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  • von Rainer Maria Rilke
    19,80 €

    »Die Letzten« ist ein Novellenband, der im Jahre 1901 erschien, kurz nachdem sich Rilke von Lou Andreas-Salomé getrennt hatte. Der Band spiegelt somit die Umbruchphase Rilkes wider, die schließlich nach seiner Heirat im Rückzug nach Paris endete.Der Text des Neusatzes folgt der Ausgabe von 1928, erschienen im Insel Verlag, Leipzig. Geschrieben in den Jahren 1898/99, gedruckt 1901 bei I. S. Preuss, Berlin. InhaltIm GesprächDer LiebendeDie Letzten

  • von Rainer Maria Rilke
    24,00 €

    InhaltDer ApostelHeiliger FrühlingLeise BegleitungGenerationenIm LebenTeufelsspukFernsichtenDas Lachen des Pán MrázWladimir, der WolkenmalerDas HausDer DrachentöterReflexeDer Totengräber

  • von Rainer Maria Rilke
    24,00 €

    Dieses Buch ist lauter Vergangenheit. Heimat und Kindheit - beide längst fern - sind sein Hintergrund. - Ich würde es heute nicht so, und darum wohl überhaupt nicht geschrieben haben. Aber damals, als ich es schrieb, war es mir notwendig. Es hat mir Halbvergessenes lieb gemacht und mich damit beschenkt; denn wir besitzen von der Vergangenheit nur das, was wir lieben. Und wir wollen alles Erlebte besitzen. (Rilke im Vowort von 1899)InhaltKönig BohuschDie Geschwister

  • von Ernst Cassirer
    48,00 €

    Man wird es später einmal als einen der merkwürdigsten Züge im Gesamtbild unserer Zeit bezeichnen, daß mitten in den schwersten Kämpfen um das politisch-materielle Dasein des deutschen Volkes die Frage nach seiner geistigen Wesensart und seiner weltgeschichtlichen Bestimmung immer energischer und immer allgemeiner gestellt worden ist. Mehr und mehr macht sich die Überzeugung geltend, daß es sich in Fragen dieser Art und zu der Selbstbesinnung, zu der sie hinleiten wollen, nicht lediglich darum handelt, einen vorhandenen geistigen Besitz in theoretischer Reflexion festzuhalten und widerzuspiegeln, sondern, daß wir damit im eigentlichen Mittelpunkt der tätigen und produktiven Kräfte stehen, auf denen die künftige Gestaltung unseres Daseins wesentlich beruhen wird. Man mag diesen »metaphysischen« Zug des deutschen Geistes rühmen oder schelten, bewundern oder verwerfen: er gehört in jedem Falle zu den bestimmenden und wirksamen Faktoren der deutschen Geschichte selbst, der an all ihren großen Wendepunkten in irgendeiner Form herausgetreten und sichtbar geworden ist.Der Text des vorliegenden Neusatzes folgt der zweiten Auflage 1918, erschienen im Verlag Bruno Cassirer, Berlin, die nur unwesentlich gegenüber der Erstausgabe von 1916 geändert wurde.

  • von Rainer Maria Rilke
    24,00 €

    Das Stunden-Buch ist der Titel eines Gedichtzyklus von Rainer Maria Rilke. Die 1899 bis 1903 in drei Teilen entstandene, erst 1905 im Insel Verlag in Leipzig veröffentlichte Sammlung gehört mit ihrem träumerisch-melodischen Ausdruck und der neuromantischen Stimmung neben dem »Cornet« zum wichtigsten Teil seines Frühwerks. Das Lou Andreas-Salomé gewidmete Werk ist sein erster durchkomponierter Zyklus, der seinen Ruf als religiöser Dichter begründete. In einer noch der Jugendstil-Ästhetik der Jahrhundertwende verhafteten Sprache präsentierte Rilke eine große Bandbreite seines poetischen Instrumentariums. Die suggestive Musikalität seiner Verse entwickelte sich zum Kennzeichen seiner Lyrik und wurde vielfältig und kontrovers rezipiert. Zum biographischen Hintergrund des Werkes gehören Rilkes Russlandreisen, die er im Sommer 1899 und 1900 mit der Widmungsträgerin Lou Andreas-Salome unternahm und nach deren Abschluss er mit seiner Arbeit an dem Zyklus begann. Der Titel des Zyklus geht auf die seit dem Spätmittelalter gebräuchlichen Stundenbücher zurück und deutet bereits den religiösen Bezug an. Das Werk steht unter dem Einfluss Friedrich Nietzsches und Gedanken der zeitgenössischen Lebensphilosophie und zeigt Rilkes Suche nach einem sinnstiftenden Urgrund des Lebens, den er im pantheistischen Sinne Gott nannte. [Wikipedia]InhaltDas Buch vom mönchischen LebenDas Buch von der PilgerschaftDas Buch von der Armut und vom Tode

  • von Rainer Maria Rilke
    28,00 €

  • von Alois Riehl
    24,00 €

    Der Autor erinnert an die Verurteilung und Verbrennung Giordano Brunos in Rom.Der Text des vorliegenden Neusatzes folgt der zweiten, neu bearbeiteten Auflage Leipzig 1900, erschienen im Verlag Wilhem Engelmann. Der Text wurde auf der Grundlage der Alten deutschen Rechtsschreibung leicht korrigiert.Der Autor über Giordano Bruno: »Bruno ist einer der ersten Philosophen der neueren Zeit, welche wissenschaftliche Fragen in einer lebenden Sprache behandelten wie die Alten. Montaigne mit seinen »Essais« ist ihm hierin nur um ein paar Jahre vorangegangen und Galilei ahmte später seinem Beispiele nach. Doch ist das Vorgehen Brunos noch keineswegs sicher und entschieden. Er beruft sich für seine Lehre ausschließlich auf die lateinischen Werke. Auch die Form, die er für die italienischen Schriften wählte, scheint zu beweisen, daß er mit denselben eher eine populäre als eine wissenschaftliche Darstellung seiner Philosophie bezweckte. - Schon die Humanisten ahmten die Gespräche Ciceros nach, der selbst nur ein Nachahmer ist, und Bruno kannte die Dialoge Platos, obgleich er nur wenig griechisch verstand. Seine Gespräche aber sind unabhängig von diesen gelehrten Mustern entstanden, als Nachbildung einer wirklichen Unterredung wie in den Dialogen. Bruno behandelt den Dialog leicht, zwanglos, im Tone der Konversation. Nur sein poetisches Talent vertieft manchmal die Form. Innerhalb dieser gemeinsamen Stilgattung aber, welche Mannigfaltigkeit der Ausdrucksmittel, über die er verfügt, der Töne, die er anschlägt. Ernst und launiger Scherz, belehrende Erörterung, lebendige Schilderung, Satire und bitterer Tadel, - kein Ausdruck des Affektes oder des ruhigen Gedankens, der ihm nicht zu Gebote stünde. Gebundene Rede wechselt mit ungebundener, namentlich in den Dialogen: »de gl' heroici furori«. Der Versbau ist kunstvoll, manchmal gekünstelt, der Gedanke meist zu schwer für die leichte Form. Vieles in seinem Stile ist konventionell, im barocken Geschmacke der italienischen Spätrenaissance, besonders der überreiche Gebrauch der Mythologie. Aber die Originalität seines Geistes bricht doch überall durch.«

  • von Giordano Bruno
    38,00 €

  • von Michelangelo Biondo
    28,00 €

    Der deutsche Text folgt der Ausgabe Wien 1873, erschienen im Verlag Wilhelm Braumüller in der Reihe »Quellenschriften für Kunstgeschichte und Kunsttechnik des Mittelalters und der Renaissance«. Der italienische Text folgt der Ausgabe 1549 mit dem Titel: Della nobilissima pittura, et della sua arte, del modo, et della dottrina, di conseguirla, agevolmente et presto, opera di Michel Angelo Biondo. Non mai più chiaramente scritta da huomo di tempi nostri, imperò che, qui s'insegna a dipengere, et si tratta di tutte le sue difficoltà di varii squicci et in quanti modi, et di sopra di che si dissegna et penge. Gionti vi sono anchora tutti li Pittori famosi di questa etate, con le loro gloriose pitture et dove, con bellissima pettione di Deca quadri del Auttore. MDXLIX. In Vinegia. Con privilegio decenale. Alla insegna di Appolline.Der deutsche Text wurde auf der Basis der alten deutschen Rechtschreibung modernisiert, Druckfehler stillschweigend korrigiert.

  • von Franz Kafka
    18,00 €

    In diesem Sammelband sind 18, meist kurze Prosatexte von Franz Kafka vereint; er erschien Ende 1912 und war Kafkas erstes veröffentlichtes Buch, das mit der Jahreszahl 1913 im damals jungen Rowohlt-Verlag herauskam. Der kleine Sammelband ist seinem Freund Max Brod gewidmet. In ihm werden Themen dargestellt, die Kafka auch später immer wieder aufgriff: zwischenmenschliche Abgrenzung, Junggeselleneinsamkeit und die Mühen des Kaufmannsdaseins.Der Sammelband umfasst im Einzelnen folgende Erzählungen: Kinder auf der LandstraßeEntlarvung eines BauernfängersDer plötzliche SpaziergangEntschlüsseDer Ausflug ins GebirgeDas Unglück des JunggesellenDer KaufmannZerstreutes HinausschaunDer NachhausewegDie VorüberlaufendenBetrachtungDer FahrgastKleiderDie AbweisungZum Nachdenken für HerrenreiterDas GassenfensterWunsch, Indianer zu werdenDie BäumeUnglücklichsein

  • von Franz Kafka
    24,00 €

    In der Nacht vom 22. zum 23. September 1912 gelang es Kafka, die Erzählung Das Urteil in nur acht Stunden in einem Zuge zu Papier zu bringen. Im späteren Urteil der Literaturwissenschaft hat Kafka hier mit einem Schlag thematisch und stilistisch zu sich selbst gefunden. Kafka war elektrisiert durch den noch nie so intensiv erlebten Akt des Schreibens (»Nur so kann geschrieben werden, nur in einem solchen Zusammenhang, mit solcher vollständigen Öffnung des Leibes und der Seele.«). Auch die unverminderte Wirkung der Geschichte nach wiederholtem (eigenem) Vorlesen - nicht nur auf die Zuhörer, sondern auch auf ihn selbst - bestärkte in ihm das Bewusstsein, Schriftsteller zu sein. Das Urteil leitete Kafkas erste längere Kreativphase ein. Vor dem Gesetz ist ein 1915 veröffentlichter Prosatext Franz Kafkas, der auch als Türhüterlegende oder Türhüterparabel bekannt ist. Die Handlung besteht darin, dass ein »Mann vom Land« vergeblich versucht, den Eintritt in das Gesetz zu erlangen, das von einem Türhüter bewacht wird. Die Parabel handelt von dem Versuch eines Mannes vom Lande, in das »Gesetz« zu gelangen. Der Text stammt aus dem Dom-Kapitel des Romanfragmentes Der Process. Vor dem Gesetz ist der einzige Text aus Der Process, den Kafka selbst veröffentlichte. Zuerst erschien der Text 1915 in der jüdischen Wochenzeitschrift Selbstwehr und später noch einmal im Rahmen des Erzählsammelbandes Ein Landarzt (1919) zu einem Zeitpunkt, als Kafka die Arbeit am noch unvollendeten Roman schon aufgegeben hatte.Fürsprecher ist ein Prosastück von Franz Kafka, entstanden vermutlich 1922, die Erstveröffentlichung erfolgte 1936. Ein Monolog schildert die Schwierigkeit und die Notwendigkeit der Suche nach Fürsprechern unter Verwendung der für Kafka typischen Rechtsmetaphern.Forschungen eines Hundes ist eine 1922 entstandene, breit angelegte Erzählung mit Fabelcharakter von Franz Kafka, die postum veröffentlicht wurde. Wie der Titel (von Max Brod) aussagt, geht es um die Erkenntnissuche eines Hundes. Diese ist zum Scheitern verurteilt, weil sie grundlegende Fakten, nämlich die Existenz von Menschen, nicht erkennen kann.[Wikipedia]InhaltDas UrteilVor dem GesetzEin TraumFürsprecherForschungen eines Hundes

  • von Franz Kafka
    24,00 €

  • von Franz Kafka
    24,00 €

    Ein Landarzt ist eine Erzählung von Franz Kafka. Sie entstand im Jahr 1917 und wurde 1918 erstmals in »Die neue Dichtung - Ein Almanach des Kurt Wolff Verlags« veröffentlicht. Sie war namensgebend für den gleichnamigen Erzählband Kafkas, erschienen 1920, der dreizehn weitere Prosatexte enthielt. Kafka wurde zu der Erzählung möglicherweise durch einen Onkel Siegfried Löwy inspiriert, der in einem kleinen Ort in Mähren als Landarzt arbeitete. Über diesen Onkel sagt Kafka in einen Brief an Max Brod: »Und er lebt so auf dem Land, unausreißbar, zufrieden, so wie einen eben ein leise rauschender Irrsinn zufrieden machen kann, den man für die Melodie des Lebens hält«. Kafkas Tagebuchaufzeichnungen vom 9. Oktober 1911 schildern einen Traum von einem Bordell mit einer Dirne, deren ganzer Körper »mit großen siegellackroten Kreisen mit erblassenden Rändern und dazwischen versprengten roten Spritzern bedeckt war«. Am 12. August 1917 erlitt Kafka einen heftigen Blutsturz, in Zusammenhang mit seiner Tuberkulose, an der er schließlich starb. An Max Brod schrieb er am 5. September 1917, mit der »Blutwunde« im Landarzt habe er seine Krankheit »vorausgesagt«. Kafka selbst bezeichnete Ein Landarzt als eine seiner wenigen wirklich gelungenen Erzählungen. [Wikipedia]InhaltDer neue AdvokatEin LandarztAuf der Galerie Ein altes BlattVor dem Gesetz Schakale und AraberEin Besuch im BergwerkDas nächste DorfEine kaiserliche BotschaftDie Sorge des HausvatersElf Söhne Ein BrudermordEin TraumEin Bericht für eine Akademie

  • von Franz Kafka
    24,00 €

  • von Stefan Zweig
    28,80 €

    Stefan Zweig zur Ausgabe 1943... Solche dramatisch geballten, solche schicksalsträchtigen Stunden, in denen eine zeitüberdauernde Entscheidung auf ein einziges Datum, eine einzige Stunde und oft nur eine Minute zusammengedrängt ist, sind selten im Leben eines Einzelnen und selten im Laufe der Geschichte. Einige solcher Sternstunden - ich habe sie so genannt, weil sie leuchtend und unwandelbar wie Sterne die Nacht der Vergänglichkeit überglänzen - versuche ich hier aus den verschiedensten Zeiten und Zonen zu erinnern. Nirgends ist versucht, die seelische Wahrheit der äußern oder innern Geschehnisse durch eigene Erfindung zu verfärben oder zu verstärken. Denn in jenen sublimen Augenblicken, wo sie vollendet gestaltet, bedarf die Geschichte keiner nachhelfenden Hand. Wo sie wahrhaft als Dichterin, als Dramatikerin waltet, darf kein Dichter versuchen, sie zu überbieten.InhaltVorwort1 Flucht in die Unsterblichkeit2 Die Eroberung von Byzanz3 Georg Friedrich Händels Auferstehung4 Das Genie einer Nacht5 Die Weltminute von Waterloo6 Die Marienbader Elegie7 Die Entdeckung Eldorados8 Heroischer Augenblick9 Das erste Wort über den Ozean10 Die Flucht zu Gott11 Der Kampf um den Südpol12 Der versiegelte Zug

  • von Stefan Zweig
    38,00 €

  • von Wilhelm Hausenstein
    24,00 €

    In der bedeutenden Abhandlung Hausensteins geht es um drei Probleme (siehe Nachwort von K. Bitar): Erstens um die Frage nach einer Definition, die durch Gegenüberstellung mit dem Impressionismus und durch Abgrenzung zu Letzerem ermittelt werden soll. Des weiteren geht es in Hausensteins Abhandlung darum, aus welchen vorherigen Kunstströmungen der Expressionismus hervorgegangen ist, wie er sich entwicklungsgeschichtlich erklären lässt und charakterisiert werden kann. In der dritten geht es darum, herauszufinden, inwiefern es in der um 1918 gegenwärtigen Kunst Zitate der vorangegangenen Kunstströmung und Aspekte gibt, die sich in der zukünftigen Kunst weiter fortsetzen. Dazu Hausenstein: »Es bleibt eine andere Frage zu bedenken, deren Beantwortung diesen Gedankengang beschließen muß. Es ist die Frage nach der Bedeutung des Expressionismus in seinem Verhältnis zum Alten und zur Zukunft - soweit Zukunft nämlich als etwas Tatsächliches vorzustellen ist. Einfach gesprochen: Ist der Expressionismus mehr als frühere Kunst?« Eine der bedeutendsten Abhandlungen Hausensteins zu Fragen der Kunst.Der Text folgt der verbesserten zweiten Auflage von 1919, erschienen im Erich Reiß Verlag, Berlin.

  • von Eduard Mörike
    24,80 €

    KurzbeschreibungKünstlernovelle von Eduard Mörike, welche an die große musikgeschichtliche Gestalt Wolfgang Amadeus Mozart anknüpft und über eine völlig frei erfundene Begebenheit berichtet. Geschildert wird ein Tag aus dem Leben Mozarts im Herbst 1787.InhaltDer Komponist ist mit seiner Gattin Konstanze auf dem Weg von Wien nach Prag, wo die Uraufführung seiner neuen Oper Don Juan stattfinden soll. Als man auf dem Land, nahe dem Schloss des Grafen von Schinzberg, Rast macht, spaziert Mozart durch den Schlosspark und pflückt gedankenverloren eine Orange vom schönen Pomeranzenbäumchen des Parks, wobei er vom gräflichen Gärtner überrascht wird. Die Auseinandersetzung endet damit, dass Mozart an die Gräfin schreibt und ins Schloss geladen wird. Dort feiert das gräfliche Paar soeben die Verlobung ihrer Nichte Eugenie. Mozart und seine Frau fügen sich emotional dem kultivierten Kreis ein und schließlich spielt der gefeierte Maestro der heiteren Runde aus der fast fertigen Oper vor. In Eugenie aber ruft gerade die begeistert aufgenommene Musik die Ahnung vom baldigen Tod Mozarts hervor. Am nächsten Tag reisen Mozart und Konstanze, die vom Grafen eine Kutsche geschenkt bekommen haben, in Richtung Prag weiter. Die Novelle schließt mit dem berühmten Mörike-Gedicht Denk es, o Seele!, in dem die Todesahnung Eugeniens gewissermaßen eine prophetische Bestätigung erfährt, da es dieser, als böhmisches Volkslied vorgestellt, beim Aufräumen der Noten zufällig in die Hand kommt.

  • von Georg Von Below
    24,00 €

    Ein Historikerstreit, der schon im 19. Jahrhundert stattfand.»Nach unserer Meinung ist Lamprechts System ganz und gar verschroben. Es sind in ihm freilich mehrere Seiten zu unterscheiden. Zunächst ist es der alte Kampf der naturwissenschaftlichen Auffassung gegen die Selbständigkeit der Geschichtswissenschaft, den er führt und dem gewisse Zeitrichtungen sehr zu statten kommen. Er führt ihn in überaus ungeschickter Form; sie wird im Erfolg nur zur Diskreditierung der von ihm vertretenen Sache beitragen; Trivialität und Oberflächlichkeit sind die Stützen des Baues, den er errichtet hat. Sodann sucht er uns über den Gang der neueren deutschen Historiographie zu belehren. Das von ihm gezeichnete Bild, das seiner Gestalt als Folie dienen soll, beruht auf vollkommener und grober Unkenntnis der tatsächlichen Verhältnisse.« (v. Below)Der Text des vorliegenden Neusatzes folgt der Ausgabe München und Leipzig 1898, die als Separatdruck aus Bd. 81 der Historischen Zeitschrift im R. Oldenbourg Verlag erschienen ist. Den Text Belows wie auch die von ihm verwendeten Zitate haben wir auf der Grundlage der alten deutschen Rechtschreibung behutsam modernisiert, um das Verständnis und die Lesbarkeit des Textes für den heutigen Nutzer zu verbessern. Lediglich die originalen Buch- und Zeitschriftentitel wurden unverändert gelassen. Offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert.InhaltEinleitung: Lamprechts SystemI. Der Begriff der EntwicklungII. Rankes IdeenIII. Freiheit und NotwendigkeitIV. Die Frage der gesetzmäßigen Entwicklung im allgemeinenV. Lamprechts Deutsche GeschichteVI. Der von Lamprecht durchgeführte Schematismus der Kulturzeitalter | Seine materialistische AnschauungVII. Resultate

  • von Georg Von Below
    39,80 €

    Der Text des vorliegenden Neusatzes folgt der zweiten, wesentlich erweiterten Auflage München und Berlin 1924, die im Rahmen des »Handbuchs der Mittelalterlichen und Neueren Geschichte« im R. Oldenbourg Verlag erschienen ist. Der Text wurde nur unwesentlich auf der Grundlage der alten deutschen Rechtschreibung modernisiert. Offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert. Das Register wurde komplett neu erstellt.»Die zweite Auflage bedeutet eine wesentliche Erweiterung der ersten; sie ist fast um die Hälfte gewachsen. Erweitert ist sie in allen den Richtungen worden, in denen sich die Darstellung der ersten bewegte, besonders jedoch in der Schilderung der großen Gegensätze der Zeit, die sich in der Geschichtsauffassung spiegeln. Wenn mein Buch in der ersten Auflage den Nebentitel »Geschichte und Kulturgeschichte« trug, so sind die Fragen, die damit angedeutet waren, auch in der neuen behandelt und noch eingehender als in der ersten. Allein jene sachliche Erweiterung des Themas hat doch einen neuen Nebentitel notwendig gemacht, in dem zum Ausdruck kommt, daß geradezu der Mittelpunkt der Darstellung in der Schilderung der gesamten Geschichtsauffassung liegt, wie sie im Lauf der letzten hundert Jahre vertreten worden ist.« (v. Below im Vorwort)InhaltI. Das 18. Jahrhundert. Ursprung der KulturgeschichteII. Die romantische BewegungIII. H. Leo. Ranke und seine Schule IV. Die Stellung der Geschichtswissenschaft zu HegelV. Die Opposition gegen Ranke und die gesamte Romantik. Die politischen HistorikerVI. Opposition gegen die politische Geschichtschreibung. Die Zeit des einseitigen Empirismus. Forderungen und Leistungen der KulturgeschichtschreibungVII. Neuer Aufschwung der deutschen Historiographie seit 1878. Vertiefung und Sieg der politischen Geschichtschreibung. Überwindung des einseitigen EmpirismusVIII. Leistungen und AufgabenBeigabe: die deutsche wirtschaftsgeschichtliche Literatur und der Ursprung des MarxismusI. Die deutsche wirtschaftsgeschichtliche Literatur bis zur Mitte des 19. JahrhundertsII. Das Verhältnis des Marxismus zur deutschen wirtschaftsgeschichtlichen Literatur bei seinem ersten AuftauchenAnhang | Autorenregister

  • von Georg Gottfried Gervinus
    24,00 €

    Eine der frühen Grundlagentexte der Diskussion über die historische Methode.Gervinus gibt Antwort auf die Fragen, die er selbst zu Anfang seiner Abhandlung stellt: Wie kommt es, daß sich neben der Poetik nie eine Historik Platz verschaffen konnte? Wie kommt es, daß über das Wesen der Geschichte, über die verschiedenen Arten der Geschichtschreibung, über das Geschäft und Verfahren des Historikers verhältnismäßig so weniges, an sich so unbedeutendes geschrieben ward? ... Dagegen scheint es nicht möglich, verschiedene Gattungen der Geschichtschreibung formell zu unterscheiden, ohne sogleich auf die Verschiedenheit des Wesens zu gelangen. Dies liegt darin, weil in der Poesie die Form so sehr Hauptsache vor dem Inhalt ist, als in der Geschichte der Inhalt wesentlicher als die Form. Daher gerät man in der Geschichte viel leichter auf materielle, als auf formelle Trennung der Gattungen, und man hört, mit Rücksichtnahme auf den Gegenstand, Politische, Literatur-, Kirchen-, Rechtsgeschichte unterscheiden, oder mit Bezug auf den Umfang, Biographie, Geschichten einzelner Handlungen, Völker- und Weltgeschichte. Wir aber, sobald wir von geschichtlicher Kunst reden, suchen, wie der wahre Ästhetiker in der Poesie, formelle Gattungen, deren verschiedene Gestalt notwendiger Ausdruck einer wesentlichen innern Verschiedenheit ist.Der Text des vorliegenden Neusatzes folgt der Ausgabe Leipzig 1837, erschienen im Verlag Wilhelm Engelmann. Er wurde auf der Grundlage der alten deutschen Rechtschreibung behutsam modernisierten, um das Verständnis und die Lesbarkeit des Textes für den heutigen Nutzer zu verbessern.

  • von Karl Lamprecht
    28,00 €

    Lamprechts wichtigste Methodenschriften zur Geschichtswissenschaft neu zusammengestelltInhaltDie historische Methode des Herrn von Below - Eine KritikAlte und neue Richtungen in der GeschichtswissenschaftDie kulturhistorische MethodeAnhang: Eine Weltgeschichte nach neuen GrundsätzenDer Methodenstreit ab den 1890er Jahren entzündete sich im Zusammenhang mit Lamprechts Deutscher Geschichte. Bedeutsam war die Frage, welche Art von Geschichtsschreibung den neuen Herausforderungen durch neue Entwicklungen in Gesellschaft und Naturwissenschaft gerecht werden konnte. Lamprecht meinte, dass Kultur- und Wirtschaftsgeschichte primär, Politik- und Personengeschichte sekundär seien. Der deskriptiven Auffassung der Geschichte, wie sie Leopold von Ranke und sämtliche ihm nachfolgende Schulen bis dahin vertreten hatten, setzte er die genetische entgegen. Lamprecht ging es nicht um die staats- und ereignisgeschichtliche Darstellung, sondern um die zugrundeliegenden »Gesetzmäßigkeiten«. Damit stieß Lamprecht auf den Widerstand der deutschen Geschichtswissenschaft. Georg von Below, Max Lenz und Felix Rachfahl warfen Lamprecht unsaubere Zitierweise vor. Zu seinen weiteren Gegnern zählten auch Hans Delbrück, Friedrich Meinecke, Hermann Oncken, Max Weber und Gustav von Schmoller. Härter noch war der Vorwurf des Positivismus und des Materialismus, dem er ausgesetzt wurde, weil der erste Band seiner Deutschen Geschichte durch den sozialdemokratischen Historiker Franz Mehring wohlwollend rezensiert worden war. Die deutsche Geschichtswissenschaft lehnte Lamprechts neuartigen methodischen Ansatz überwiegend ab, zeitgenössische Historiker feindeten ihn sogar dafür an. Georg von Below gehörte zu den heftigsten Gegnern Lamprechts und schrieb, man müsse in Bezug auf seine wissenschaftliche Arbeit »die Axt gebrauchen«. In der deutschen historischen Zunft war Lamprecht daher isoliert. In Frankreich dagegen wurde seine Kulturgeschichtskonzeption positiv aufgenommen und übte Einfluss auf die strukturgeschichtliche Annales-Schule aus. [Auszug aus Wikipedia]

  • von Johann Gustav Droysen
    24,00 €

    Ein Grundlagenwerk seit über 150 Jahren, das jeder Historiker und jeder Geschichtsliebhaber gelesen haben muss.»Die Beobachtung der Gegenwart lehrt uns, wie jede Tatsache von andern Gesichtspunkten aus anders aufgefaßt, erzählt, in Zusammenhang gestellt wird, wie jede Handlung die verschiedenartigsten Deutungen erfährt. Der vorsichtig Urteilende wird Mühe haben, aus der Fülle so verschiedener Angaben ein nur einigermaßen sicheres und festes Bild des Geschehenen, des Gewollten zu gewinnen. Führt die Quellenkritik zu mehr als zu einer Herstellung einstmaliger Auffassungen? Führt sie zur »reinen Tatsache«? Und wenn es so um den »objektiven« Inhalt der Geschichte steht, was wird dann aus der geschichtlichen Wahrheit? Ein gewisses natürliches Gefühl und die unzweifelhafte Übereinstimmung aller Zeiten sagt uns, daß in den menschlichen Dingen ein Zusammenhang, eine Wahrheit, eine Macht sei, die, je größer und geheimnisvoller sie ist, desto mehr den Geist herausfordert, sie kennenzulernen und zu ergründen ... Konnte der Versuch gewagt werden, diese Erörterungen von dem Kreise von Kenntnissen und Erkenntnissen aus zu unternehmen, wie sie dem Geschichtsfreunde aus seinen Studien erwachsen? Durften diese Studien wagen, ebenso wie die Studien der Natur mit so glänzendem Erfolge getan, sich auf sich selbst zu stellen? Wenn der Historiker, mit seiner nur historischen Kenntnisnahme von dem, was Philosophie, Theologie, Naturbetrachtung usw. erarbeitet haben, sich in diese schwierigen Probleme einließ, so mußte er sich darüber klar sein, daß er nicht spekulativ dürfe sein wollen, sondern in seiner empirischen Weise, von der einfachen und sicheren Basis des Gewordenen und Erkannten aus vorzugehen habe.« (Droysen in der Einleitung)

  • von Georg Gottfried Gervinus
    28,00 €

    Ein Standardwerk der Geschichtsschreibung des neunzehnten JahrhundertsGervinus in seinem Vorwort: »Außer einigen großen Gesichts- und Anhaltspunkten für die Beurteilung des Geistes der Geschichte neuerer Zeit wird man in diesen Bogen nichts Neues finden, und auch nicht erwarten. Sollen aus der Geschichte Gesetze abgeleitet werden, so dürfen sie nur aus dem Allbekannten, dem Angenommenen und Unwidersprechlichen hervorgehen. Nur dieses wird hier über den betreffenden Zeitraum in einer möglichst klaren Sichtung und Übersicht geboten. Das Wenige, was sich von Betrachtung anschließt, erwächst ungezwungen aus den geschichtlichen Hergängen selbst und ist frei von jedem Kunstwort eines Systems und frei von jedem Kunststück der Sophistik. Die Pflanze des Tatsächlichen, die hier in typisch-einfacher Gesetzlichkeit erscheint, wird hoffentlich gesund und unverstümmelt gefunden, und an der Blüte des Urteils, die hier und da in Knospen ansetzt, keine Spur einer Treibkunst entdeckt werden.«Der Text des vorliegenden Neusatzes folgt der vierten Auflage, Leipzig 1864, erschienen im Verlag Wilhelm Engelmann. Im wesentlichen blieb die erste Auflage von 1852 bis auf wenige Verbesserungen unverändert. Wir haben den Text auf der Grundlage der alten deutschen Rechtschreibung behutsam modernisierten, um das Verständnis und die Lesbarkeit des Textes für den heutigen Nutzer zu verbessern. Die Marginaltexte des Originals wurden kursiv über den jeweiligen Abschnitt gesetzt. Sperrungen wurden beibehalten.

  • von Max Herrmann-Neisse
    28,00 €

    Den Roman »Cajetan Schaltermann« verfaßte Max Herrmann in den letzten beiden Monaten des Jahres 1914. In vielen Punkten ist die Handlung autobiographisch, der Autor versucht die Wege und Irrwege seiner Jugendjahre bilanzierend abzuschreiten; es geht ihm darum, sich darüber klar zu werden, was ihn an die gleichermaßen gehaßte wie geliebte Stadt Neiße bindet, was er ihr schuldet und was ihn von ihr trennt. So schonungslos wie Max Herrmann mit seiner Heimatstadt abrechnet, den Besitz- und Machtwahn der Spießbürger aufzeigt, hält er auch mit der eigenen Unzulänglichkeit Gerichtstag ab. Er stellt sich bloß, um die eigene Mittelmäßigkeit zu überwinden. Deutsche Kleinstadtmentalität vor dem Ersten Weltkrieg ist hier mit der satirischen Schärfe eines George Grosz und der flackernden Unruhe grotesk überhöhter Meidnerscher Bilder dokumentiert. Der Text folgt der Erstausgabe 1920, erschienen im Dreiländerverlag, München. Wir danken Klaus Völker, dem Herausgeber der »Gesammelten Werke« von Herrmann-Neisse in zehn Bänden, erschienen 1986-1988, für die Überprüfung des Textes unserer Ausgabe.

  • von Ferdinand Gregorovius
    28,00 €

    Athenaïs wurde in Athen als Tochter des Rhetoriklehrers Leontios geboren und galt als hochgebildet. Nach dem Tod ihres Vaters nahm sie den christlichen Glauben an und erhielt bei der Taufe den Namen Aelia Eudocia. Dies war eine Voraussetzung für ihre Heirat mit Kaiser Theodosius II. (Juni 421). 423 wurde sie in den Rang einer Augusta erhoben. Anlässlich einer Wallfahrt im Jahr 438 nach Jerusalem brachte sie verschiedene Reliquien nach Konstantinopel. Ihr Einfluss auf den Kaiser hatte zu diesem Zeitpunkt den Höhepunkt erreicht und übertraf selbst den Einfluss der Schwester des Kaisers, Aelia Pulcheria. Die Beziehung zu ihrem Ehemann verschlechterte sich jedoch im Laufe der Zeit. Schließlich wurde der mächtige Magister officiorum Paulinus hingerichtet, weil man ihm eine Affäre mit der Kaiserin vorwarf. 443 reiste sie erneut nach Jerusalem, wo sie bis zu ihrem Tod am 20. Oktober 460 lebte. Die Details über ihren Fortgang aus Konstantinopel sowie das genaue Jahr sind in der Forschung umstritten. Aelia Eudocia war maßgeblich am Aufbau der christlichen Universität von Konstantinopel beteiligt, die als sogenanntes Athenäum im Jahr 424 auf konstantinischen Anfängen basierend aufgebaut wurde und als erste große Geistesleistung die Sammlung der Gesetzeskompilation des Codex Theodosianus erbrachte. Sie selbst verfasste geistliche Dichtungen, die teilweise erhalten sind. In der orthodoxen Kirche wird sie als Heilige verehrt. In Jerusalem ließ sie die Stadtmauern wiederaufbauen und stiftete Spitäler, Pilgerherbergen, Klöster und Kirchen. Sie wurde in der Stephanuskirche bestattet, die sie selbst gegründet hatte. [Quelle: Wikipedia]Der Text des vorliegenden Neusatzes folgt der Ausgabe Leipzig 1882, die auf der Grundlage der alten deutschen Rechtschreibung modernisiert wurde, um Verständnis und Lesbarkeit des Textes für den heutigen Leser zu verbessern. Auch wurden einige Namen der heutigen Schreibweise abgepasst. Gregorovius bringt im Anschluß an seine Monographie erstmalig von ihm übersetzte Auszüge aus »Cyprianus und Justina«, einer Dichtung der Kaiserin Athenaïs.

  • von Max Herrmann-Neisse
    24,00 €

    Das Buch wurde in der Erstausgabe 1921 mit folgendem Text angekündigt: »Stationen einer Lebensflucht, in die die Unerträglichkeit einer kapitalistisch geregelten Gesellschaft den ernsthaften Menschen hetzt, sind in dieser Prosadichtung gestaltet. Pamphlet und Idylle, Andacht und Empörung vereinen sich in der Harmonie der musikalischen Abtönung, und das Ganze ist eingerahmt von dem gleichbleibenden Refrain des stumpfsinnigen täglichen Lebens.« In der Rezension der »Prager Presse« hieß es: »Was George Grosz gezeichnet hat - Herrmann hat es geschrieben. Hier wurde dem Goya unserer Tage ein kongenialer Dichter, ein Karl Kraus des Romans: Den Menschen peitscht sein Zerrbild.«Der Text folgt der Erstausgabe 1921, erschienen im Verlag Gustav Kiepenheuer, Potsdam. Wir danken Klaus Völker, dem Herausgeber der Herrmann-Neiße-Gesamtausgabe von 1984, für die Überlassung und Prüfung des Textes dieser Ausgabe.

  • von Ferdinand Gregorovius
    48,00 €

    Von Lucrezia Borgia gibt es kaum mehr als Legenden. Nach der einen hat sie ein furienhaft-mörderisches Wesen und zugleich die sanften und schönen Züge einer Grazie. Die Kritik der Lucrezia-Legende konnte Gregorovius am besten dort hinterfragt werden, wo man die meisten Urkunden aus dem Leben dieser Frau bewahrte: in Rom, Ferrara, Modena und Mantua. Dazu schreibt er in der Einleitung: »Ich ging an meine Aufgabe ohne jede vorgefaßte Absicht. ... Ich wollte sehen, welche Gestalt mir unter den Händen entstünde, wenn ich Lucrezia Borgia zum Gegenstand historischer Behandlung machte, in der strengsten und sichersten, weil urkundlichen Weise. ... Ich suchte die Orte auf, wo jene Frau gelebt hatte. Ich ging wiederholt nach Modena und Mantua. Die dortigen Archive sind unerschöpfte Schatzkammern, zumal für die Geschichte der Renaissance, und aus ihnen zog ich auch das meiste Material. Auch an anderen Orten, in Nepi, Pesaro und Ferrara, fand ich die freundlichsten Aufklärungen und Mitteilungen. Das Material, welches mir zu Gebote stand, ist begreiflicherweise nicht vollständig zu nennen, aber es ist immerhin reichhaltig und neu. Ich habe nur einen kleinen Teil davon dem Buche als Anhang der Dokumente beigefügt, von denen jedes einzelne bisher unediert war. In meiner Schrift ist mehr Gewicht auf die römische Epoche Lucrezias gelegt worden, als auf ihre Zeit in Ferrara. Denn diese ist, wenn auch keineswegs ausreichend, so doch bereits behandelt worden, jene aber wesentlich legendär geblieben. Da ich mein Buch durchweg aus urkundlichem Material herzustellen hatte, so konnte ich in ihm eine Methode der Behandlung versuchen, woraus sich von selbst, wie ich glaube, ein echtes Charaktergemälde der Zeit mit Zügen konkretester Persönlichkeit ergeben hat.«Der Text des vorliegenden Neusatzes folgt der vierten Ausgabe Stuttgart und Berlin 1906, die auf der Grundlage der alten deutschen Rechtschreibung modernisiert wurde, um das Verständnis und die Lesbarkeit des Textes für den heutigen Nutzer zu verbessern. Die 71 Dokumente der Originalausgabe wurden ebenfalls in diese Ausgabe übernommen.

  • von Ferdinand Gregorovius
    39,80 €

    »Meine ersten Studien auf dem Gebiet der Geschichte waren der Epoche des Kaisers Hadrian gewidmet. Nun, da seit 1851 ein Menschenalter verflossen ist, so freut es mich nicht wenig, daß ich Muße fand, gegen das Erstlingswerk meiner Jugend und die daran geknüpften Erinnerungen einen Akt der Pietät zu vollziehen, indem ich dasselbe in neuer Gestalt erscheinen lasse. Dies zu tun reizten mich auch meine Reisen in Hellas und dem Orient, wo ich mich oft genug auf den Wegen des großen Weltwanderers Hadrian befunden habe. Die rastlose Forschung der Wissenschaft hat neues Urkundenmaterial gesammelt und manches neue Licht auf jene römische Epoche geworfen, so daß heute die sehr trümmerhafte Überlieferung von dem Leben Hadrians vielfach ergänzt werden kann. Mit Hilfe dieser Materialien, namentlich der Inschriften, habe ich meine Schrift erneuert, und zwar so sehr, daß eigentlich nur das Gerüste ihrer ursprünglichen Anlage stehen geblieben ist. Ich nenne diese Studien jetzt ein Gemälde der römisch-hellenischen Welt zur Zeit Hadrians. Im Angesicht der kärglichen Behandlung, welche die römische Kaisergeschichte nach den zwölf Cäsaren im Ganzen noch immer erfährt, darf wohl jeder ernsthafte Beitrag zu ihrer Aufklärung der Teilnahme aller Freunde der Geschichte versichert sein.« (Gregorovius im Vorwort)Der Text des vorliegenden Neusatzes folgt der Ausgabe Stuttgart 1884, die Gregorovius selbst gegenüber der ersten Ausgabe erheblich überarbeitete hatte, und die wir auf der Grundlage der alten deutschen Rechtschreibung behutsam modernisiert haben, um das Verständnis und die Lesbarkeit des Textes für den heutigen Nutzer zu verbessern. Auch wurden einige wenige Namen der heutigen Schreibweise angepaßt. Unverändert gelassen wurde die von Gregorovius benutzte lateinisierte Schreibweise einiger griechischer Namen sowie Begriffe, die zu seiner Zeit einen unmittelbaren bedeutungsmäßigen Bezug zum lateinischen Ursprung des Wortes haben. Die Anmerkungen des Autors wurden komplett in der originalen Fassung wiedergegeben. Offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert.

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