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Bücher veröffentlicht von Königshausen & Neumann

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  • von Winfried Rösler
    24,80 €

    Bekannt sind sie schon, die vier Figuren des Wahlverwandtschaften-Quartetts. Dank Goethes Roman. Spielenseit über 200 Jahren ihr gleiches Spiel. Jenes von Liebe und Trennung, jenes von Begehren und Entsagung.Ein kompliziertes Geschehen obwaltet da. Kunstvoll erzählt. Wie kunstvoll, lässt sich dann erschließen, wennman versucht, das Erzählte nach-zu-erzählen.Wenn man versucht, zu verstehen, was der Erzähler aus welchem Grund so und nicht anders getan.Wenn man versucht, den Text sprechen zu lassen und ihn - an vielen Beispielen - durch-zu-buchstabieren.Wenn man versucht, manche Passagen zusammenzufassen. Etwa in aphoristischer oder sentenzhafter Manier.Wenn man versucht, dem Text Miniaturen beizufügen aus anderen kunstvollen Welten. Etwa aus jener der Musik.Dann könnte sich am Ende zeigen, was hier im Titel schon genannt: das Quartett der Wahlverwandten isteigentlich gar keines.

  • von Rolf R. Diehl
    29,80 €

    »Mitten in Eden« steht metaphorisch für den Prozess der Menschwerdung,der sich allerdings im Unterschied zu den biblischen Berichtender Genesis nicht in einem kurzen Schöpfungsakt vollzog, sondernin einem Jahrmillionen währenden evolutionären Anpassungsprozessbei unseren vormenschlichen und menschlichen Vorfahren. DasBuch entwickelt die Theorie des Autors, dass sich typisch menschlicheGefühle entwicklungsgeschichtlich durch Funktionswandel aus ursprünglicherenGefühlen entwickelt haben. Unsere Gefühle entstandenals Anpassungen insbesondere an die sozialen Herausforderungeneiner Umwelt, in der unsere Urahnen nur in einer starken Bindungan eine solidarische Gemeinschaft überleben konnten. So entstanddie eigentliche Natur des Menschen: die des hypersozialen Wesens.Thema des Buches ist auch die Systematik der Gefühle. Die meistenGefühle können Motivsystemen (zum Beispiel Aggression oder Geltungsmotiv)zugeordnet werden und auf diesem Hintergrund entwederals Aversionsgefühl, Appetenzgefühl oder Belohnungsgefühlverstanden werden. Nur durch die Interaktion mit der kognitivenEvolution des Menschen ermöglichten Gefühle die Entwicklung einesreziproken Altruismus und eines auf Dank, Schuld und Rache basierendenMoralsystems. Mitunter können entgleiste Motivsysteme undungebremster Gefühlsrausch den Menschen in Abgründe stürzen undzu Phänomenen wie Stalking, Beziehungstaten, Radikalisierung undAmok führen.

  • von Joachim Kuchenhoff
    49,80 €

    Psychotisches Erleben berührt Grenzphänomene. Die Grenzen zwischendem Selbst und dem Anderen werden prekär und lösen sichauf. Psychotisches Denken zielt auf Grenzerfahrungen, befasst sich mitLeben und Tod, mit Himmel-und Höllenfahrt, Zerstörung und Erlösung.Die Grenzen der Vernunft werden ausgelotet.Die Psychoanalyse hat deutlich gemacht, dass der Wahn durchausSinn ergibt. Im psychotischen Erleben erkennt sie nicht nur Defizite,sondern auch Möglichkeiten, etwa den Versuch, schwerste Erfahrungzu bearbeiten. Zugleich würdigt sie Leiden und Zerstörungskraft inlang anhaltenden psychotischen Erkrankungen und such therapeutischeWege, mit ihnen umzugehen.Dieser Sammelband vereint die Vorträge, die im Rahmen der TagungLiteratur und Psychoanalyse zu diesem Thema im Januar 2022 im Freiburgim Breisgau gehalten wurden.

  • von Franziska Stürmer
    44,00 €

    Mit dem ersten Saugen eines Kindes verbinden sich Nähe, Geborgenheit, erste Geschmacksprägungen sowie Training der Muskulatur für das spätere Sprechen Lernen, eine zentrale menschliche Grundfähigkeit. Vom Beginn der menschlichen Existenz an greifen die von der Kulinaristik dargelegten Bedeutungsebenen des ,Essens' untrennbar ineinander. So skizziert der Band die bislang unerforschte ,Kulinaristik des Kindes': Kinder als Konsumenten, Akteure, Adressaten, als Subjekte und als Objekte verschiedenster Mahlzeitensituationen. Soziologen, Kulturwissenschaftler, Historiker, Ernährungswissenschaftler, Literaturwissenschaftler und Juristen erschließen erstmals gemeinsam das Feld des ,essenden Kindes' und zeigen so ,Essen Lernen' nicht nur als Thema der frühen Kindheit, sondern als Basis für einen lebenslangen und gesamtgesellschaftlichen Prozess der kulinarischen Bildung.

  • von Alois Wierlacher
    49,90 €

    Der Band will ein Kulturthema erforschen, das in den Wissenschaftenbislang noch kaum Resonanz gefunden hat. Sein wissenschaftspolitischerZweck ist, im Problemhorizont der Kulinaristik eine anthropologischeGenussforschung zu begründen, die den kulinarischen Genussin seiner Verschränkung mit anderen Genussformen wie dem ästhetischenGenuss sieht und sich als mehrdisziplinärer Ansatz realisiert.Beiträger sind der Soziologe Christian Stegbauer, der Linguist Hans-Jürgen Heringer, der Ritualforscher Burckhard Dücker, der Hotel- undGastronomiewissenschaftler Wolfgang Fuchs, der Ernährungshistorikerund Vorsitzende des Kulinaristik-Forums, Uwe Spiekermann,der Gastronom Wolfgang Menge, der Literatur- und MedienwissenschaftlerJochen Hörisch, der Liturgiewissenschaftler Guido Fuchs,der Althistoriker Werner Tietz, die Sinologen Thomas Höllmann undPeter Kupfer, der brasilianische Germanist Werner Heidermann, dieSchweizer Kulturwissenschaftlerin Cordula Seger und der Herausgeber.

  • von Christian Attinger
    49,00 €

    The Theatre of Philip Ridley is one of the first monographs dealing withPhilip Ridley's entire dramatic oeuvre, including the plays writtenfor teenage and young adult audiences. The book's theoretical frameworkconvincingly suggests that Philip Ridley's plays are aesthetic representationsof accelerated globalization, urbanization, and humanatrocities. It not only offers readings of all major plays written by PhilipRidley in his three decades as a major British playwright but it also deliverssubstantial research reports on the relevant topics informing itsframework such as the relationship of theatre and globalization, socialacceleration, dystopian theatre and of course on Philip Ridley's dramaticoeuvre and impressive career. What makes The Theatre of PhilipRidley stand out is its end-to-end approach, meaning that it pays closeattention to the intricate relationship between content, dramatic form,and stage aesthetics in all of its readings. Using theories like HartmutRosa's social acceleration to support its view on the last three decadesof globalization, the book exclusively offers a distinction between hotand cold dystopian theatre. The book's three analytical chapters showto readers what is to be gained from this distinction and why it makessense to approach many of Ridley's plays with the analytical toolsetprovided by the idea of dystopian theatre.

  • von Myron Hurna
    28,00 €

    Was haben so verschiedene Wörter wie >Vielfaltrepräsentierenpro< oder >bedarfsgenau< gemeinsam? Es sind Ausdrücke einer politischkorrekten Sprache, die von immer mehr Menschen gesprochenwird. In seinem Buch untersucht Myron Hurna erstmals die Stilistikder politisch korrekten Sprache, ihre Hochwertwörter und -phrasen,die Arten der Wortersetzung und Wortverbesserungen, die Tendenzzu akademischen und bürokratischen Abstrakta, die Rolle der Alliterationund die neuen Kollektivstigmatisierungen. Insofern Vertreterder sprachlichen Korrektheit wie feministische Linguisten undSprachkritiker behaupten, man müsse das Deutsche einer politischenKritik unterwerfen, so werden nun ihre eigene Sprache und Ausdrückewie >starkes Signal sendenSichtbarkeitVerantwortungsensibilisieren

  • von Irma Durakovic
    44,00 €

    Die literarischen Figuren der Wiener Moderne träumen oft. Wie aberträumen sie und warum erleben sie dort, wo sie mit weit offenen Augendie fiktive Welt wahrnehmen, die Wirklichkeit als einen Traum?Das Buch geht diesen und weiteren Fragen am Beispiel der Werkevon Hugo von Hofmannsthal, Richard Beer-Hofmann und MarieEugenie delle Grazie auf den Grund. Der Schwerpunkt liegt dabei aufder Literatur der Wiener Moderne und der Zeitspanne um 1895 bis1910. Es werden literarische Texte untersucht, die nicht nur explizitmit Traumbildern operieren, sondern auch eine traumhafte Atmosphäreproduzieren, in der das Subjekt sich zwischen diesen beidenWelten bewegt. Die Aufmerksamkeit richtet sich daher primär aufTexte, die vor Freuds möglichem Einfluss entstanden sind und einepsychoanalytische Methode eher ausschließen. Das ist eine zentraleZielsetzung der vorliegenden Arbeit. Signifikant in den zur Untersuchungvorliegenden literarischen Texte erscheint auch die Tatsache,dass sie in einem kulturhistorischen Raum, nämlich in Wien um 1900entstehen und der zeitgenössische Traumdiskurs nicht selten in einemAustausch unter Schriftstellerfreunden zirkuliert: Arthur Schnitzlergilt wohl in diesem Kreis als das Sprachrohr der neuen medizinischenund psychologischen Errungenschaften, die er unter anderem anHofmannsthal und Beer-Hofmann überbringt. Es zeigt sich, dass derTraumdiskurs der Wiener Moderne nicht einseitig bleibt, sondern voneiner Mannigfaltigkeit in der literarischen Darstellung zeugt.

  • von Klaus Schenk
    40,00 €

    Ch. Jaekel: »Ernste Scherze«. Zu Daniel KehlmannsPoetikvorlesungen - D. Kehlmann: Gespräch mit Christina Rossi undBenjamin Thimm: »Die Literatur behauptet nichts.« - T. Lachmann:SALOM/AREPO/LEMEL/OPERA/MOLAS. Apokryphes Wissen inDaniel Kehlmanns Tyll - B. Malinowski & M. Nebelin: KehlmannsGeister in Princeton in der Gattungstradition >Totengespräch< - C.Morgenroth: Einwände: Daniel Kehlmanns Ruhm - J. Rickes: SebastianZöllner kehrt zurück. Zum Weiterleben einer Figur aus Ich und Kaminskiin F - Ch. Rossi: Poetische Gerechtigkeit zwischen Fatum undFiktion. Narrative des Schicksals und Strukturen des Tragischen inDaniel Kehlmanns Roman F - K. Schenk: »Geschichten in Geschichtenin Geschichten«. Vom magischen zum simulativen Erzählen beiDaniel Kehlmann - C. Schlicht: Identität und Geschlecht in DanielKehlmanns Roman Ruhm - S. Schröder: Dramaturgien der Verunsicherung:Daniel Kehlmann und das Theater - S. Schröder: Der Ästhetik-und Poetikbegriff Daniel Kehlmanns anhand der EssaysammlungWo ist Carlos Montúfar? Über Bücher (2005) - J. Sobottka: Fälschen alsMotiv und literarisches Spiel in den Romanen Daniel Kehlmanns - M.Stingelin: Till oder Tyll? - S. Tetzlaff: Descartes erzählen. Das Cogitound seine Spielarten im Werk Daniel Kehlmanns.

  • von Silvia Jurchen
    16,00 €

    Ein Pfarrer, der gleich fünfmal getötet wird; eine Dame, die ihren Ehemannbetrügt und zurückgewinnt, indem sie ihn - als Mann verkleidet- verführt; eine Mutter, die Jesus als Geisel nimmt, um himmlischeHilfe für ihren Sohn zu erpressen.Die kurzen Erzählungen des Mittelalters leben von abstrusen Begebenheitenund absonderlichen Geschicken. Eines haben sie aber allegemein: das Ziel, eine alltagspraktische Lehre zu vermitteln. Und umdieses Ziel zu erreichen, gehen die Geschichten über Leichen, brechenTabus und stellen Gott und die Welt in Frage.Die Spannungen zwischen einer oft sprichwörtlichen Lehre, die es zuvermitteln gilt, und einer verqueren Geschichte, die ihr fragwürdigesVehikel darstellt, irritieren auch heutige Leser noch nachhaltig. Undgerade aus dieser Irritation schöpfen die kurzen Geschichten ihr Potenzial:Eine Lehre, die sich nur unter enormen Windungen zu ihrerGeschichte fügt, bleibt im Gedächtnis haften, lebendig, schillernd undalles andere als ein toter Gemeinplatz.Mit den Wiedererzählungen gewähren ExpertInnen für vormoderneKleinepik auch Einblicke in ihre je eigene Beziehung zu den Texten,mit denen sie ganz persönliche Geschichten verbinden.

  • von Erwin Rotermund
    42,00 €

    Die hier vorgelegten Parodiestudien sollen eine Gesamtsicht auf ErwinRotermunds wegweisende Parodieforschung ermöglichen. Sie vereinigendie Untersuchungen des Autors zu Begrifflichkeit und Historie derParodie mit verstreut publizierten einschlägigen Textanalysen. Rotermundstheoretischer Ansatz, insbesondere seine Definition von Methodeund Intention der Parodie, steht im Dienst einer präzisen Erfassungparodistischer Werke unterschiedlichster Art (Christoph MartinWieland, Heinrich Heine, Jacques Offenbach, Hans Arp, Dramenparodiender Jahrhundertwende, Goethe-Rezeption in der deutschen Exilliteratur).Mit Hilfe der Änderungskategorien der antiken Rhetorik(Übertreibung, Verzerrung/Karikatur, Unterschiebung, Hinzufügung,Auslassung) lässt sich das parodistische Verfahren der Veränderungeines Originals differenziert beschreiben. Auch die künstlerischenMöglichkeiten der Parodie, die im 20. Jahrhundert eine erhebliche Bedeutungssteigerungerfuhr, werden von Rotermund sichtbar gemacht.Seine Dissertation Die Parodie in der modernen deutschen Lyrik (1963)und seine Anthologie Gegengesänge mit ihrem historischen Überblick(1964) sind nach wie vor Referenzwerke. So weist der Parodie-Artikeldes Online-Lexikons Wikipedia in einer eher knappen Literaturlisteauf beide Bücher hin.

  • von Deborah Holmes
    39,80 €

    Friderike Zweig (geborene Burger, verheiratete und geschiedeneWinternitz) kennt man heute vor allem als die erste Frau des WeltautorsStefan Zweig. Kaum bekannt ist hingegen ihr eigenes Wirkenals Schriftstellerin, Journalistin, Übersetzerin, Friedensaktivistin undvieles mehr. In dem vorliegenden Band werden ihr Leben und Werkerstmals umfassend in den Blick genommen. Dabei gerät, wenn es darumgeht, Friderike >Zweig< als Künstlerin und Geistesarbeiterin zubegreifen, eine ganze Generation von Frauen in den Fokus. Allgemeinesozial- und diskursgeschichtliche Fragestellungen nach den Voraussetzungenweiblicher Kreativität und Intellektualität in der Modernebilden die Grundlage dafür. So wird mit Blick auf die Literatur- undKulturgeschichte Friderike >Zweigs< Potential im Kontext weiblicherEmanzipationsbewegungen herausgearbeitet.

  • von Wolfgang Bühling
    58,00 €

    Die Komplexität des Dreiecksverhältnisses zwischen landesherrlicherObrigkeit, städtischen und dörflichen Entscheidungsträgern und denbürgerlichen und nicht-bürgerlichen Untertanen im Mittelalter und inder Neuzeit stellt für die Geschichtsschreibung eine Herausforderungdar. Anhand konkreter Beispiele städtischer und ländlicher Einrichtungenwie etwa Wasserleitung, Rathaus, Universität, Hafenanlagenoder - mit Blick auf die Ressourcen - Waldnutzung werden Herrschaftsstrukturenund gegenseitige Abhängigkeiten von Obrigkeit undNutzerschaft in Einzelanalysen deutlich gemacht. Den Untersuchungenzu Objekten im fränkischen Raum werden, mit der Absicht desregionenübergreifenden Vergleichs, zwei Beiträge mit Bezug auf dasHerzogtum Kleve bzw. auf das Siegerland gegenübergestellt. Der Betrachtungszeitraumder Arbeiten erstreckt sich vom Spätmittelalter bisin das 20. Jahrhundert. Eine thematisch facettenreiche, wissenschaftlichfundierte Sammlung quellenorientierter Aufsätze.

  • von Thomas Freller
    29,80 €

    Am Morgen des 21. Dezember 1774 standen sich im württembergischenEllwangen der dort unter großer Anteilnahme der einheimischenBevölkerung und tausender auswärtiger Hilfesuchender praktizierendeExorzist Johann Joseph Gaßner und eine von dem TheatinerpaterFerdinand Sterzinger geführte Kommission gegenüber.Diese Begegnung verkörpert wie kaum eine andere den Konflikt derKatholischen Aufklärung mit den Mustern >barocker< Religiosität undtradierten Modellen der Volksreligiösität. Gaßner war überzeugt, dassnur ein Teil von Erkrankungen auf organische Ursachen zurückgeführtwerden könne, manche Krankheiten dagegen von dämonischenMächten und dem Teufel verursacht werden. Die enorme Aufmerksamkeit,welche Gaßners Heilungen in Deutschland, Österreich, derSchweiz und angrenzenden Regionen provozierten und zur Publikationvon mehr als hundert Pamphleten, Stellungnahmen und Gutachtenführten, zeigt es: In wesentlichen Bereichen war des Exorzisten Wirkenund die daran geübte Kritik mehr als ein theologischer Konflikt undwirkte als Katalysator geistesgeschichtlicher Meinungsbildung massivauf die nach wie vor von den Geistlichen Fürstentümern geprägte politischeLandschaft des ausgehenden 18. Jahrhunderts im Alten Reich.Dieses intellektuelle und religiöse Spannungsfeld - verkörpert in denViten und Aktivitäten Sterzingers und Gaßners - steht im Zentrumdieses Buches.

  • von Burckhard Dücker
    49,90 €

    Kulinaristik als Wissenschaft ist zuständig für sämtliche Phänomenedes Essens als Bedingung physischen (Ernährung, Nutrition) und sozialen(Kommunikation) Überlebens jedes einzelnen Menschen. Gerahmtsind kulinaristische Forschungen grundsätzlich durch ethischeAspekte wie die Vermeidung von Hunger, die Sicherstellung ausreichenderErnährungsressourcen für alle Menschen, Tierwohl, Nachhaltigkeit.Daher nimmt Kulinaristik mit ihren kultur-, natur- und sozialwissenschaftlichenPerspektiven auf das Kulturthema Essen sowie mitihren Praxisfeldern wie Bäckerei, Metzgerei, Landwirtschaft, Hotellerie,Gaststätten, Gastlichkeit, Imkerei, Fischerei eine zentrale Positionim Spektrum der Lebenswissenschaften ein. Neben der Präsentationvon Kulinaristik als Lebenswissenschaft bietet dieses Jahrbuch innovativeBeiträge zu physikalischen Prozessen bei Herstellung und Zubereitungvon Speisen, zum weiten Themenbereich des Essens in biblischenTexten, zu möglichen Zusammenhängen zwischen Küche bzw.Essensgewohnheiten und Kolonialismus, zu Aspekten der SpeisekulturChinas, zu Metaphern aus dem Bedeutungsbereich des Geschmacks,zu Wortfeldern des Essens und deren semantischer Analyse.

  • von Andreas Brüschweiler
    28,00 €

    Studiert man die Werke der beiden bedeutenden frühchristlichenTheologen Origenes und Didymos, so stellt man mit Erstaunen fest,dass im frühen Christentum aus dem Alten und Neuen Testamentganz andere Kernbotschaften abgeleitet wurden, als die christlichenKirchen der darauffolgenden Jahrhunderte verkündeten. Das frühchristlicheGlaubensverständnis und die späteren Dogmen der irdischenchristlichen Kirchen unterscheiden sich in den zentralsten theologischenFragen grundlegend, was im vorliegenden Werk insbesonderegestützt auf Erkenntnisse aus dem großen Papyrusfund von Turaaufgezeigt werden soll.Sind bestimmte Dogmen erst einmal in Religionsgemeinschaftenverankert, so besteht nur noch eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit,dass überhaupt die Bereitschaft vorhanden ist, sich mit diesen Dogmenkritisch auseinanderzusetzen. In diesem Zusammenhang ist eineder interessantesten Fragen, auf welche Weise die einzelnen gläubigenChristen die Inhalte der Bibel heute verstehen würden, wenn sie nichtvom Vorverständnis des zukünftigen Letzten Gerichts und der ewigenVerdammnis geprägt worden wären. Dass diese Frage mehr als nurberechtigt ist, wird dem gläubigen Christen spätestens dann bewusst,wenn ihm vor Augen geführt wird, dass die beiden bedeutendenfrühchristlichen Theologen Origenes und Didymos gerade nicht vomVorverständnis einer zukünftigen ewigen Verdammnis eines Teils dergesamten Menschheit geprägt waren, sondern eine wirkliche Frohbotschaftverkündeten.

  • von Achim Küpper
    39,80 €

    Mit der Ankunft widmet sich dieser Band einem Topos in Literatur, Kultur und Medien, der von ebenso großer historischer Persistenz wie anhaltender Aktualität ist. Erkundet wird die Ankunft hier nicht allein als Motiv oder Thema, als ambivalentes, zwischen Herkunft und Zukunft, zwischen dem Ende eines Reiseabschnitts und dem Beginn eines neuen aufgespaltenes Moment, sondern auch als poetologische oder autoreflexive Figur, die gleichermaßen von den Nöten eines Werkanfangs wie von der Ankunft in kultureller Fremde, auf der Flucht, auf Wanderschaft oder in der Migration erzählen kann. Die versammelten Beiträge nähern sich diesem Komplex von ganz unterschiedlichen Seiten: Die Spanne reicht vom Mittelalter bis zur Gegenwart, von der Literatur bis zum Hörspiel, zur Graphic Novel und zum Film. Damit liefert dieses Buch einen ersten Versuch, das Phänomen der Ankunft auf einer epochenübergreifenden Ebene im literarischen, kulturellen und medialen Zusammenhang zu verorten. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der neueren deutschsprachigen Literatur einschließlich des Vergleichs mit anderssprachigen Literaturen und Werken. Analysiert werden Szenarien der Ankunft in Versroman, Roman, Erzählung, Märchen, Gedicht, Theaterstück, Briefwechsel, Tagebuch oder Reisebeschreibung ebenso wie in auditiven, visuellen und audiovisuellen Medien. Vielfach damit verflochten sind übergreifende Fragen: nach dem schwierigen Verhältnis etwa zwischen dem ,Eigenen' und ,Anderen', nach Beginn und Ende eines Reisewegs oder nach dem eigentlichen Ort der Ankömmlinge in der Begegnung der Kulturen. Was sich in den Beiträgen dieses Bands abzeichnet, ist der vielgestaltige Komplex einer Ankunft, die nicht selten Verschiedenes zugleich ist: zugleich Beginn und Ende, zugleich eine Figur des Anfangs (auch des Werkanfangs) und ein mögliches Bild des Ausgangs, zugleich hochgradig historisch aufgeladen und doch bezogen auf ihre jeweilige Gegenwart. Das Buch will im Ganzen dazu beitragen, einen Topos zu ergründen und zu erschließen, der gerade auch in gesellschaftlicher Hinsicht heute aktueller denn je scheint.

  • von Uwe C. Steiner
    34,80 €

    Zwischen 1760 und 1850 werden die Gründe für noch gegenwärtigeOpferdiskurse gelegt. Seit dem bürgerlichen Trauerspiel besetzt in einerexpliziten Engführung zwischen Geschlecht und tragischer Funktionmeist das weibliche Opfer die tragische, männliche Täterschaftkomplementär die antagonistische Position: Die Dramen überhöhendie >Victimae< zu >Sacrificia< und bringen das Opfer mit der seinerzeitakuten Geschlechteranthropologie in Verbindung.Lessings Emilia Galotti hatte ein wirkmächtiges Schema geprägt, dasdie nachfolgende Dramatik von Lenz, Caroline Schlegel, Schiller oderGoethe, über Kleist, Werner und Grillparzer bis hin zu Hebbel, Hauptmannoder Hofmannsthal in mimetischer Anknüpfung und Absetzungfortschreibt. Oft beobachten auch Romane das enge Band zwischenGender, Tragödie und Opfer. Bis hin zu Elfriede Jelinek, BothoStrauß oder Lars von Trier wirkt der Zwiespalt zwischen aufgeklärterOpferkritik und ästhetischem Opferkult nach. Ob die Darstellung desOpfers den Darstellungscharakter schon des realen Opfers erhellt, unddamit auch die Darstellungsfunktion von Geschlecht, oder ob sie vomOpfer entfachte Leidenschaften nährt, bleibt bis heute fraglich.

  • von Christoph Jürgensen
    45,10 €

    Jan Wagner ist derzeit wohl der renommierteste deutschsprachige Lyriker,anerkannt von der Literaturkritik wie beliebt bei einer breitenLeserschaft. Seit seinem Debüt mit dem Band Probebohrung im Himmel(2001) hat er sich in weiteren Gedichtbänden, Essaysammlungenund Gedichtanthologien, nicht zuletzt durch Lyrik-Übersetzungenaus dem Englischen mit großem Formbewusstsein, unter zugleich bewahrendenwie innovativ anverwandelndem Rückgriff auf die lyrischeFormtradition, mit den Grundfragen der Existenz auseinandergesetzt.Seine eigenen Gedichte sind in über 40 Sprachen übertragen wordenund wirken so längst in andere Literaturen hinein. Dieses besondere,zurück- wie vorwärtsgewandte Traditionsverhalten wurde u.a. durchden Preis der Leipziger Buchmesse sowie den Büchner-Preis honoriert.Die Literaturwissenschaft hat erste Erkundungen in dieses Werkgeländevorgenommen, es aber noch keineswegs umfassend kartiert.Daher zielt der vorliegende Band darauf ab, eine weit perspektivierteBestandsaufnahme vorzunehmen und sowohl Wagners Bedeutung innerhalbder deutschen Gegenwartslyrik zu erkunden als auch seinenPlatz in der Lyrikgeschichte zu bestimmen.

  • von Richard Nate
    40,00 €

    Diese Monografie zeichnet Formen kultureller Selbst- und Fremdwahrnehmungin der englischsprachigen Literatur seit dem Beginn derFrühen Neuzeit nach. Als methodisches Gerüst dienen Überlegungendazu, welche Rolle konzeptuelle Metaphern und kulturelle Narrativebei der kulturellen Identitätsstiftung und -infragestellung spielenkönnen. Der inhaltliche Schwerpunkt der Untersuchungen liegt aufdem transatlantischen Raum, umfasst also sowohl die Literatur derBritischen Inseln als auch die der Vereinigten Staaten. Zu beobachtenist, dass der Kontakt mit überseeischen Kulturen zwar schon früh zurHerausbildung hegemonialer Diskurse führte, aber Autorinnen undAutoren ebenso zur kritischen Reflexion tradierter Werthaltungenund kultureller Praktiken anregte. Bereits Thomas Mores Utopia lässtsich im Sinne einer solchen Reaktion lesen. In den Blick genommenwerden neben den Werken namhafter Autorinnen und Autoren wieWilliam Shakespeare, Francis Bacon, Aphra Behn, Daniel Defoe, JonathanSwift, Herman Melville, Joseph Conrad, H.G. Wells, GeorgeOrwell und Aldous Huxley auch weniger bekannte Textzeugnisse ausvier Jahrhunderten.

  • von Silvio Vietta
    30,00 €

    Europas Literatur: Wann und unter welchen Bedingungen entstandsie? Was sind ihre spezifischen Merkmale? Auf diese Fragen antwortetdas vorliegende Buch. Sein Ansatz ist europäistisch, nicht nationalsprachlich.Es geht zunächst um die antike Revolution der Rationalität, die Erfindungvon Philosophie und Wissenschaft. Damit beginnt in Europa einpostmythisches Zeitalter. Das verändert auch die Literatur fundamental.Der Autor beschreibt, wie die Gattungen Drama, Roman, Lyrik,wie auch die Poetik Europas auf diese Situation reagieren und geradejene Bereich des menschlichen Bewusstseins literarisch erforschen,welche die Rationalität von sich ausgeschlossen hat: Sinnlichkeit,Emotionen, Fantasie.

  • von Hans Peter Neureuter
    38,00 €

    Der Band enthält eine Auswahl verstreut und teils entlegen publizierterVorträge und Aufsätze. Sie gelten der deutschen Literaturgeschichteim europäischen Kontext vom 16. bis zum 20. Jahrhundert.Schwerpunkte sind: 1. gattungstheoretische Überlegungen (Anekdote,Kalendergeschichte, Reiseliteratur am Beispiel Alfons Paquets); 2. das»neuzeitliche Thema kat'exochen, die Konstitution des autonomenSubjekts« und seine Identität - so die Motivstudie Verlorene Schönheit- gewonnene Identität. Zur Wanderung und Wandlung einer Beispielerzählungvon Sidney und Cervantes bis zu Wieland und Fontane;3. »Begegnungen« wie die von G. A. Bürger und G. Chr. Lichtenberg1794; 4. Untersuchungen zur Modernität und Alterität der Romantik(Symbolik des Subjekts) und zum Vormärz (Hoffmann von Fallersleben,Snellman und der deutsche Vormärz); 5. Fragen der literarischenÜbersetzung (A. W. Schlegel; Die kleinen Alten. Ein Gedicht von Baudelaireim Gespräch zwischen Benjamin und Brecht); 6. Finnland unddas deutsche Finnlandbild (Snellman, Paquet, Brecht) und besonders7. das Werk Bertolt Brechts. - »Stückwerke« sind auch Werkstücke, diedas Erkannte zur durchdachten Darstellung bringen.

  • von Ulrich Gaier
    29,80 €

    Die Chöre der antiken Tragödie, die Sequenzen im christlichen Mittelalter,die Lieder der Troubadours und die Englischen Balladen - Textund Musik spielen zusammen, heißt doch carmen Lied und Zauberspruch.Mit vielen Textbeispielen in Original und Übersetzung folgtdie Darstellung der wechselvollen Dominanz von Ton und Wort biszu Thomas Manns Doktor Faustus und Hofmannsthals/Strauss' bzw.Brechts/Weills Zusammenarbeit.

  • von Rolando Vitali
    48,00 €

    Nietzsches Philosophie wurde allzu oft als Ausdruck eines übertriebenenIndividualismus oder als Ergebnis einer Ästhetisierung des Lebensangesehen. Im Gegenteil, zeigt dieses Buch, wie Nietzsches philosophischeArbeit gerade als Kritik des modernen Individualismus undder Ästhetisierung des Lebens verstanden werden kann. Seine Philosophiewird nämlich als extremes Ergebnis der Neuzeit verstanden,insofern sie einerseits das Prinzip der Autonomie und der individuellenFreiheit radikalisiert und andererseits die schärfste Kritik sowohlam modernen Subjektivismus als auch an dessen falscher Überwindungdurch die Kunst des kreativen Genies ausübt. Im Zentrum desBuches stehen die entscheidenden Jahre der Auseinandersetzung mitWagner: In dieser Zeit lassen sich nämlich die wesentlichen Motivefür das spätere Projekt einer Umwertung aller Werte bereits feststellen.Die Kritik des klassizistischen Bildungsideals, des romantischenGeniebegriffs, der künstlerisch-politischen Avantgarde Wagners werdenals verschiedene Momente eines philosophischen Werdegangsverstanden, der durch die Dekonstruktion der modernen Kunst- undKünstlerideologie das gesamte Projekt der modernen Emanzipation inFrage stellt und jene Widersprüche und Aporien des modernen Universalismusans Licht bringt, mit denen wir uns noch heute auseinandersetzenmüssen.

  • von Andreas Frewer
    56,00 €

    Beiträge von Anja Blümlein, Sarah Bösendörfer, Martin Brauer, Heiner Matthias Fangerau, Sophia Forster, Andreas Frewer, Caroline Emmer De Albuquerque Green, Lina Heuberger, Jens Kästner, Thomas Klie, Sabine Klotz, Tanja Krones, Daniel Lucas, Julia Mikolaj, Stephanie Müller, Nikolai Münch, Klaus-Dieter Neander, Norbert W. Paul, Magdalena Resa, Benjamin Roth, Lars Christian Rump, Antonia Sahm, Michael Sellmeyer, Ulrike Skorsetz, Thorsten Trapp, Franziska Wagensonner und Matthias Zimmer.

  • von Dominik Zink & Michael Steinmetz
    38,00 €

  • von Petra Maria Meyer
    34,80 €

    Mit Angst und Freiheit widmet sich dieses Buch einem Verhältnis,das sich historisch wandelt, und gleichwohl einen Nexus markiert, derIndividuen genauso wie Kulturen und Gesellschaften immer wiederumtreibt. Unterschiedliche Macht- und Herrschaftsformen, aber auchdie Kontingenz menschlichen Lebens und der >Mahlstrom< der Geschichtelenken den Blick über Individualpathologien hinaus kollektivenÄngsten zu.Diesbezügliche Fragen richten sich einerseits an die Künste: Welchekünstlerischen Strategien der Umgangsweise mit Angst werden in denKünsten verfolgt? Fungieren Sie als Anästhetikum, oder lässt sich imkünstlerischen Umgang mit einer »Politik der Angst« eine Gegenkraftzur machtstrategischen Instrumentalisierung finden? Wird künstlerischeFreiheit abseits der Angst gesucht oder stärken sich Angst undFreiheit gegenseitig? Inwiefern weist Angst ein Potential der Freiheitauf, das Spielräume für kulturelle Formen und damit auch für künstlerischesGestalten und Handeln eröffnet? Andererseits stellen sichphilosophische und medientheoretische, kulturgeschichtliche undpolitische Fragen: In welcher Weise formiert Angst heute Lebenswelt,Politik und Theorie, und welche technischen Erneuerungen bietenGrundlagen für veränderte Formen der Freiheitseinschränkung undInstrumentalisierung von Angst?

  • von Takahashi Yoichiro
    86,00 €

    Der vorliegende Band ist das Ergebnis einer Reihe von Konferenzen,die unter dem allgemeinen Titel Das Internationale Forschungsprojektanlässlich des 200. Jubiläums von Die Welt als Wille und Vorstellung:Das neue Jahrhundert Schopenhauers organisiert wurden und zwischen2018 und 2020 insgesamt viermal stattfanden.Teil I, Der junge Schopenhauer und seine Zeit: Vor- und Entstehungsgeschichteder Welt als Wille und Vorstellung, zeichnet die Entstehungsgeschichtedes Hauptwerkes im Kontext der klassischen undfrühromantischen Strömungen und indisches Denkens nach. Teil II,Die Welt als Wille und Darstellung, umfasst die folgenden vier Bände:Erkenntnistheorie in Band I, Naturphilosophie und Metaphysik inBand II, Ästhetik in Band III und Ethik in Band IV. Teil III, Die AktualitätSchopenhauers, beleuchtet nicht nur die Rezeptionsgeschichteim engeren Sinne, sondern auch bisher vergessene Aspekte von Schopenhauers>AktualitätMöglichkeiten< seiner Schriften.Folglich stellt das Buch eine qualitativ aktuelle und quantitativ gehaltvolleAufsatzsammlung dar, die die Forschungen über das HauptwerkSchopenhauers von der Entstehungsgeschichte bis zur Rezeptionsgeschichtemit Blick auf sein System als Ganzes umfasst. Dieses Buchwird den Beginn eines neuen Jahrhunderts der Schopenhauerforschungmarkieren.

  • von Kurt Roeske
    24,80 €

    Das Buch umfasst drei Texte, die aus Diskussionen mit interessierten Erwachsenen in der Volkshochschule hervorgegangen sind. Den Kursteilnehmern ging es ebenso um die Antike wie darum, die Gegenwart mit ihr zu vergleichen und zu konfrontieren.Der erste Beitrag beschäftigt sich mit Ciceros bekannter Definition, der zufolge der Staat ein Zusammenschluss von Menschen sei, die durch die Übereinstimmung ihrer Rechtsvorstellungen und die Gemeinsamkeit des Nutzens vereint seien. Was unterscheidet diese antike Staatstheorie von der modernen?Das Thema des zweiten Teils ist Ciceros Vorstellung vom Naturrecht, das durchaus auch heute noch von Bedeutung ist: Die UN-Charta bezeichnet zum Beispiel das Recht der Staaten auf Selbstverteidigung als >naturgegeben

  • von Adrian Paukstat
    38,00 €

    Ohne Zweifel zählt die Frage >Was ist der Staat?< zu einer der Grundfragen des politischen Denkens. Ganz besonders aus emanzipatorischer Perspektive war diese Frage stets untrennbar mit einer zweiten verbunden: der nach den Grenzen und Möglichkeiten des bürgerlichen Staates im Kontext progressiver, gesellschaftsverändernder Praxis. Ist der Staat ein bloßes Instrument, das lediglich der eigenen Verfügungsgewalt unterworfen werden muss, um die Verhältnisse zum Besseren zu wenden? Oder ist Staatlichkeit per se eine Form bürgerlicher Vergesellschaftung, an der transformatorische Praktiken notwendigerweise abprallen müssen? Am Beispiel der staatstheoretischen Überlegungen in den Werken von Michel Foucault und Nicos Poulantzas soll versucht werden, diese beiden scheinbar gegensätzlichen Zugänge zur Staatsfrage einer Vermittlung zuzuführen. Letzteres vor allem dadurch, das Foucaults und Poulantzas' Überlegungen auf die konkreten politischen Erfahrungen im Frankreich der Nachkriegszeit bezogen und in ihren ideengeschichtlichen Kontext eingebunden dargestellt werden, um so im Rekurs auf die heterogenen Quellen dieses Staatsdenkens, deren Nutzen für eine kritische Staatstheorie der Gegenwart abzuwägen.

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