Schumann als Filmheldin - Gili Loftus: Communing with the Shadows of the Schumann-Piatti Circle: A Performer's Reflections on Reverential Playing and Reading Between the Lines - Carlos Lozano Fernandez: Konferenz bei Kaskel - Clara Wieck und die Familie Kaskel in Dresden - Kazuko Ozawa: Clara Schumann und ihre Schülerin Ilona Eibenschütz - Annegret Rosenmueller: »Wer mich kennt, kann ja denken, daß ich meinem Manne gern das schönste Denkmal gesetzt hätte«. Clara Schumann und die Schumann-Memorialtradition - Ekaterina Smyka: Clara Schumann und Carl Gottlieb Reißiger - Thomas Synofzik: Zur pianistischen Idiomatik in Clara Schumanns Kompositionen - Matthias Wendt: Ein C. Wieck-Tagebuch aus Dresden.

  • von Hans-Michael Speier
    49,80 €

    Marlies Janz: Involution als "Lebensschrift". Zu einigen Gedichten des Bandes ,Sprachgitter' und zur ,Engführung'- Barbara Wiedemann: "Wir lasens im Buche". Überlegungen zu Paul Celans Lesern - Christine Ivanovi?: "Surface Reading". Ein ,weniger begangner' Weg der Celan-Philologie - Germinal Civikov: Die Hure Hyperion und ihr Nachbar. Zu zwei Gestalten im Nachlassgedicht ,Ars Poetica 62' von Paul Celan - Klaus Bruckinger: Das Überwinden von Entfernungen -Bertrand Badiou: Ne pas perdre le fil. Janvier-Mai 1965 (Auszug) - Michael Kardamitsis: Die Hand im Feuer. Zeugenschaft und Selbstverstümmelung von Titus Livius zu Paul Celan - Simone V. Becker: Tikkun in der Holocaustdichtung. Eine neue Interpretationsmöglichkeit des Gedichts ,Psalm' - Anna Maria Spener: "Dein jüdisches Gesicht". Zu drei Gedichten des Ilana-Zyklus von Paul Celan - Lydia Koelle: "... meine Gedichte implizieren mein Judentum". Das Schocken-Celan-Konvolut (1958-1970): Paul Celans jüdisches Bekenntnis nach seiner Israel-Reise im Herbst 1969 - Petro Rychlo: "L'heure de Sperber". Paul Celan - Alfred Margul-Sperber: Zur Geschichte einer Freundschaft - Andrei Corbea-Hoisie: Trei poeme de Paul Celan - Martin A. Hainz: Kanonisch aus den falschen Gründen? Inbesondere zu Paul Celan, Rose Ausländer und Mascha Kaleko - Jean Bollack und Ralph Schoc: "Ab Saarbrücken wurde er ein anderer". Ein Radiogespräch von 1993 - Mario Martín Gijón: Celans Rezeption in Spanien - Peter Goßens: Bibliographie der Übersetzungen Paul Celans. Nachträge zur Bibliographie im ,Celan-Jahrbuch 8' (2001/2002) - Miszellen und Rezensionen

  • von Gerhard Oberlin
    24,00 €

    Der Verfasser geht von der Hypothese aus, dass die parlamentarischen Demokratien vor allem des »alten Westens« (Europa und Nordamerika) im Begriff sind, alles zu verlieren, was sie einst aus einer utopischen Idee entstehen ließen: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Wenn der private Wohlstand als Ziel der Massen erstrebt und erreicht wird, liegt die bürgerliche Teilhabe genau so weit in utopischer Ferne wie die Ideale der Demokratie. Goethes Verse aus dem Faust, die diesem Buch als Motto dienen, sind im Namen eines Bürgertums verfasst, das seinerzeit schon staatstragend bedeutsam war: »Was du ererbt von deinen Vätern hast,/ Erwirb es, um es zu besitzen« - will sagen: Auch der Wohlstand muss durch jedermanns Hände Arbeit von Generation zu Generation neu geschaffen werden. Nur als >erworbenes< Wertziel kann er sich politisch legitimieren. Wie destruktiv dagegen der Wohlstandsprivatismus dem Gemeinwohl in einer freiheitlichen Demokratie entgegensteht, soll dieses Buch analysieren. Sein Fazit wird zeigen, dass Mitbestimmung und Solidarität für die wachsenden Massen unseres Planeten, die nach Wohlstand streben, ein zunehmend fernerer Traum ist, der zum dystopischen Albtraum wird, wenn Ideal und Wirklichkeit sich bekämpfen.

  • von Bardo M. Gauly
    50,00 €

    Zeitenwenden sind dem Unendlichen freundlich. Ob der Umbruch als Krise erlebt wird, in der ein für sicher gehaltener Boden bebt und reißt, oder als enthusiastischer Neubeginn, der ungeahnte Horizonte freisprengt, das Unendliche erhält in solch metaphorischen Szenarien leicht Gelegenheit für einen neuen Auftritt. Wo das Gewohnte, das Feste, das in seiner Wohlausgemessenheit Endliche birst oder aufbricht, wird Unendliches wieder vorstellbar. Insofern hat das Unendliche eine eigene Affinität zum Umbruch fester Ordnungen.Vorstellungen von Unendlichem haben auch innerhalb der Ordnungen ihren Ort, die das Denkbare vom Undenkbaren trennen, das Machbare vom Unmöglichen, das Erlaubte vom Verbotenen, das Erträumbare vom Tabuisierten. Dabei rivalisieren unterschiedliche Rahmenvorstellungen im gleichzeitigen Nebeneinander verschiedener Schichten, ethnischer Gruppen, Religionen, Ideologien. Meist bringt eine neue Zeit auch eine neue Vergangenheit und eine neue Zukunft. So verändern sich die Positionierungen des Unendlichen.Selbstbeschreibungen und Geschichtsdeutungen entfalten ihre sinnordnende Wirkung nicht nur über begrifflich-systematische Ausarbeitungen, sondern mit durchschlagender Wirkung auch über Bilder, rituelle Praktiken und Narrationen. Hier wird angeeignet und verarbeitet, wo und wie die Menschen einer bestimmten Zeitgenossenschaft sich in Raum und Zeit verorten und mit welchen Ängsten, Wünschen und Hoffnungen sich ihre Gegenwart und ihre Zukunft auflädt. Auch in derlei Konstruktionen treten Endlich und Unendlich in immer neue Konstellationen und Konflikte.

  • von Susanne Dinkl
    40,00 €

    Das Erzählen über Krise als Alltagspraxis begleitet uns erheblich länger als aktuelle Debatten um das gegenwärtige Zeitalter multipler Krisen. Erzählen ist dabei viel mehr als lediglich eine Praxis der Darstellung oder Bewältigung von Erlebtem: Es bedeutet zugleich Weltgestaltung. Thema des Bandes sind Narrative von der Vormoderne bis in die Gegenwart, die Krisen nicht nur als Bedrohung einer gegebenen Ordnung, sondern zugleich als Chance zu grundsätzlichem Wandel und Neubeginn darstellen. Wer Krise als Chance erzählt, imaginiert eine erstrebenswerte Zukunft. Und nicht zuletzt sind es diese Narrative, die die Vielen mobilisieren und damit gesellschaftliches Veränderungspotential erst ermöglichen und letztlich neue Realitäten gestalten.Der Band verbindet interdisziplinäre Ansätze der Erforschung von Krisen und des sie begleitenden bildlichen, mündlichen, schriftlichen, medialen, künstlerischen usw. Erzählens. Dabei geht es darum, ein Spektrum der Krisenerfahrungen vom Mittelalter über die Frühe Neuzeit bis hin zur Gegenwart kennenzulernen. Gemeinsamkeiten sowie Differenzen werden derart für das heutige Verständnis aktueller Krisenphänomene fruchtbar gemacht. Dies dient auch unserer Verortung in einer sich rasch verändernden Welt.

  • von Lenz Prütting
    58,00 €

    Das Protagoras-Programm der expliziten Selbstsorge, Selbstvergewisserung und Selbstbestimmung ist einer der Kerngedanken der europäischen Aufklärung und zugleich damit auch des westlichen Selbstverständnisses und setzt bei dem Befund an, den Protagoras als erster zu verkünden wagte: Weil wir über die Existenz der Götter nichts wissen und darüber auch nichts wissen können, müssen wir eben den Menschen selbst zum Maß aller Dinge bestimmen. Oder mit und gegen den christlichen Kirchenvater Augustinus gesprochen: Wir müssen eben das experimentum medietatis wagen.In welcher Einstellung dies geschieht, ist eine ganz andere Frage, und welche Menschen man dabei zum Maß aller Dinge erheben kann/darf/soll/muss, ist wieder eine andere und extrem schwierige Frage, und genau diese Frage soll hier geklärt werden. Die anthropologische Studie von Lenz Prütting beschreibt deshalb die Entstehung dieses Homo-mensura-Satzes in der Antike und seine Rezeptionsgeschichte bis heute und kommt dabei zu dem Ergebnis, dass der Homo-mensura-Satz nicht durch einzelne Personen, bestimmte Typen oder gar bestimmte Kollektive verkörpert werden kann, sondern allein in anthroponomen Strukturen zu suchen ist, die allen Menschen zu eigen sind. Und das heißt wiederum, dass die philosophische Anthropologie die einzig legitime Erbin des Protagoras-Programms ist, um dieses Erbe angemessen zu würdigen und umzusetzen und gegen alle Feinde der europäischen Aufklärung auch entschlossen zu verteidigen.

  • von Simonetta Sanna
    27,80 €

    Hans Keilsons Der Tod des Widersachers (1959) ist ein Roman von bestürzender Aktualität. Das Buch ist ästhetisch fesselnd. Der grundlegende Konflikt, die dramatischen Spannungseffekte lassen den Leser nicht los. Sie wirken weiter in der Imagination. In den Jahren 1921-1945 weist der jüdische Protagonist die in der Luft liegende Besessenheit »Hie Freund - da Feind« zurück, obwohl der Widersacher kein Geringerer als Adolf Hitler ist. Er ist überzeugt, dass sein »Weg zu ihm und durch ihn hindurch zugleich der Weg« zu sich selbst sei. Unter den denkbar schlechtesten geschichtlichen Verhältnissen unterzieht er das Notrecht von Feindschaft und Gewalt einer gründlichen Prüfung. Was dem keilsonschen Helden dabei vorschwebt ist, die Leser in einen inneren Vorkrieg zu verwickeln: Mögen sie sich entscheiden, auf je eigene Weise »gute Widersacher« zu sein, die Feindschaft und Hass in sich bis auf den »Urgrund« verwandeln. Dass dieses Vorgehen der Übung bedarf, steht außer Frage - wie die Weltlage »immer wieder« bekundet. An die Verfügungen von Keilsons Hauptgestalt knüpft dieses Übungsbuch dediziert an.

  • von Marlen Eckl
    44,00 €

    Der 1873 im fränkischen Fürth geborene Wassermann war in einem von Armut und Lieblosigkeit geprägten kleinbürgerlichen Elternhaus aufgewachsen. Der acht Jahre jüngere Wiener Zweig hingegen stammte aus einer wohlhabenden, großbürgerlichen Familie. Ungeachtet der biographischen Unterschiede entwickelte sich eine beständige Bekanntschaft zwischen den beiden, die bis kurz vor Wassermanns Tod dauerte. Sie beruhte auf Wertschätzung und Respekt für den jeweils Anderen und sein literarisches Werk sowie dem Wissen, dass sie als Juden gemeinsame Erfahrungen teilten. Die Lebensbekanntschaft und der unveröffentlichte Briefwechsel zwischen Wassermann und Zweig sind bisher noch weitgehend unbeachtet geblieben. Die nähere Beleuchtung der kollegial-freundschaftlichen Verbindung veranschaulicht jedoch das Schicksal zweier jüdischer Schriftsteller, die zwischen zwei Weltkriegen auf ungleichen Wegen zu den bekanntesten Vertretern der deutschen Literatur ihrer Zeit wurden. Indem ihre Leben gegensätzlich waren und sich zugleich einander in manchen Aspekten ergänzten, kann die Betrachtung der Lebensbekanntschaft einen Beitrag dazu leisten, die Geschichte dieser prägenden Generation jüdischer Autoren um einen wenig erforschten Aspekt zu vervollständigen.

  • von Gerhard Oberlin
    28,00 €

    Mit keinem Satz lässt sich Charles Darwin in seinem epochalen Werk Über den Ursprung der Arten (1859) über die Abstammung des Menschen aus. Lediglich zwei Andeutungen legen den Brückenschlag von der Evolution der Tier- und Pflanzenwelt zur Gattung homo nahe. Noch viel weniger kommt er darauf zu sprechen, dass der Mensch mit seiner Ausstattung an Leib, Seele und Geist ein Abzweig der Natur, mindestens aber eine hybride Entwicklung und als solche ein Novum ist. Bei weniger Gefahr religiöses Zartgefühl zu verletzen wäre ihm die innerartliche Gewalt dieser Spezies vielleicht der Erwähnung wert gewesen, verbunden mit dem Hinweis, dass genau dies zu deren Aussterben führen könnte. Ironie des Schicksals war es, dass die »darwinistische« Menschheit weißer Hautfarbe wie zum Beweis des Gegenteils nun die Ausrottung der »Kolonialvölker« betrieb, die vom survival of the fittest noch nichts gehört hatten. Die Zeit war gekommen, dass der Mensch als größter Feind des Menschen in großem Stil an seiner Dezimierung arbeitete. Mit dem Kolonialismus, den Weltkriegen, dem Anthropozän fand homo necans, der »todbringende Mensch« (Walter Burkert) zu seiner evolutionären Bestimmung, gegenwärtig auch indirekt durch Eingriffe in Weltklima, Biosphäre und DNA. Michael Crichton - wir verdanken ihm Jurassic Park - nennt Darwin als Kronzeugen, wenn er das ideengeleitete aggressive Verhalten - »uniquely in the animal kingdom« - für das Aussterben des Menschen verantwortlich macht.

  • von Angela Oster
    42,80 €

    Der Name des italienischen Semiotikers, Literaturwissenschaftlers und Romanschriftstellers Umberto Eco (1932-2016) steht in den Augen vieler für den >Klosterkrimi< schlechthin: für den Roman Der Name der Rose, der in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts einen regelrechten Mittelalter-Boom ausgelöst hat. Gleich mehrere Beiträge in diesem Band beschäftigen sich mit diesem Jahrhundertbuch, das seit seinem Erscheinen nicht aufgehört hat, immer neue Interpretationen zu erzeugen. Es geht in dem Band indessen nicht nur um Ecos in den populären Wissenskulturen mit Abstand bekanntestes Buch, sondern um seinen Zugriff auf das Mittelalter als Ganzes, um seine lebenslan-ge, einen Großteil seines Werkes bestimmende Hinwendung zu Themen und Problemen der mittelalterlichen Kultur und Geisteswelt. Dabei spielen seine frühen theoretischen Schriften wie seine späteren Romane ebenso eine Rolle wie die zahlreichen Deutungen, die sein OEuvre inzwischen erfahren hat und die Wirkungen, die von diesem ausgegangen sind. Sieben Jahre nach Ecos Tod erscheint es im Rahmen einer konzertierten Aktion von Geschichts- und Literaturwissenschaft notwendig, sich über das Werk Ecos und seine Positionen erneut zu verständigen.

  • von Barbara Handke
    38,00 €

    Welche Funktion erfüllt die Selbstoffenbarung in der Erzählkunst? Warum und wie werden schwer integrierbare Lebensthemen mitgeteilt? Gibt es Grenzen des Expliziten und Techniken des Selbstschutzes? Zwei autobiografische Werke stehen hier im Fokus: The Cost of Living von Deborah Levy und Mémoire de fille von Annie Ernaux. Beide nutzen das Genre des Memoirs - und damit das emanzipative Potenzial der Selbstoffenbarung -, um schmerzlich Erfahrenes und unfreiwillig Erinnertes mit Sinn zu versehen und als Teil des eigenen Lebens annehmbar zu machen. Für diese Analyse wurden psychoanalytische Ansätze für die Literaturwissenschaft neu adaptiert.

  • von Herbert Scheuring
    9,99 €

    Viele Trauernde lesen Bücher, die sich mit den Themen Tod und Abschiednehmenbeschäftigen. Bücher, die von Erfahrungen andererTrauernder berichten. Warum? Weil diese Bücher begreiflich machen,dass auch andere einen geliebten Menschen verloren haben, dass auchandere mit diesem Bruch in ihrem Leben irgendwie fertig werdenmüssen. Weil andere Menschen, die bereits den Weg durch die Trauergegangen sind, Hoffnung machen, dass man es selbst auch schaffenkann.Dieses Buch stellt Autoren vor, die den Schmerz der Trauer in Spracheverwandelt haben, und Texte, die auf dem Weg durch die TrauerOrientierungbieten, zum Beispiel Isabel Allende, Hans Jellouschek,Roland Kachler, C.S. Lewis, Christoph Schlingensief oder MaxieWander.

  • von Monika Pan-Stadler
    38,00 €

  • von Katharina Maier
    24,00 €

    Minimal- und Mikrogeschichten sind moderne Möglichkeiten der Erzählung mit sparsamen sprachlichen Mitteln. Ihre Erzählökonomie erbringt dennoch oder gerade wegen ihrer Kürze und Prägnanz eine hohe Wirkungsintensität. Die Herstellung, Konturierung und Durchbrechung von Bezugsrahmen verlangt dem Rezipienten Co-Autorenschaft ab, Auseinandersetzung mit seinen gewohnten Frames, seinen gewohnten Bezugsrahmen. So verursacht der Vergleich der fiktiven Realität des kurzen Textes mit den eigenen Erfahrungen des Lesers Brüche im geläufigen Wirklichkeitsverständnis und regt zum Nachdenken an.Erkenntnis wird rasch gewonnen - mit so geringem wie nur möglichen sprachlichen Aufwand. Die Auseinandersetzung mit Mikro- und Minimalgeschichten lohnt sich nicht nur für Sprach- und Literaturwissenschaftler*innen, sondern ebenso für Gestalter*innen von Radiosendungen, Zeitungen, Werbetexten, Plakaten etc.

  • von Alf Mintzel
    39,80 €

    Die ARD-Dokumentation »Ärzte ohne Gewissen« über das Wirkennamhafter Ärzte in der NS-Zeit deckt 1996 die Menschenversuche auf,die der international renommierte Neurologe Prof. Dr. med. GeorgesSchaltenbrand im Rahmen seiner Multiple Sklerose Forschungdurchgeführt hatte. Die Sendung löst einen familiären Schock undemotional aufwühlende Forschungsarbeiten aus, mit denen sich dieNachkommen den quälenden Fragen stellen. Nach jahrelanger wissenschaftlicherAufarbeitung präsentiert Prof. Dr. Alf Mintzel diesebiographische Annäherung an seinen Schwiegervater Georges Schaltenbrand.Zahlreiche bisher unveröffentlichte Korrespondenzen undTagebucheinträge aus den Jahren 1916 bis 1970 geben Einblick in diekomplexe Gedankenwelt eines Vertreters der damaligen medizinischenFunktionselite und beleuchten den berufsethischen Streit überdas sogenannte »Schaltenbrand-Experiment« aus unterschiedlichenBlickwinkeln. Die anhand des Quellenmaterials diskutierte berufsethischeProblematik ist nach wie vor hochaktuell.

  • von Laura John
    49,80 €

    Konrad Merz, 1908 als Kurt Lehmann in Berlin geboren, ist ein bisher kaum beachteter Exilschriftsteller jüdischer Herkunft. Nach seiner Flucht ins niederländische Exil erreicht er dort 1936 mit dem Roman Ein Mensch fällt aus Deutschland einen ersten Erfolg, den er aber unter der nationalsozialistischen Besatzung nicht fortführen kann. Die Jahre 1940 bis 1945 überlebt er versteckt. Erst ab 1972 tritt Merz - inzwischen hat er sich eine physiotherapeutische Karriere in den Niederlanden aufgebaut - mit grotesken Kurzgeschichten >aus der Masseurspraxis< wieder literarisch in Erscheinung. Das autofiktional angelegte Nachkriegswerk ist dabei maßgeblich durch die Berufswahl geprägt: In einer >Poetik der Körperlichkeit< fungiert der Körper als >Übersetzungsinstrument< und Metapher der Erinnerung an psychische Traumatisierungen - zumeist begründet in den Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges. Untersucht und literaturhistorisch eingeordnet werden die literarischen Strategien der grotesken Gestaltung von Körperlichkeit in Merz' OEuvre. Zugleich wird die poetologische Bedeutung der dem Werk immanenten Parallelführung von Physiotherapie und Kunst - auch unter Rückgriff auf unveröffentlichte Texte und Nachlassdokumente - aufgeschlüsselt. Sucht Merz' Literatur, geprägt von der Frage nach der Möglichkeit einer >Literatur nach 1945

  • von Werner Moskopp
    49,90 €

    In bestimmten kulturellen und sozialen Kontexten existieren klare Zuschreibungen von >Gut< und >Bösegerechtfertigtdes Bösen< durchzieht die kulturellen Praktiken der Postmoderne, von provokanten Kleider-Codes bis hin zu kalkulierten Tabubrüchen, die später historisch-musealen oder ikonographischen Charakter erhalten können.Wie historische Zeugnisse und Kunstwerke, philosophische und literarische Texte Fragen einer »Ästhetik des Bösen« (Peter-André Alt) verhandeln, zeigen die Beiträge des vorliegenden Bandes auf exemplarische Weise.

  • von Helmut C. Jacobs
    58,00 €

    Während des Spanischen Unabhängigkeitskriegs gegen die napoleonischenTruppen begann Goya 1810 mit der Arbeit an den 82 Radierungender Desastres de la Guerra (Die Schrecken des Krieges), in denener die Kriegserfahrungen künstlerisch zu bewältigen suchte. Erst 35Jahre nach seinem Tod konnten die Desastres de la Guerra 1863 veröffentlichtwerden. Sie gehören - neben den Caprichos, den GemäldenDer 2. Mai und Der 3. Mai 1808 sowie den Schwarzen Gemälden -zu Goyas bekanntesten Werken und haben zahlreiche Künstler undKünstlerinnen inspiriert.Der erste Teil des Buches ist eine Einführung in die Desastres de laGuerra, die mit einem essayistischen Ausblick auf die Radierungenals wirkmächtiges Paradigma extremer Gewaltdarstellung abgerundetwird. Behandelt werden der Spanische Unabhängigkeitskrieg als historischerHintergrund und Goyas persönliche Kriegserfahrungen. Erstmalsuntersucht wird in diesem Kontext ein neu entdecktes, auf 1808datiertes Jagdmesser Goyas, das er mit eingravierten Bildern, Inschriftenund Ornamenten künstlerisch gestaltet hat. Diese erlauben Aufschlüsseüber seine politische Einstellung zu Beginn des Kriegs: Warer zunächst noch ein entschiedener Gegner der Franzosen, änderte erim Laufe der Arbeit an den Desastres de la Guerra seine Haltung zueiner neutralen und pazifistischen. Im Rekurs auf Emblembücher undliterarische Texte sublimiert und abstrahiert Goya konkrete Aspekteund historische Ereignisse des Spanischen Unabhängigkeitskriegs.Der genaue Blick auf den Einfluss von Giambattista Castis politischerSatire Gli animali parlanti (Die sprechenden Tiere) auf die Caprichosenfáticos am Schluss des Zyklus macht erst die politische Brisanz derRadierungen verständlich, ordnet man sie in den Kontext der heftigenDiskussion über Casti zwischen Royalisten und Liberalen in der spanischenPresse ein, die hier erstmals miteinbezogen wird.Der zweite Teil ist eine kritisch kommentierte Ausgabe der Desastresde la Guerra, in der die Radierungen samt ihrer Bildlegenden detailliertbeschrieben, analysiert und kontextualisiert werden, unter Berücksichtigungliterarischer Texte, der Memoiren der internationalenAugenzeugen und in die Kämpfe verwickelten Militärs sowie der zeitgenössischenspanischen Zeitungen.

  • von Vivien Bianca Rüffieux
    36,00 €

    E. Marlitt, Wilhelmine von Hillern, Ursula Zöge von Manteuffel, Wilhelmine Heimburg oder Emilie Mataja haben eines gemeinsam: Sie sind erfolgreiche und in Vergessenheit geratene Schriftstellerinnen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Studie widmet sich diesen sowohl von Zeitgenossen wie auch von der Forschung deklassierten Bestsellerautorinnen und versucht darzulegen, dass deren literarischer Erfolg keinesfalls ein »zufälliger« ist, sondern sich auf spezifische Funktionen, die ihre Werke wahrnehmen, zurückführen lässt. Die vorliegende Untersuchung setzt bewusst an dem meistgenannten Kritikpunkt der von Frauen verfassten Literatur an, nämlich am strukturell gleichförmigen und sich wiederholenden Aufbau. Die Romane werden aber nicht nur plotstrukturell analysiert, sondern auch sozialgeschichtlich kontextualisiert und in ihrer emanzipatorischen Funktion für Autorinnen und Leserschaft kritisch gewürdigt.

  • von Johannes Kirchner
    16,80 €

    Goethe und Jean Paul gemeinsam in der Fränkischen Schweiz? War eswirklich nur ein Zufall, der die beiden im Gasthof Stern zu Muggendorfund zu einem Besuch der Zoolithenhöhle zusammenführt? Dieturbulenten Ereignisse im Zusammenhang mit einem Ausbruch ausder Landesirrenanstalt zu Erlangen und dem Raubüberfall an einer altenBotenfrau wie auch die Unbilden des Wetters stören bald die Idylleim ländlichen Gasthof. Und was für geheime Bande bestehen zwischendem vermeintlichen Entdecker der Zoolithenhöhle und einem adeligenFräulein, das sowohl Goethe als auch Jean Paul nicht unbekannt istund sich deren Expedition in die Unterwelt anschließt?Folgen Sie uns auf den Spuren der Dichterfürsten aus Weimar undBayreuth ins bukolische Tal der Wiesent und lassen Sie sich dort durchdas Spiel von Fiktion und Realität in bester Jean Paul'scher Traditionverwirren.

  • von Kerstin Howaldt
    40,00 €

    Theatrical Event-Machines provides a theoretical approach to a populartheatrical form whose invaluable contribution to British theatrehas been underestimated so far. The book examines canonical Britishfarces published in the 1960s, 1970s, and 1980s and proposes that theaporetic conceptualisation of the event which makes a farce farcical isbest described by Jacques Derrida's notion of the event-machine. Thethree thematic chapters explore farcical eventfulness in relation to keyconcepts of both Poststructuralism and the theatre, namely genre, performance,and mediality. In addition to performing close readings ofplays written by Alan Ayckbourn, Michael Frayn, Joe Orton, and TomStoppard, the chapters discuss selected deconstructionist writings ofDerrida. The study shows that farce subverts genre conventions byundoing events, that it rehearses events to undermine the separationbetween an allegedly finalised text and imperfect performances, andthat it toys with media-induced presences and absences in order toscrutinise the power of the event. Theatrical Event-Machines illustrateshow the rise of Poststructuralism in the 1960s has influenced farce -and vice versa. What is more, the thorough analyses presented in thisstudy reveal the self-reflexivity and the meta-theatricality inherent infarce and its potential to enact theory.

  • von Gabriele Eckart
    18,00 €

    Dieses Buch enthält Prosa und Lyrik. Die Geschichten und Gedichtebeschreiben abwechlungsreich das Aufwachsen einer jungen Frau inder DDR und ihre Auswanderung in die USA. Zusätzlich geht es umdas Thema Krieg, Erfahrungen junger Männer im Ersten Weltkriegund im amerikanischen Bürgerkrieg.

  • von Maximilian Rosenthal
    49,80 €

    Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847) war als Musiker, Dirigentund Komponist eine der einflussreichsten Persönlichkeiten inder ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zahlreiche seiner zeitgenössischenKomponist*innen widmeten ihm daher ihre eigenen Kompositionen.Solche Widmungen unter Kolleg*innen florierten im 19.Jahrhundert, wurden vielfach zu Werbezwecken instrumentalisiert,aber signalisierten auch künstlerischen Austausch. Diese Studie untersuchterstmalig die vielfältigen Formen, durch die der WidmungsträgerMendelssohn in den ihm gewidmeten Werken kompositorischrezipiert wurde. Sie nimmt dabei auch mehrere Werke in den Blick,die in der Musikwissenschaft bisher nicht oder kaum behandelt wurden(z.B. von Josephine Lang, Eduard Franck, George A. Macfarren).Anhand von ausgewählten Beispielen der Gattungen Lied, Charakterstück,Sonate, Streichquartett und Sinfonie zeigt das Buch in ambitionierterVerschränkung von Analyse und Rezeptionsgeschichte, wieMendelssohns Kompositionen in verschiedenen Facetten auf seineZeitgenossen wirkten. Eingebettet sind die Analysen in umfassendeRahmenbetrachtungen zu Forschungsstand, Theorie und Geschichteder musikalischen Widmung sowie zu Mendelssohns künstlerischemNetzwerk.

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