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Bücher veröffentlicht von Königshausen & Neumann

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  • von Sebastian Korndörfer
    17,80 €

    Den Traum vom eigenen Haus im Süden Frankreichs hat sich Karl Hofstetter erfüllt. Zwei Jahre nach dem Sieg über den Rattenkönig führt er dort ein Leben in Abgeschiedenheit. Eines Morgens jedoch ist seine Idylle in Gefahr. Er trifft auf drei Ratten, die ihm scheinbar nach dem Leben trachten. Doch aus ehemaligen Feinden werden bald Freunde, und Lara, Honara und Hananius - drei reife, erleuchtete Seelen - begleiten Karl auf einer Reise in die Tiefen seines Geistes. Denn nur im Einklang mit sich selbst wird er den Herrn der Finsternis besiegen, der alles Leben auf der Erde zu zerstören droht. Kann Karl auch die retten, die er am meisten liebt? Ein spiritueller Roman über die Macht der Vergebung, den Schmerz des Verlustes und die Freude, nach vielen Jahren des Zweifelns Gott zu finden.

  • von Friedrich-Wilhelm von Herrmann
    38,00 €

    Wie verhält sich das menschliche Sein zur Zeit? Besitzt jeder Mensch einen substantiellen Kern, der bei allem Wechsel akzidenteller Eigenschaften unverändert bleibt? Ist jeder Mensch eigentlich immer nur in der Gegenwart, während seine Herkunft nicht mehr und seine Zukunft noch nicht ist? Martin Heidegger versuchte, die Frage nach dem Sein des Menschen aus der traditionellen Substanz- und Subjekt-Philosophie herauszudrehen und den alten Primat der ständigen Anwesenheit zugunsten einer radikal-zeitlichen Interpretation des Sinnes des Seins überhaupt und des menschlichen Seins im Besonderen zu brechen. Indem er Edmund Husserls Phänomenologie des Bewusstseins aus der Einsicht heraus, dass der Mensch in seinem Wesen das seinsverstehende Seiende und insofern Da-sein ist, zu einer hermeneutischen Phänomenologie des Daseins weiterent-wickelte, unternahm er es in Sein und Zeit (1927), die fundamentalen Strukturen des Seins des Daseins und deren zeitlichen Sinn herauszuarbeiten. Im vorliegenden Buch werden die komplexen und terminologisch anspruchsvollen Zeitlichkeitsanalysen des Zweiten Abschnitts des heideggerschen Hauptwerkes auf dem Wege einer akribischen Interpretation der relevanten Textstellen durchsichtig gemacht.

  • von Martin Reulecke
    26,00 €

    Vor 230 Jahren starb in Göttingen eine junge Frau im Wochenbett - ein damals nicht seltenes Schicksal. Doch dieser Fall zog einen öffentlichen Streit zwischen Arzt und Hebamme nach sich, wohl auch deshalb, weil die Gestorbene eine stadtbekannte Persönlichkeit war: die "Göttinger Lotte", Tochter des renommierten Gelehrten Johann David Michaelis, Schwester der Frühromantikerin Caroline Schlegel-Schelling, Jugendliebe des später von Carl Sand erstochenen Dramatikers August von Kotzebue und Freundin der Erfolgsschriftstellerin Sophie von La Roche. Das farbige Lebensbild einer eigensinnigen und begabten, mit Originalität und Liebreiz ausgestatteten Frau, die nach einer kurzen, glücklichen Ehe allzu früh ihr Leben lassen musste.

  • von Albrecht Huber
    36,00 €

    Ist die in Dichtung und Wahrheit einsilbig-lakonisch berichtete >Pfingstwallfahrt< auf den Odilienberg im Mai 1771 wahrhaft Goethes kryptisch dargebotener Hinweis auf seine lebenswendende Initiation und resultiert aus der daraus entspringenden Erkenntnis für uns der Schlüssel zu seinem Werk? - Diese entscheidenden Fragen beantwortet die Studie mit dem Resultat, dass all die Werke auf dieser von Goethes zeitlebens verborgen gehaltenen visio-Erfahrung aufruhen, die sich damit als der Werk-stiftende nucleus und anamnetische Nabel Goethe'schen Schaffens entdecken lässt. So erweist sich, dass in der Autopsie der Toponoetik des Odilienbergs wie in der Begegnung mit der Augen-heilenden Odilia die Präfiguration der Goethe'schen Augenblicks-Emphase zu veranschlagen ist, die als der >reine Begriff< des Werks gelten muss, mithin für uns als das real-ideelle Zentrum einer einheitlichen Werkdeutung, das nahezu alle Hervorbringungen regulativ bestimmt. - Insbesondere: Goethes Autopsie der dortigen großen Mauer spendete ihm ein imaginatives Nachbild des Mauerkampfs der Ilias, das kraft dieser daselbst lokalisierten Idee-Versinnlichung seine tiefere Homer-Entflammung motivierte. Was bisher unter restloser Verkennung dieses biographischen Prinzipiums nicht in Betracht zu ziehen war, wird damit erstmals aufgewiesen wie werkanalytisch abgeglichen: dass die Anamnesis-Stätte des Odilienbergs Goethe zum sichtbaren Urbild wurde.

  • von Jun Wang
    38,00 €

    Fichtes ,Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre' ist ein Buch, das dem Verständnis manche Hürden in den Weg legt. Doch hat die ,Wissenschaftslehre Fichtes' auch eine Entstehungsgeschichte, und eine genaue Betrachtung dieser Geschichte und der sukzessiven textuellen Transformationen in den verschiedenen Versionen, die zur ,Grundlage' geführt haben, kann uns wertvolle Hinweise darauf geben, wie Fichtes >opus magnum< zu verstehen ist. Insbesondere die ,Züricher Vorlesung' - Fichtes erste Version der Wissenschaftslehre, die nur in einer Teilmitschrift aus der Hand Lavaters überliefert ist und erst seit 1996 der Forschung zur Verfügung steht, wurde bislang von der Forschung noch kaum ausgewertet, obwohl sie wichtige Hinweise enthält. Der Autor unternimmt es in seinem Buch, diese Forschungslücke zu füllen. Er untersucht die Züricher Vorlesung, die Programmschrift ,Über den Begriff der Wissenschaftslehre' und schließlich den Beginn der ,Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre', um näheren Aufschluss über die Genese von Fichtes Frühphilosophie zu gewinnen.

  • von Christiane Meiser
    48,00 €

    Das Genre des Musikfilms ist seit langem etabliert und populär. Die Protagonist*innen von Filmen wie A Star is born, Bohemian Rhapsody oder Whiplash packen ihr Publikum mit ihrer einzigartigen Stimme, kreieren innovative Gitarrensounds oder üben sich die Finger am Schlagzeug wund. Aber was zeigt der Film eigentlich, wenn er Gitarrensounds, Schlagzeugspiel oder Gesangsszenen zeigt? In Musikszenen ist Musik notwendigerweise präsent, eine visuelle Repräsentation - die das Medium Film schließlich bedingt - funktioniert bei Musik aber nur mithilfe von Verweisen. Die Darstellung von Musik fordert den Film somit in seiner eigenen Medialität heraus.Diese spezifische und paradoxe Erzählsituation wird im vorliegenden Buch analysiert und die kinematographischen und narrativen Operationalisierungen des bisher wenig untersuchten Genres Musikfilm diskutiert. Denn genau diese Operatoren generieren in der Interpretation einen filmisch erzeugten Bedeutungsüberschuss, der sich mit dem Soziologen Günter Thomas als >implizit religiös< beschreiben lässt. In der Mediendifferenz, also im Film von Musik zu erzählen, bedeutet in der Argumentation des Buchs, von einer transzendenten Erfahrung zu erzählen - losgelöst von religiösen Systemen. Vor dem Hintergrund der Diskurse um die Postsäkularisierung wird der Gegenstand Musikfilm somit im vorliegenden Band medien- und filmtheoretisch neu gedacht.

  • von Karen Gloy
    22,00 €

    Das Buch diskutiert verschiedene Machtformen und -ausübungen, angefangen von der radikalsten und brutalsten, der Destruktion und Einverleibung, wie sie nicht nur im russischen Ukraine-Krieg vorgekommen sein soll, sondern bereits in einem der frühsten Pyramidentexte geschildert wird, über moderatere Formen wie das gegenseitige Ringen um Vormacht, sei es im sportlichen Wettkampf, in der Politik oder in der Wirtschaft, bis hin zur Macht der Sprache, die aufputschend wie beruhigend sein kann. Das Buch schließt mit einer Analyse unserer Erkenntnis, sofern sie als Konstruktivismus im Gegensatz zum Realismus verstanden wird und weitgehende erkenntnistheoretische Eingriffe in die Welt vornimmt gemäß den kulturellen Erkenntnisbedingungen. Die Paradoxie besteht darin, dass die natürlichen Machtverhältnisse zugleich die Grundlage unserer kulturellen Errungenschaften von Erkenntnis, Wissen und Wissenschaft bilden, welche die natürlichen Machtverhältnisse im erkenntnistheoretischen Konstruktivismus zum Verschwinden bringen.

  • von Eva Plank
    49,80 €

    Lange Zeit wurde in der Wissenschaft der jüdischen Identität Stefan Zweigs wenig Beachtung geschenkt, betonte er doch selbst zeitlebens seine weltbürgerliche Offenheit. Dieser Band macht deutlich, wie vernetzt der assimilierte jüdische Schriftsteller auch mit jüdischen Kunstschaffenden seiner Zeit war und wie verpflichtet er sich seinem geprüften Volk fühlte.Die 170 weitgehend unbekannten Texte Stefan Zweigs in dieser Sammlung umfassen einen Zeitraum von den Anfängen des Schriftstellers bis kurz vor seinem Tod und geben Einblick in das Leben und Wirken jüdischer Schriftsteller, Musiker, bildender Künstler und Politiker in den ersten vier Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.Die publizistische Tätigkeit beleuchtet Stefan Zweigs intensive Beschäftigung mit Werken unterschiedlicher Genres und betont neben seiner eigenen Schaffenskraft seine Wertschätzung gegenüber Kunstschaffenden seiner Zeit, denn Künstler und deren Werke zu würdigen sowie unbekannte Schriftsteller bekannt zu machen, ist das Ziel dieser kleinen literarischen Formen.Die politische Entwicklung und der aufkommende Antisemitismus in Europa wurden von Stefan Zweig vor allem ab den 1930er Jahren des vorigen Jahrhunderts in Statements, Interviews, Aufrufen und Briefen thematisiert. Auch diese Dokumente verdeutlichen, wie sehr die jüdische Identität sein Denken und Handeln prägte und sein Engagement für die Anliegen und die Nöte seines Volkes in schweren Zeiten bestimmte.

  • von Frank-Peter Hansen
    19,80 €

    Wenn einer (generisches masculinum) auf Reisen die Fremde erkundet, dann kann er was erzählen. Denn Reisen bildet. Reisen soll aber auch Freude bereiten. Dieser Doppelaufgabe weiß sich dieser Reisebegleiter verpflichtet. Spielerisch leicht erfährt der geneigte Leser in Form von 99 jeweils mit Fotos unterlegten Miniaturen dies und das über charaktervolle, geschichtsträchtige, malerisch-heimelige Orte des idyllischen Städtchens an der Förde und sein hügeliges, von Knicken fein parzelliertes Endmoränen-Umland der letzten Eiszeit. Lokalkolorit und ein durchweg durch eine alternative Darstellungsart kenntlich gemachtes atmosphärisches Drumherum sind die entscheidenden Ingredienzien dieser kleinen Fluchten.

  • von Michael Fisch
    30,00 - 34,00 €

  • von Kazimir Drilo
    44,00 €

  • von Eckhard Lobsien
    38,00 €

    Hermann Kinders zwischen 1977 und 2019 entstandenes literarisches Werk durchläuft vielfache Veränderungen: vom noch teilweise realistischen Erstling ,Der Schleiftrog' über hochverdichtete Texte wie ,Ins Auge' oder ,Alma' bis zu deutlich autobiographisch geprägten Arbeiten wie ,Der Weg allen Fleisches' oder ,Mein Melaten'. Dieser Prozess wird hier in detaillierten Textanalysen und unter Einbeziehung von Materialien aus dem Franz Michael Felder-Archiv Bregenz erstmals nachgezeichnet. Dabei zeigt sich die Physiognomie eines in allen Mutationen unverwechselbaren Gesamtwerks, das in der Literaturwissenschaft bislang nur unter verkürzenden Schlagworten registriert wurde. Mit Abbreviaturen aber ist Kinders Texten nicht beizukommen, sie erfordern ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, sich auf Lektüreprozesse mit ungewissem Verlauf einzulassen. Das macht die besondere Textkunst dieses Autors aus. Der Blick ins Archiv zeigt: Sie beruht auf einem mehrstufigen Prozess der Revision, vor allem der Reduktion, wobei oft ganze Kapitel gestrichen wurden. Einige der unveröffentlicht gebliebenen Texte erscheinen hier zum ersten Mal, als Folie, vor der sich die Druckfassungen umso prägnanter abheben.

  • von Olga Il-Börner
    44,00 €

    Sofia Gubaidulina gilt seit Jahren als eine der bedeutendsten Komponistinnender Gegenwart - das demonstrieren sowohl ihre zahlreichenEhrungen und Preise als auch prominente Interpretinnen und Interpreten,die ihre Musik weltweit aufführen. Die vorliegende Studie stelltden einzigartigen Werdegang der mittlerweile neunzigjährigen Komponistindar, der Mitte der 1950er Jahre in der Sowjetunion begannund sich Anfang der 1990er Jahre in Deutschland fortsetzte. Dabeiliegt der Fokus auf den wichtigsten Aspekten ihres umfangreichenkompositorischen Schaffens mit besonderer Berücksichtigung derauch unter Spezialisten kaum bekannten letzten zwanzig SchaffensjahreGubaidulinas sowie einer kritischen Auseinandersetzung mit denzum Teil klischeeartigen Vorstellungen von ihrer Musik. Die Untersuchungstützen zahlreiche, mit Rückgriff auf das Archiv der Komponistindurchgeführte Werkanalysen, musikästhetische Beobachtungen,breite kulturhistorische Rekonstruierungen sowie persönliche Erinnerungenund Interviews.

  • von Wolfdietrich Schmied-Kowarzik
    34,00 €

    Dass wir immer bedrohlicher in die Biosphäre eingreifen und dadurch kommenden Generationen eine verschlechterte Lebensgrundlage hinterlassen, ist offensichtlich. An die Wurzel dieses Problems kommen wir nur dann heran, wenn wir die Natur nicht nur als Gegenstand naturwissenschaftlicher Erkenntnis und technischer Beherrschung nehmen, sondern die Natur dialektisch aus sich selbst und uns als Teil in ihr zu begreifen versuchen.Dies war das Kernanliegen der Naturphilosophie Schellings, sie ist der große philosophische Versuch, sowohl die Natur aus ihren eigenen Potenzen zu begreifen als auch den Konflikt aufzuklären, in den der Mensch, der selbst in die Natur eingebunden ist, mit seinen Potenzen der Freiheit geraten kann, wenn er diese in theoretische wie praktische Gegnerschaft zur Natur bringt.Wollen wir Wege aus der ökologischen Krise herausfinden, in die wir uns immer rasanter hineinmanövrieren, dann müssen wir uns in einem ersten Schritt auf die Naturphilosophie Schellings rückbesinnen, um an sie anknüpfend, über deren geschichtsmaterialistische Nachfolger - Marx und Bloch - zu einer kritischen Analyse unseres heutigen theoretischen und praktischen Umgangs mit der Natur zu gelangen, um so Perspektiven für eine menschliche Praxis in Allianz mit der Natur zu finden.

  • von François Genton
    48,00 €

    Stefan Zweig war nicht nur ein >großer< und mondäner Europäer, sondernauch ein unermüdlicher Beobachter und bei allem Idealismusschlussendlich hellsichtiger Kämpfer für die europäische Sache. Inwiefernhat sein Denken auch unser heutiges Europa mit geprägt? WelcheVorstellung von der Geschichte des Kontinents und der auf ihmlebenden Nationen und Gesellschaften vermitteln seine heute nochdurchaus populären Europa-Schriften? Inwiefern bestätigen oder widerlegensie bestehende Ordnungsvorstellungen? Dem europäischenIdealismus Stefan Zweigs und der Frage nach dessen in politischerund sozialer Hinsicht eventuell von der Zeit diktierter Bedingtheit undBegrenztheit wird in dem Band ideologiekritische Aufmerksamkeitgeschenkt. Ausgehend vom Begriff der »geistigen Heimat«, den derEmigrant in seinem Abschiedsbrief verwendete, soll die Problematikeines sich »über die Kultur« entwerfenden Europas aufgerollt werden,das mit dem im Sinne des berühmtem Memorandums von Jean Monnetvom 3. Mai 1950 nur aus einer »unmittelbaren Aktion« hervorgehendenEuropa kontrastiert. ForscherInnen aus sieben Ländern setzensich in diesem Buch mit der Bedeutung der Schriften Zweigs für dieGeschichte, die Gegenwart und die Zukunft Europas auseinander.

  • von Rolf Selbmann
    40,00 €

  • von Jörg Rasche
    18,90 €

    Gezählt, gewogen und zu leicht befunden - es ist zu spät. Die Schrift an der Wand sagt, dass der König Belsazar sein Leben verspielt hat. Dasselbe mag für uns heute gelten, wenn wir die selbstverursachte Zerstörung unserer Lebensbedingungen, den Ökozid, ernsthaft betrachten. Die Corona-Pandemie und der Krieg sind wie Symptome eines großen, ausweglosen Verhängnisses. Was macht das mit uns, wie fühlt es sich an? Der Schuld und der Angst vor Auslöschung vermag sich kaum jemand zu stellen, und die Gefahr seelischer Entgleisung, bis hin zu kollektiven Psychosen, ist groß. In diesem Essay werden alte Geschichten und neue Imaginationen vorgestellt, die den Schrecken nicht verleugnen, aber weiterführen können in eine hoffnungsvolle Zukunft. Immerhin: Einem Propheten Jona gelang es, die dem Untergang geweihte Stadt Ninive zu retten.Die Mythologien um die babylonischen Könige Belsazar und Nebukadnezar zeigen Zusammenhänge von menschenverursachten ökologischen Katastrophen und kulturellen Mustern ihrer Bewältigung. Die Legenden um den Golem oder Bulgakows "Meister und Margerita" handeln auch vom Verhältnis von Politik und dem Unbewussten in der Kultur. Der jüdische Psychoanalytiker Ernst Bernhard träumte 1933, kurz vor seiner Emigration, von der "Großen Lösung" einer Versöhnung von Pilatus und Jesus.So ist es letztlich ein Buch der Hoffnung. Jörg Rasche, Dr. med., Facharzt, Psychotherapeut und Jungianischer Psychoanalytiker, führt die Leser in eine Welt der Symbole und Mythologien, die zur Erhellung unserer apokalyptischen Zeit beitragen. Was wir daraus machen, liegt (noch?) an uns.

  • von Dominic Angeloch
    49,80 €

    Die Freiburger literaturpsychologischen Gespräche sind ein Forum für alle, die Literatur und den Umgang mit ihr psychoanalytisch untersuchen und die dazu geeigneten Verfahren wie auch deren Voraussetzungen reflektieren. Dabei geraten oft auch nicht im engeren Sinne literarische Texte und Phä-nomene in den Blick.Der vorliegende 41. Band enthält - neben einer Reihe von Rezensionen - Beiträge, die auf der psychoanalytisch-literaturwissenschaftlichen Arbeits-tagung zum Thema Gotthold Ephraim Lessing vom 16. bis 18. Juni 2022 in Freiburg vorgestellt und diskutiert wurden.

  • von Elisabeth Dauthendey
    16,00 €

    Elisabeth Dauthendey (1854-1913) wurde in St. Petersburg geboren und lebte ab 1814 in Würzburg. Seit 1906 firmierte sie als freie Schriftstellerin. Ihr umfangreiches Werk, das im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts teils höhere Auflagen als das ihres Halbbruders Max erzielte, wurde von den Nazis unterdrückt - ihre Mutter entstamtte einer jüdischen Familie. Heute ist sie fast völlig in Vergessenheit geraten. Diese erstmalige Werkauswahl aus Essays, Novellen, Märchen und Gedichten bietet die Wiederentdeckung: Eine Frauenrechtlerin der ersten Stunde in Würzburg, eine feinsinnige Autorin hochpsychologischer Prosa und eine famose Märchenerzählerin.

  • von Julien Bobineau
    68,00 €

    Aufmerksamen Lesern dürfte auffallen, wie oft in mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Literatur vom Garten in seinen verschiedenen Erscheinungsformen die Rede ist, ob als Ziergarten, Nutzgarten, Lustgarten und Baumgarten, Irrgarten, Tiergarten oder Tierpark. Selten freilich ist der Garten das zentrale Thema, viel öfter gibt er den topographischen Bezugsrahmen des Geschehens und avanciert dabei zu einem Ort von zeichenhafter Bedeutung, indem er soziale, psychische, religiöse oder poetologische Prozesse abbildet. Die Beiträge des vorliegenden Sammelbandes, aus der Feder von Mediävisten und Frühneuzeitforschern verschiedener Disziplinen, schärfen den Blick für die Vielfalt der literarischen und künstlerischen Gärten bzw. Gartenmodelle ebenso wie für ihre gattungsspezifi schen Ausprägungen, ihre semantischen Konstanten und ihre kulturhistorische Bedeutung.

  • von Eva Borgards
    28,00 €

  • von Claudia Behn
    49,80 €

    Die als Wiener Nachtigall liebevoll benannte KoloratursopranistinRita Streich (1920-1987) ist trotz ihres frühen Todes bis heute unvergessengeblieben. Ihr heller, glockenklarer, lyrischer Koloratursopranmit ihrem unverkennbar eigenen Timbre, basierte auf sicherer Gesangstechnik,perfekter Artikulation, enormem Vibrato, gestochenperlenden Koloraturen, und verband sich mit ungeheurer Ausdruckskraftund kapriziösem Spieltemperament, das sich vor allem auf dasFreche und Kecke fokussierte. Sie sang an den großen Opernhäusernder Welt, wie der Berliner und der Wiener Staatsoper, und war internationalauf umfangreichen Tourneen in Japan, Italien, Frankreich,den USA, Großbritannien, Australien und den nordischen Ländernenorm erfolgreich.Soviel zur Bühnenperson Rita Streich. Doch was für eine Person stecktehinter diesem unverkennbaren Bühnenmenschen?Wie kam siezum Gesang, wer waren ihre Lehrer*innen, wie verlief ihre Karriere?Aber auch, wie war sie als Privatmensch, als Schwester, Tochter, Mutterund Ehefrau? All diese bisher ungeklärten Fragen lüftet die ersteBiografie über diese großartige Stimmvirtuosin des 20. Jahrhunderts,durch Befragungen von Zeitzeugen, die Durchsicht von Zeitungsrezensionen,Programmheften, und mithilfe des umfangreichen Nachlassesder Sängerin.

  • von Alexander Gluck
    29,80 €

    Simone Weils Metaphysik der Schwäche invertiert den klassischen Gedanken, Transzendenz wäre durch ein Stärker-Werden, durch die Kompensation einer Schwäche zu erreichen. Nicht ein Mehr an Kraft lässt uns die Dinge in Wahrheit erkennen, vielmehr eine Ohnmacht in uns, die vielleicht sogar der Schwäche Gottes, sowie der Welt im Ganzen angeglichen wird. Nicht, weil wir zu wenig erkennen oder vermögen, sind wir geschieden vom Ursprung des Seins. Transzendenz ist eine Bewegung, die nach unten geht; wie eine Tonfolge, die absteigt, und deshalb als wahr, gut und schön in Erinnerung bleibt. Gott, Seele und Kosmos treffen sich in dieser, ihrer vornehmsten Eigenschaft: in einer bedingungslos geteilten Schwäche, wodurch sie verbunden sind. Solcherart umspielt das Buch in der Nachfolge von Simone Weil den religionsphilosophischen Gedanken der christlichen Kenosis, sowie des Zimzum aus der jüdischen Mystik. Ein zu Staub zerfallener Gott ist die wahre Bewegung von Transzendenz, nicht die Bekräftigung von Materie, stattdessen die Entmachtung der Begriffe Kraft, Ursache und Substanz. Hinter den Dingen gibt es nicht mehr zu erkennen oder mehr zu erleben. Hinter den Dingen ist weniger als das, was die Kategorien von ihnen denken wollen.

  • von Wolfgang Weigand
    22,00 €

    GeradlinigkeitSich selbertreu zu bleiben,setzt voraus,dass man weiß,wer man ist.Wer sichselbst nicht kennt,würde Untreueeinfach mitAbwechslungverwechseln.Es sind zärtliche, doppeldeutige, rebellische, wütende, stille, freche,provozierende, leise, manchmal auch melancholische Gedichte überdas Leben und die Liebe, über Menschen und ihre Zweifel, über dieSuche nach Nähe und nach dem »Himmel (n)irgendwo«. Unentwegtspannt einen lyrischen Faden von Erinnerungen und Beobachtungenhin zu Hoffnungen und Fragen an das Leben und seine Grenzen, eswird geliebt und >zerliebt

  • von Muchtar Al Ghusain
    21,00 €

    Der Zustand der Welt wird in Gedichten schon immerin besonders eindrücklicher, ergreifender und wenn nötigerschütternder Weise beschrieben. Die Vertonungenvon Gedichten bekannter Autorinnen und Autoren (vonHeinrich Heine über Mascha Kaléko bis Thomas Gsella,Marion Poschmann und Peter Rühmkorf) für wunde heimatentstanden im Laufe der letzten Jahre - in einer Zeit,die uns täglich alte Verwundungen aufzeigt und neuezufügt. Die vertonten Gedichte handeln immer wiedervon Deutschland, von Flucht und Krieg, von Klimakriseund vom Gefühl der Heimatlosigkeit - Themen, diemusikalisch in einer Stilistik aus Jazz, Chanson und Popscheinbar leicht daherkommen, aber auch die Abgründeder Texte noch deutlicher hervortreten lassen. Eingespieltwurden die Songs mit einer siebenköpfigen Band, die ineinigen Stücken durch Streichinstrumente oder die arabischeQanun und Kawala verstärkt wird. Im Begleitbuchfinden sich alle vertonten Gedichte; die Illustrationen mitihrem ebenso zarten wie kraftvollen Ausdruck fügen demGanzen eine weitere Dimension hinzu.

  • von Sophie Reyer
    20,00 €

    Ans Bluten denkt man, wenn manin dieses Haus geht. Das Hausmitten in Konnersreuth, in demTherese Neumann, die angeblichStigmatisierte, gelebt hat. Aber indiesem Bluten ist keine Demut. ImGegenteil: ausgestellt wird es, zurSchau gestellt. Therese richtet sich auf und siehtmit klaren Augen in den Himmelhinein, lächelt über das Pochen,dass sie an die Grenzen ihres Körperserinnert. Was für ein schönerSchmerz! Denkt sie. Und: Bluten!Das ist also Bluten! Dann dreht siesich um und humpelt in RichtungWald. Wie Engelsflügel wippendie Tannen ihr entgegen, und amHimmel liegt ein zarter Hauch, sodassTherese gar nicht weinen kannüber all das Blut, selbst wenn es ihrweh täte.

  • von Dieter David Scholz
    58,00 €

    »Wer sich mit Wagner abgibt, muss ich auf das Ganze einlassen«, forderte schon der Wagnergelehrte Hans Mayer. Ermuss den Sozialrevolutionär und den Königsfreund, den Bürger und den Bürgerschreck, den Europäer und den Deutschen,den (politischen) Schriftsteller wie den Musiker, muss Werk und Biographie des Komponisten gleichermaßenerst nehmen, muss Wagner in seiner künstlerischen Größe wie seinen persönlichen Untiefen, in seinem ambivalentenVerhältnis zu König Ludwig II., Jacques Offenbach und Friedrich Nietzsche realisieren. Aber auch Engelbert Humperdinckund Thomas Mann, die Familie Wagner, die Geschichte der Bayreuther Festspiele als Geschichte von »Utopie undNiedergang«, Interviews mit Dirigenten und legendären Wagnersängern sowie Fragen der Aufführungspraxis kommenin diesem Rundumschlag zu Wort. Auch die Widersprüche, Brüche und Untiefen seines Denkens, die politische Rezeptionund die Vereinnahmung Wagners werden nicht ausgespart. Das Neuartige dieses Buches ist die Reflexion heutigenWagner-Wissens im Spiegel der Wagnerrezeption, also ausgewählter, aber bezeichnender Rezensionen von Aufführungen,Büchern, CDs, DVDs. Ergänzt hat der Autor sein Wagner-Mosaik um eigene Essays, Interviews, Nachrufe, Würdigungenund wissenschaftliche Texte.

  • von Reto Weiler
    49,80 €

    Richard Wagners Wirkungsmacht erspürt sich bis heute in allen Lebensbereichen über alle Zeiten und insbesondereDer Ring des Nibelungen ist das Drama jeder Gegenwart. Wagner selbst hat das vorausgesehen in seiner Aussage zumRing »... der Nation ein Werk geschenkt zu haben, das ich mit Stolz ihr auch für die Zukunft empfohlen halten darf«.Nun liegt der Ring jenseits aller philosophischen Systeme und man verirrt sich leicht in den Irrgärten symbolischerErklärungen, will man dessen zeitloses Wirken erklären. Die Produktion eines kompletten Ringzyklus am OldenburgischenStaatstheater war deshalb Anlass, eine multiperspektivische Annäherung an den Ring zu versuchen durch dasZusammenführen von Beiträgen aus so unterschiedlichen Disziplinen wie den Neurowissenschaften (E. Altenmüller, B.Oberhoff), den Rechtswissenschaften (P. Küfner), den Musikwissenschaften (U. Drüner, G. zur Nieden, K. Kraus), denTheaterwissenschaften (S. Friedrich, S. Twiehaus, P. Esterhazy) und den Literaturwissenschaften (R. Stemmle, H. Noltze,I. Camartin). Als Vorträge konzipiert, strahlen die Beiträge eine lesbare Frische und perspektivische Konzentration aus,öffnen überraschende Zugänge und geben so neue Einsichten in den Ring als großes Bühnenbild menschlichen Daseins.

  • von Winfried Rösler
    19,80 €

    Sie sind mit dem Mikroskop ausgeleuchtet - die Bach'schen Goldberg-Variationen. Sind dechiffriert, was nichtnur von Vorteil ist.Lässt sich, so ist zu fragen, diese Musik noch unbefangen hören? Verbunden mit der Hoffnung gar, dass beimHören Geschichten sich ergeben, die wie ein Bilderrahmen passen zur Musik?In drei Schritten sei der Versuch gewagt.Die Schritte sind drei Konzerte. Ein Concerto in der Philharmonie. Da öffnen sich Erinnerungsräume bei zweiHörern.Zum Schluss noch ein Gedankenspiel. Einem, das ein altehrwürdig Bild nicht scheut.Das einer Kathedrale. Ist's vorstellbar, dass das Goldberg-Werk einer Kathedrale des eigenen Inneren gleicht?Wenn ja, dann sind die Ähnlichkeiten aufzuzeigen. Am Schluss. In einer Coda.

  • von Winfried Rösler
    19,80 €

    Dass Kleider Leute machen ist sattsam bekannt. Nicht nur wegen Gottfried Kellers Geschichte, sondern auchso. Aber wegen jener besonders. Deshalb erfreut sie sich eines großen Zuspruchs, weil sie das verständlich Bekanntenochmals bekannt und verständlich macht.Das ist vielleicht zu viel des Guten und weniger gut für die Geschichte. Bloß glänzende Fassade ist sie keinesfalls,sondern vielschichtiges Sprachkunstwerk. Mit vielen Bildern versehen, die biblisch, märchenhaft und auchtheaterträchtig anmuten. Versteckt oftmals im Handlungsgang des Geschehens, das umso sorgsamer nachzuerzählenist.Deckt man sie auf, die Bilder, entbirgt die Geschichte gleichsam eine zweite dazu. Eine ganz alte und eine fastneue. Eine Komödie und fast eine Tragödie. Eine wunderliche und eine fast unerbittliche. Eine himmlische undeine fast höllische. Eine mit Aufblühen und eine mit Erstarrung. Eine über das Fremd-Sein und übers Fremd-Bleiben. Eine, mit einem Fremden am Anfang und am Schluss.Fremdsein ist die Nabe, um die das Rad sich hier dreht. »Komm, fremder Mensch.« Vielleicht ist das der Kernsatz einer Geschichte, für die Kleider,Mäntel und Pelzmützen nur Beiwerk. Denn ungeachtet dessen, welche Kleider auch geschneidert, die Figuren kommen aus ihrer Haut nicht heraus.

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